Alle zittern vor Vettel!

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Sebastian Vettel bei der Streckenbegehung

Montreal - In Kanada ist Sebastian Vettel zum ersten Mal in diesem Jahr nicht automatisch Topfavorit, aus rein technischer Sicht. Dafür hat sich aber aus Fahrer-Sicht was getan.

Wird hart. Am Sonntag (19 Uhr live bei RTL und Sky) steigt der Große Preis von Kanada in Montreal. Von der Strecke her (Stop and go) ist es das erste Mal in diesem Jahr, dass Red Bull nicht automatisch Topfavorit ist. Also aus technischer Sicht. Dafür hat sich aber aus Fahrer-Sicht was getan. Sebastian Vettel (23) ist mittlerweile so gut, so gereift und so erfolgreich, dass er der Konkurrenz Angst macht. Fernando Alonso (29), Lewis Hamilton (26) & Co.: Da liegen die Nerven blank. Deshalb machen sie Fehler, deshalb lassen sie Punkte liegen – und Vettel wird noch selbstbewusster. Die Panik-Galerie:

Vettels Teamkollege Mark Webber (34). Er ist mächtig unter Druck – schließlich hat er ja das gleiche Super-Auto wie Vettel, aber nicht die gleichen Super-Ergebnisse. 1:5 liegt er in den Qualifikationsduellen zurück, stand bisher nur einmal auf dem Podest. Früher war der Australier ein netter, ausbalancierter Kerl. Doch spricht man ihn jetzt auf Sebastian Vettel an, kommt er ganz schnell in den Drehzahlbegrenzer. In der Türkei schwänzte Webber nach Rang zwei ohne Grund das obligatorische Siegerbild nach dem Qualifying. Zuletzt in Monaco schmollte er während der Siegerparty in seinem privaten Raum. Red-Bull-Berater Helmut Marko: „Wir sind uns bewusst, dass wir zwei siegfähige Autos haben, aber bisher nur zweimal mit beiden auf dem Podium standen…”

McLaren-Pilot Lewis Hamilton: Beim Großen Preis von Monaco fuhr er derart aggressiv, dass er mit Felipe Massa, Jaime Alguersuari und Pastor Maldonado kollidierte. Später folgten dann seine heftig diskutierten Aussagen („Vielleicht wurde ich deshalb bestraft, weil ich schwarz bin…“). Hamiltons Panikattacken auf und neben der Strecke zeigen: Der McLaren-Star kann nicht verlieren. Er will mit dem Kopf durch die Wand. Doch die gibt nicht nach. Ferraris Vizeweltmeister Fernando Alonso: Er gab nach seinem zweiten Platz von Monaco öffentlich zu, dass er einen Angriff auf Vettel mit der Brechstange versuchen wollte: „Ich hatte nichts zu verlieren. Ich führe nicht die Gesamtwertung an, also will ich das Rennen gewinnen. Wenn es einen Crash gibt, dann gibt es halt einen Crash.“ Der Ferrari-Star ist so desillusioniert, dass er sogar Unfälle und damit Verletzungen riskiert…

Ralf Bach

Quelle: tz

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