Yannis Christopoulos im Interview

"Immer auf alles vorbereitet sein!"

München - Zum ersten Mal Head Coach: Yannis Christopoulos (38) gab am Samstag gegen Panathinaikos Athen sein Debüt als Bauermann-Nachfolger. Das Interview:

Zwar hatten die Roten mit 77:83 das Nachsehen, Christopoulos konnte aber zufrieden sein. FCB-Vize Bernd Rauch: „Die Mannschaft hat sich heute sehr gut dargestellt.“ Anders als der Verein als Ganzes bei der Entlassung von Bauermann, wie Bambergs Geschäftsführer Wolfgang Heyder jetzt monierte. „Ich bin der Meinung, dass man das so mit Dirk Bauermann nicht machen kann. Er hat immer mit Herzblut für Bayern gearbeitet“, sagte er. „Ich finde es despektierlich und unmöglich wie nun über ihn gesprochen wird.“Das erste Interview mit Christopoulos – auch über Bauermann.

Wie haben Sie die erste Nacht als Chef geschlafen?

Christopoulos: Kaum…Aber das lag daran, dass ich meine Familie um vier Uhr morgens zum Flughafen bringen musste. Meine Frau und mein Sohn sind zurück nach Griechenland geflogen.

Wie überrascht waren Sie, den Posten zu bekommen?

Christopoulos: Als professioneller Coach muss man jederzeit auf alles vorbereitet sein. Je weniger man überrascht werden kann, desto besser ist es.

Haben Sie mit Dirk Bauermann nach seiner Entlassung gesprochen?

Yannis Christopoulos ist neuer Head-Coach der Bayern Baskets.

Christopoulos: Ja, wir haben uns unterhalten und uns beiden Glück gewünscht. Wir werden uns auch in Zukunft austauschen. Aber natürlich war es eine schwierige Situation. Schließlich haben wir lange zusammengearbeitet, kennen uns gut und haben tolle Momente gemeinsam verbracht.

Was wird sich nun ändern?

Christopoulos: Ich halte es nicht für schlau, Veränderungen übers Knie zu brechen. Uns ist es heute gelungen, aggressiv zu spielen und den Spielrhythmus über weite Teile der Partie zu kontrollieren. Allerdings müssen die Ballverluste in Zukunft unbedingt minimiert werden.

Ihr Vertrag läuft bis Saisonende. Denken Sie auch daran, wie es danach weitergehen könnte?

Christopoulos: Was dann passiert, kann ich nicht kontrollieren. Insofern fokussiere ich mich lieber auf meine derzeitige Aufgabe.

Lawrence Roberts stand beim Spiel gegen Athen wieder nicht mit auf dem Parkett. Wie geht es ihm?

Christopoulos: Auf Anraten der Ärzte haben wir entschieden, Lawrence nicht einzusetzen. Er laboriert noch immer an muskulären Problemen, die sich aufgrund seiner Knieverletzung ergeben haben. Am Mittwoch bei unserem ersten BBL-Spiel gegen Oldenburg wird er aber aller Vorraussicht nach spielen können.

Aufgezeichnet: lm

Quelle: tz

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