Mit Vettel am Steuer?

Aston Martin in der Formel 1: Geschichte, Fahrer, Comeback als Werksteam - alle Infos

Lance Stroll im Racing Point. Das Team geht ab 2021 als Aston-Martin-Werksteam in der Formel 1 an den Start.
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Lance Stroll im Racing Point. Das Team geht ab 2021 als Aston-Martin-Werksteam in der Formel 1 an den Start.

Aston Martin kehrt als Werksteam in die Formel 1 zurück. Der britische Sportwagenhersteller übernimmt Racing Point. Sitzt dann Sebastian Vettel im Auto?

  • Aston Martin startet ab 2021 als Werksteam in der Formel 1.
  • Der britische Autohersteller übernimmt das Team Racing Point.
  • Lance Stroll scheint als Sohn des Mehrheitseigners Lawrence Stoll gesetzt, das zweite Cockpit könnte an Sebastian Vettel gehen.

Silverstone - Milliardär Lawrence Stroll hat sein Vermögen eigentlich mit dem Vertrieb von Mode gemacht. Im Herzen ist der Kanadier aber Motorsport-Fan: Sein Geld hat er unter anderem in eine Sammlung zahlreicher Sportwagen investiert, vorrangig Ferraris.

Der Hersteller, in den er jetzt investiert, ist allerdings nicht die legendäre italienische Marke mit den roten Flitzern und dem Pferd - sondern Aston Martin. Die klammen Briten haben laut Auto-Motor-Sport 600 Millionen Euro gesammelt, wovon die Hälfte von Stroll stammt.

Formel 1: Aus Racing Point wird 2021 das Aston Martin F1 Team

Sein Investment ist allerdings an eine Bedingung geknüpft: ein eigenes Formel-1-Team. Damit will sich Stroll nicht einen eigenen Traum erfüllen, sondern das Renommeé von Aston Martin steigern: „Eine Marke mit der Tradition und der Historie von Aston Martin muss einfach in der höchsten Motorsport-Kategorie mitmischen“, sagte er bei der Bekanntmachung.

Tatsächlich besitzt Stroll bereits sein eigenes Team in der Formel 1. 2018 kaufte Stroll zusammen mit weiteren Investoren den insolventen Rennstall Force India und gründete Racing Point, das noch während der Saison den Startplatz des ersten indischen Teams in der F1-Geschichte übernahm. Ab 2021 wird aus Racing Point das Aston-Martin-Werksteam mit Hauptsitz in Silverstone.

Aston Martin in der Formel 1: Bekommt Sebastian Vettel ein Cockpit?

In der Comeback-Saison setzt Teambesitzer Lawrence Stroll auf den eigenen Nachwuchs: seinen SohnLance Stroll. Mit einer ähnlichen Methode hatte der Vater dem Filius bereits einen Startplatz in der Formel 3 verschafft, die er dann für sich entscheiden konnte. Als zweiter Fahrer sitzt der MexikanerSergio Perez am Steuer - Stand heute (Juli 2020).

Ob das so bleibt, darüber wird heiß spekuliert. Denn der viermalige Weltmeister Sebastian Vettel ist auf der Suche nach einem neuen Arbeitgeber, nachdem sein Vertrag mit Ferrari Ende des Jahres 2020 ausläuft. Bisher gibt es laut Vettel nur Gespräche. Sollte es konkreter werden, ist es aber wohl eher Perez, der seinen Platz räumen muss.

Eine Verpflichtung des Deutschen würde in die ambitionierten Pläne Strolls passen: „Ich habe keinen Zweifel, dass das Team mit der Herausforderung wächst und dem Namen Aston Martin alle Ehre macht.“ Bisher haben die rosa Renner von Racing Pointeher bescheidene Ergebnisse eingefahren. Perez erreichte einmal Platz acht in der WM-Wertung, Stroll Platz zwölf. In der Konstrukteurswertung wurde man zweimal Siebter.

Auch die Jahre zuvor, als der Rennstall noch Midland, Spyker oder Force India hieß, waren wenig erfolgreich.

Aston Martin in der Formel 1: Comeback nach 60 Jahren

Aston Martin versuchte es schon einmal in der Formel 1. Während des ersten Intermezzos in der Königklasse des Motorsports in den beiden Saisons 1959 und 1960 reichte es nicht einmal für einen einzigen Punkt. Die besten Ergebnisse waren zwei sechste Plätze bei den Großen Preisen von Großbritannien und Portugal. Der Brite Roy Salvadori (1959, 1960) der US-Amerikaner Carroll Shelby (1959) und der Franzose Maurice Trintignant (1960) saßen damals im Aston Martin.

2016 kehrte der britische Autohersteller als Sponsor von Red Bull Racing in die Formel 1 zurück. Seit 2018 heißt der österreichische Rennstall sogar offiziell „Aston Martin Red Bull Racing“. Nach einem überzeugenden Saisonstart 2020 sorgt die technische Verbundenheit zu Mercedes-AMG Petronas für Diskussionen.

Quelle: tz

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