"Die Besonderheit des Wüsten-Kurses"

+
Sebastian Vettel

Abu Dhabi - Sebastian Vettel, Abu-Dhabi-Sieger 2009 und 2010, schildert in seiner tz-Experten-Kolumne seine Erwartungen an das Wüstenrennen - und verrät, was an der Strecke besonders ist.

Der Kurs in Abu Dhabi ist speziell. Vor vier Jahren campten hier noch die Nomaden mit ihren Kamelen mitten in der Wüste, hat mir Bernie ­Ecclestone erzählt. Jetzt fahren wir hier schon unser drittes Rennen. Die Geschwindigkeit, mit der hier gebaut wird, ist wirklich extrem. Der Start findet bei diesem Rennen in der Dämmerung statt, ­Zielankunft ist in der Nacht. Das heißt, dass wir wegen der verschiedenen Lichtverhältnisse mit speziellen Helmvisieren fahren. Der Stadtkurs erinnert vom Speed her an Singapur, aber der Asphalt ist ebener. Es gibt zwei Besonderheiten: Da ist einmal die Durchfahrt unter dem Yas-Hotel durch. Wo gibt es das schon, dass man quasi unter seinem Zimmer fährt?

Ebenso speziell ist die Boxenausfahrt. Sie verläuft zum Teil unterirdisch. Man kommt sich vor wie bei der Ausfahrt von einem Parkhaus.

Meine Erinnerungen an Abu Dhabi sind natürlich phantastisch. Es gab bisher zwei Rennen, beide habe ich gewonnen. 2010 gewann ich hier den WM-Titel. Ich wollte mein Ding machen, das heißt: gewinnen. Es lag ja nicht in meiner Hand. Denn Fernando Alonso durfte bei einem Sieg von mir nicht besser als Fünfter werden. Als ich über der Ziellinie war, wusste ich zwar, dass ich gewonnen hatte, aber noch nicht, ob es für den Titel gereicht hatte. Ein paar Sekunden später ging das ganz große Schreien los und wir wussten, dass wir es geschafft hatten. Ich schrie ins Mikrofon und ließ meine ganze Freude raus. Als ich mir später das Video davon anschaute, habe ich mich sogar ein wenig geschämt. Ich schrie da wie ein kleines Mädchen.

Sebastian Vettel

Vettel von A bis Z: Seine Lieblingsband, sein Markenzeichen und mehr

A wie Adrian Newey, Red-Bull-Technikguru und Konstrukteur der Weltmeisterautos © Getty
B wie Beatles, Sebastians Lieblingsgruppe © Getty
C wie Christian Horner, als Teamchef bei Red Bull Vettels Vorgesetzter © Getty
D wie Deutschland, Vettels Heimat, in der er aber bislang noch kein Formel-1-Rennen gewonnen hat © Getty
E wie Ehrgeiz, eine von Vettels herausragenden Eigenschaften: Er kann nicht verlieren, egal, wobei © Getty
F wie Fußball, womit Vettel schon als Kind aufgehört hat, weil er nicht gut genug war © Getty
G wie Geld, nicht so wichtig für Vettel, weshalb er lieber seine Ruhe genießt als noch mehr Werbeverträge abzuschließen © Getty
H wie Haare, blond und bares Geld wert - durch einen Werbevertrag mit einem Shampoo-Hersteller © Getty
I wie Indianapolis, der Ort von Vettels erstem Formel-1-Rennen, in dem er 2007 gleich als Achter einen WM-Punkt holte © Getty
J wie Jubelschreie, Vettels Ausbrüche am Boxenfunk nach gewonnenen Rennen sind fast schon legendär © Getty
K wie Kinky Kylie, Kosename für Vettels Rennauto © Getty
L wie Lächeln, mit dem der Weltmeister viele - vor allem weibliche - Fans fasziniert © Getty
M wie Monza, Ort von Vettels Durchbruch. Dort fuhr er 2008 im Toro Rosso als jüngster Fahrer der Formel-1-Geschichte auf die Pole Position und gewann ein Rennen © Getty
N wie Norbert, Vettels Vater, der die Karriere seines Sohnes von Beginn an unterstützt hat © Getty
O wie Otto Waalkes, der in der Bild-Zeitung ein Gedicht widmete © Getty
P wie Perfektion, ein Status, den Vettel immer anstrebt © Getty
Q wie Qualifikation, Vettels Domäne, in 12. von 15 Rennen fuhr Vettel in diesem Jahr auf die Pole Position © Getty
R wie Red Bull, Vettels Förderer schon seit Kartzeiten © Getty
S wie Suzuka, die Strecke, auf der er in drei Jahren zwei Rennen und einen WM-Titel gewann © Getty
T wie Tommi Parmakoski, Vettels finnischer Fitnesstrainer und Physiotherapeut, mit dem er übers Jahr gesehen die meiste Zeit verbringt © Getty
U wie unermüdlich, Vettel ist abends meist der Letzte im Fahrerlager, diskutiert lange mit seinen Ingenieuren © Getty
V wie Vettel-Finger, sein Markenzeichen, und als blaue Schaumstoffversion Standardausrüstung eines echten Vettel-Fans © Getty
W wie Wille, mit dem Vettel im vorigen Jahr in letzter Minute doch noch seinen ersten Titel geholt hatte © Getty
X wie x-beliebig, genau das, was Vettel nicht ist © Getty
Y wie youngest, englisch, steht für Vettels Rekorde, die er als jüngster Fahrer der Formel-1-Geschichte holte © Getty
Z wie Ziel, für Vettel immer gleich: beim nächsten Rennen das Optimum herausholen © Getty

Quelle: tz

Auch interessant

Meistgelesen

Formel 1: Fragezeichen um den Saisonstart in Kanada - Vettel denkt an Karriereende
Formel 1: Fragezeichen um den Saisonstart in Kanada - Vettel denkt an Karriereende

Kommentare