"Diese Sieger sind sympathisch"

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Striezel Stuck

München - In seiner tz-Experten-Kolumne lobt Motorsport-Legende Striezel Stuck nicht nur Sebastian Vettel - sondern auch einen weiteren Formel-1-Fahrer. Auch den Fall Lewis Hamilton beleuchtet er.

Ich will jetzt nicht auf den ganzen Zug der Ehrungen aufspringen, der gerade mit Sebastian Vettel durch die Gegend fährt. Nur so viel: Keine Frage, dass Sebastian den Titel verdient hat. Und, was fast noch wichtiger ist als die Tatsache, dass er ein Super-Formel-1-Pilot ist: Sebastian ist ein richtig sympathischer Weltmeister, der sich nicht verbiegen lässt. Und das ist in der mega-erfolgsorientierten Welt der Formel 1 fast noch schwieriger, als Rennen und Titel zu gewinnen. Punkt! Ausrufezeichen! Wir erleben dieses Jahr eine Saison der sympathischen Gewinner. Und das taugt mir gewaltig.

Jenson Button ist ein ähnlicher Typ wie unser Vettel. Erfolgreich, superprofessionell, konsequent mit heruntergeklapptem Visier, aber trotzdem locker, lustig und sich selbst treu dabei. Die beiden verstehen sich blendend, das merkt man, sie sind halt aus einem Holz geschnitzt. Über die Sache beim Start spricht man danach, dann ist der Vorfall vergessen. Ganz ehrlich! Sebastian ist für mich da ein wenig zu hart gefahren, er drückte Button auf die Wiese. Das sollte man nicht tun. Noch was: Button hat sich eindrucksvoll als „Best oft the Rest“ etabliert und das muss besonders seinem Teamkollegen Lewis Hamilton wehtun.

Zum wiederholten Mal führte dessen überharte Fahrweise zu einer Kollision. Bei McLaren reagiert man auf die richtige Weise. Man hat mit Button einen langjährigen Vertrag, der nichts anderes heißt als: „Wir bauen auf Dich!“ Hamilton ist dadurch in die Enge getrieben. Sein Kontrakt läuft nächstes Jahr aus. Will er dort bleiben, muss er auf das Angebot eingehen, das ihm seine Bosse machen.

Strietzel Stuck

Vettel von A bis Z: Seine Lieblingsband, sein Markenzeichen und mehr

A wie Adrian Newey, Red-Bull-Technikguru und Konstrukteur der Weltmeisterautos © Getty
B wie Beatles, Sebastians Lieblingsgruppe © Getty
C wie Christian Horner, als Teamchef bei Red Bull Vettels Vorgesetzter © Getty
D wie Deutschland, Vettels Heimat, in der er aber bislang noch kein Formel-1-Rennen gewonnen hat © Getty
E wie Ehrgeiz, eine von Vettels herausragenden Eigenschaften: Er kann nicht verlieren, egal, wobei © Getty
F wie Fußball, womit Vettel schon als Kind aufgehört hat, weil er nicht gut genug war © Getty
G wie Geld, nicht so wichtig für Vettel, weshalb er lieber seine Ruhe genießt als noch mehr Werbeverträge abzuschließen © Getty
H wie Haare, blond und bares Geld wert - durch einen Werbevertrag mit einem Shampoo-Hersteller © Getty
I wie Indianapolis, der Ort von Vettels erstem Formel-1-Rennen, in dem er 2007 gleich als Achter einen WM-Punkt holte © Getty
J wie Jubelschreie, Vettels Ausbrüche am Boxenfunk nach gewonnenen Rennen sind fast schon legendär © Getty
K wie Kinky Kylie, Kosename für Vettels Rennauto © Getty
L wie Lächeln, mit dem der Weltmeister viele - vor allem weibliche - Fans fasziniert © Getty
M wie Monza, Ort von Vettels Durchbruch. Dort fuhr er 2008 im Toro Rosso als jüngster Fahrer der Formel-1-Geschichte auf die Pole Position und gewann ein Rennen © Getty
N wie Norbert, Vettels Vater, der die Karriere seines Sohnes von Beginn an unterstützt hat © Getty
O wie Otto Waalkes, der in der Bild-Zeitung ein Gedicht widmete © Getty
P wie Perfektion, ein Status, den Vettel immer anstrebt © Getty
Q wie Qualifikation, Vettels Domäne, in 12. von 15 Rennen fuhr Vettel in diesem Jahr auf die Pole Position © Getty
R wie Red Bull, Vettels Förderer schon seit Kartzeiten © Getty
S wie Suzuka, die Strecke, auf der er in drei Jahren zwei Rennen und einen WM-Titel gewann © Getty
T wie Tommi Parmakoski, Vettels finnischer Fitnesstrainer und Physiotherapeut, mit dem er übers Jahr gesehen die meiste Zeit verbringt © Getty
U wie unermüdlich, Vettel ist abends meist der Letzte im Fahrerlager, diskutiert lange mit seinen Ingenieuren © Getty
V wie Vettel-Finger, sein Markenzeichen, und als blaue Schaumstoffversion Standardausrüstung eines echten Vettel-Fans © Getty
W wie Wille, mit dem Vettel im vorigen Jahr in letzter Minute doch noch seinen ersten Titel geholt hatte © Getty
X wie x-beliebig, genau das, was Vettel nicht ist © Getty
Y wie youngest, englisch, steht für Vettels Rekorde, die er als jüngster Fahrer der Formel-1-Geschichte holte © Getty
Z wie Ziel, für Vettel immer gleich: beim nächsten Rennen das Optimum herausholen © Getty

Quelle: tz

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