"Bei Renault macht's Spaß"

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Nick Heidfeld

Istanbul - In seiner tz-Experten-Kolumne zeigt sich Nick Heidfeld zufrieden mit seiner bisherigen Formel-1-Saison - und nimmt nun weitere Podestplätze ins Visier.

Der siebte Platz am Sonntag in der Türkei war das Maximum des Erreichbaren, wenn man lediglich vom Position neun losfährt. Trotzdem: Nach vier Rennen in dieser Saison muss ich zufrieden sein. Zweimal in den Punkten, einmal auf dem Podium. Irgendwie ist das immer noch alles ein bisschen wie im Märchen für mich. Im Januar war ich noch arbeitslos, jetzt kämpfe ich in der Formel 1 ums Podest. Aber wenn man sich in dieser Situation befindet, dann gewöhnt man sich recht schnell daran. Deshalb versuche ich, immer mal wieder etwas Abstand zu gewinnen und mich daran zu erinnern, in was für einer glücklichen Situation ich bin. Die Formel 1 ist das, was ich am liebsten mache in meinem Leben. Deshalb habe ich den Traum nie aufgegeben. Mein Ziel ist es nun einmal, die WM zu gewinnen. Immer noch. Solange ich dazu auch nur die kleinste Chance habe, lasse ich mich davon nicht abbringen. Dass ich dieses Jahr in einem wirklich konkurrenzfähigen Auto sitze, ist völlig unerwartet. Ich hatte Angebote von kleineren Teams, habe die aber ausgeschlagen. Zum Glück. Denn dann kam der Unfall von Robert Kubica und das Angebot von Renault, als sein Ersatz einzuspringen. Für Robert tut es mir leid – immerhin ist er derjenige Fahrer, der am längsten mein Teamkollege war. Per SMS stehe ich in regelmäßigem Kontakt mit ihm, schicke ihm immer wieder Genesungswünsche. Renault ist das Team, in dem ich bisher am meisten Spaß hatte. Und ich bin immerhin schon bei Prost, Jordan, Williams und BMW-Sauber gefahren…

Nick Heidfeld

Quelle: tz

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