F1-Piloten: Unsere Erinnerungen an den Ring

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Nick Heidfeld, Michael Schumacher, Sebastian Vettel (v.l.) und drei weitere Deutsche steigen am Nürburgring in ihre Autos

Nürburg - Vor dem Rennen am Nürburgring erläutern die deutschen Formel-1-Piloten ihre Beziehung zu der Strecke - und verraten ihre schönsten und schlimmsten Erinnerungen.

Michael Schumacher

Schönste Erinnerung: Oh, da gibt es einige… 1995 zum Beispiel, als ich meinen ersten Sieg dort feierte. Es ist einfach so, dass man die Rennen im eigenen Land noch verzweifelter gewinnen möchte.

Schlimmste Erinnerung: Habe ich verdrängt. Das ist das Gute bei den vielen Rennen dort: man ist so voller Eindrücke, dass die guten die schlechten überdecken.

Sebastian Vettel

Schönste Erinnerung: Ich bin schon mit dem Go-Kart über die Nordschleife gefahren. Von 2003 bis 2007 war ich jedes Jahr am Ring und habe dort auch viele Rennen gewonnen: Von der Formel BMW, der Formel 3 Euro Serie bis zu der Renault World Series.

Schlimmste Erinnerung: Ich fuhr mit dem Pkw um die Nordschleife, habe die Bremsen allerdings total unterschätzt und sie überhitzen lassen. Als ich nach einer halben Runde in der Region Ex-Mühle auf die Bremse trat und das Auto nicht verzögerte, habe ich versucht, mit dem Motor runterzubremsen. Ich habe Glück gehabt, dass ich früh genug gebremst habe, ansonsten wäre es in die Hose gegangen. Der Schreck saß mir für einige Sekunden in den Gliedern.

Nico Rosberg

Schönste Erinnerung: Mein Formel-BMW-Sieg war etwas ganz Besonderes, weil es wichtig war, die Leute im F1-Fahrerlager zu beeindrucken. Und das hat geklappt!

Schlimmste Erinnerung: Abzufliegen im Monsunregen kurz nach dem Start zum Rennen 2007. Es war verrückt, wie viel Wasser auf der Strecke stand. Ich hatte die falschen Reifen – Aquaplaning.

Adrian Sutil

Schönste Erinnerung: Am Ring habe ich 2005 meinen ersten Sieg in einem Formel-3-Rennen gefeiert. Die Atmosphäre dort ist ganz besonders.

Schlimmste Erinnerung: Mein erstes Formel-1-Rennen am Ring 2007 war grausam. Während mein Teamkollege Markus Winkelhock damals das Rennen anführte, habe ich meine Chance im Regen verpasst. Es stand so viel Wasser in der ersten Kurve, dass ich abgeflogen bin.

Nick Heidfeld

Schönste Erinnerung: Ich bin in Mönchengladbach aufgewachsen. Entsprechend habe ich viel Zeit am Ring verbracht. Bei meinem Vater auf’m Schoß bin ich oft über die Nordschleife gefahren, dort habe ich auch mit drei Jahren Fahrradfahren gelernt. Mein schönstes Renn-erlebnis hatte ich, als ich 1997 in der Formel 3 den Meistertitel gewonnen habe.

Schlimmste Erinnerung: Das war in der Formel 3000 als ich den Titel 1998 gegen Juan Pablo Montoya verloren habe. Ich hätte eigentlich auf der Poleposition gestanden und wäre mit einem Rennsieg Meister geworden. Aber weil mein Team falschen Sprit verwendet hat, wurde ich nach ganz hinten versetzt.

Timo Glock

Schönste Erinnerung: 2007 habe ich das GP2-Rennen gewonnen. Das war sehr wichtig, weil wir die Punkte unbedingt brauchten, um die Meisterschaft zu holen.

Schlimmste Erinnerung: Auch in der GP2, und zwar 2006. Das Rennen war einfach nur schlecht und ich kämpfte im Mittelfeld. Ich konnte die Autos vor mir einfach nicht überholen. Schrecklich!

Ralf Bach

Quelle: tz

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