Horner bestätigt der tz Gespräche

Kauft sich Alonso für Red Bull frei?

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Fernando Alonso

Budapest - Es ist die heißeste Transfergeschichte des F1-Sommers! Fernando Alonso will offenbar zu Red Bull, er will tatsächlich in Sebastian Vettels Team – und zwar schon 2014, obwohl er dann noch einen laufenden Ferrari-Vertrag hat.

Was ist dran an dieser Meldung? Fest steht: Der Spanier (31) hat seinen Manager Luis Garcia am Freitagnachmittag zu Red-Bull-Teamchef Christian Horner geschickt. Die Unterhaltung fand im Red-Bull-Motorhome statt. Vermittelt hat das Gespräch Spaniens Nationalheld, der ehemalige Rallye-Weltmeister Carlos Sainz.

Hintergrund: Sainz’ Sohn Carlos Sainz junior fährt in der Formel 3 im Red-Bull-Nachwuchskader. Red Bull bestätigt auf tz-Nachfrage die Verhandlungen. „Die Gespräche haben stattgefunden“, sagt Teamchef Christian Horner, „mehr wollen wir aber nicht kommentieren.“

Wichtig ist für Red Bull aber eines: Alonsos Management wäre auf Red Bull zugekommen, nicht umgekehrt. Entschieden sei noch nichts, aber wer einen Alonso im Team haben könne, der denke auf jeden Fall über eine Zusammenarbeit nach, heißt es aus Red-Bull-Kreisen.

Interessant ist: Alonso hat für nächstes Jahr einen festen Vertrag bei Ferrari. Sollten sich Alonso und Red Bull einigen, müsste sich Alonso freikaufen. Eine Entscheidung soll in den nächsten sieben Tagen fallen. Solange hat man bei Red Bull die R-Frage verschoben. Denn bis Freitag ging es für das Team von Dietrich Mateschitz nur noch darum, ob Kimi Räikkönen (Lotus) oder Red-Bull-Nachwuchspilot Daniel Ricciardo (Toro Rosso) ab 2014 Mark Webber ersetzen soll. Der Australier verlässt 2014 Red Bull und wechselt in die Le-Mans-Serie zu Porsche.

Nun also diese neue Wendung. Glaubt Alonso etwa nicht mehr daran, noch mal mit Ferrari einen Titel gewinnen zu können? Es scheint so. Besonders, da sich das Reglement 2014 drastisch ändern wird. Es gibt dann statt der aktuellen 8-Zylinder-Saugmotoren neue Antriebsaggregate mit Turboladern – eine viel kompliziertere und sensiblere Technik. Interessant ist, dass ein Fahrer wie Alonso einen Mythos wie Ferrari aufgeben will, um sich Red Bull anzuschließen. Das zeigt, wie hoch das Ansehen der Österreicher mittlerweile in der Formel-1-Szene geworden ist.

Ralf Bach

Quelle: tz

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