"Ein Lenkrad wie im Raumschiff"

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Viele viele Knöpfe: das Silberpfeil-Lenkrad 2011

Budapest - Gegenüber der tz erklärt Mercedes-Pilot Nico Rosberg, wie kompliziert sein Lenkrad im Vergleich zu dem seines Vaters ist.

Einen Formel-1-Boliden zu lenken, scheint gar nicht so einfach zu sein. Früher sahen die Lenkräder noch aus wie ein Lenkrad eben aussieht – rund, schlicht und ohne viel Schnickschnack, vergleichbar mit dem eines Autoscooters. Während sein Vater Keke (F1-Weltmeister 1982) im Prinzip nur lenken musste wie einst Ben Hur, bedient Nico Rosberg (26) am Steuer seines Silberpfeils heutzutage einen kleinen Computer der aussieht wie eine Spielkonsole. Gegenüber der tz erklärt der Mercedes-Pilot, wie kompliziert sein Lenkrad im Vergleich zu dem seines Vaters ist. Eine ironische Bemerkung kann sich Rosberg nicht verkneifen, als er das Lenkrad seines Vaters von 1983 begutachtet.

Rosberg: „Mensch, da war ja sogar ein Knopf dran. Mein Vater hat mir gesagt, dass es damals noch keinen Funk gab. Dann muss das wohl der Trinkknopf gewesen sein.“ 28 Jahre liegen zwischen den beiden Formel-1-Steuerrädern. In dem Jahr, als sein Vater an dem Lenkrad kurbelte, war Rosberg Junior noch nicht einmal geboren. Daher erklärt sich auch der große Unterschied. Früher ein purer Lenker, heute zählt es als Hightech-Gerät.

„Mittlerweile ähnelt mein Lenkrad eher dem Steuerpult eines Raumschiffs“, sagt Rosberg schmunzelnd. Trotz der vielen verschiedenfarbigen Knöpfe behält Rosberg auf der Strecke immer den Durchblick: „Obwohl unsere Lenker so viele Knöpfe haben, kann ich immer noch alles bedienen, ohne abgelenkt zu werden, selbst bei Höchstgeschwindigkeit.”

Bei genauerer Betrachtung wird klar: Neben der Elektrik ist auch das Material sehr fortschrittlich. Das Mercedes-Lenkrad besteht überwiegend aus Karbon, die Griffe sind mit Gummi oder Alcantara-Leder ummantelt. Auch die Servolenkung bringt im Vergleich zu früher viele Vorteile. Rosberg: „Die Lenkräder und der Lenkweg konnten dadurch verkleinert werden. Die Griffe sind so gemacht, dass die Hände nicht rutschen.“ Papa Keke findet das Knopf-Chaos seines Sohnes gar nicht prickelnd: „Wenn ich sehe, wie viele Knöpfe Nicos Lenkrad hat, weiß ich nicht, ob ich überhaupt noch Lust hätte, Formel 1 zu fahren.“

rb

Quelle: tz

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