Sponsor hat seine Finger im Spiel

Plötzliche Änderung bei Aston Martin? Vettel-Teamchef spricht über Wechsel

Aston Martin und Sebastian Vettel starten seit diesem Jahr in der Formel 1. Ein Sponsor will das Erscheinungsbild der Boliden scheinbar grundlegend ändern.

Silverstone - Nach einer Pause von 60 Jahren geht Aston Martin seit dieser Saison wieder in der Formel 1 an den Start. Den Startplatz übernahm der britische Hersteller von Racing Point, auch die Farben tauschte man aus. So fuhr das Team nicht länger im pinken Wagen, sondern im für Aston Martin typischen Grün. Ein Sponsor ist davon jedoch nicht überzeugt und beharrt darauf, dass die Boliden ab kommendem Jahr wider in knalligem Pink erstrahlen sollen. Der Teamchef des Rückkehrer-Rennstalls zeigt sich verständnisvoll.

Formel 1: Aston-Martin-Sponsor will pinkes Design durchsetzen - „Wiedererkennungswert wäre höher“

Geldgeber BWT, ein österreichischer Wasseraufbereiter, stieß die Diskussion um die Lackierung der Aston-Martin-Wägen in Person des CEOs Andreas Weißenbacher an. „Wäre der Aston Martin pink, hätte auch Titelsponsor Cognizant mehr Freude, weil der Wiedererkennungswert viel höher wäre“, meinte dieser gegenüber Speedweek. Die wenigen pinken Flächen auf dem aktuellen Auto sind offenbar zu wenig für Weißenbacher.

Der Chef des finanzstarken Sponsors erkennt zwar einen historischen Kontext des sogenannten British Racing Green, dennoch kritisiert er die Farbauswahl. Es sei geschäftlich gesehen „falsch“ gewesen, die Farbe zur neuen Saison zu wechseln. „Der Aston Martin fällt im TV nicht auf“, so Weißenbachers Kritikpunkt. Er „verhandle nicht mit anderen Teams“, trotzdem sei es seine „größte Enttäuschung, dass ich bis dato Lawrence Stroll nicht davon überzeugen konnte, den Aston Martin pink zu machen“. Hierbei spiele kein Egoismus mit ein, ein pinker Bolide würde lediglich mehr auffallen und „wesentlich mehr Werbeeffekt“ bringen.

Formel 1: Aston-Martin-Teamchef bringt Verständnis auf - Sebastian Vettel hat eigenen Deal mit BWT

Otmar Szafnauer, Teamchef der Briten, sieht hingegen keinen Grund, die Farbe der Wagen zu ändern. „Wir verwenden den Namen Aston Martin, und Aston Martin ist traditionell grün. (...) Ich würde meinen, dass wir grün bleiben. Ferrari ist rot, und Aston Martin ist grün“, sagte der 56-Jährige. Doch er zeigte sich auch Verständnis für die Argumente des BWT-Chefs. Man müsse „vielleicht daran arbeiten, dass die Farbe im TV noch ein bisschen mehr ins Auge sticht, ohne diesen besonderen Grüneffekt zu verlieren“.

Während sich Weißenbacher an Aston Martins Großinvestor Lawrence Stroll die Zähne ausbeißt, scheint Pilot Sebastian Vettel nicht abgeneigt von der Farbe zu sein. Seit diesem Jahr ist BWT der Helmsponsor des viermaligen Weltmeisters. Auch bei den beiden Österreich-GPs konnte sich BWT als Titelsponsor präsentieren. Ein pinkes Aston-Martin-Team wird es in näherer Zukunft allerdings wohl nicht geben. (ajr)

Rubriklistenbild: © Motorsport Images/imago-images

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