Alle Teams und Punkte 

Formel 1: Die Konstrukteurswertung im Überblick

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Formel 1: Testfahrten vor der neuen Saison

Bald startet in Australien die Formel 1-Saison. In der Konstrukteurswertung geht nur um die Antwort auf eine Frage: Wer hat das schnellste Auto?

  • Am 15. März startet mit dem GP von Australien die 71. Formel-1-Saison.
  • Neben der Fahrerwertung geht es für die Teams vor allem um eine Frage: Wer hat das schnellste Auto gebaut?
  • Die Übersicht mit allen Teams und den Punkten finden Sie in der Konstrukteurswertung 2020.

München - Die Formel 1 ist nicht nur ein Wettkampf zwischen Lewis Hamilton,Sebastian Vettel und Co., sondern auch zwischen Andrew Shovlin und Jock Clear. „Wie bitte?“, werden Laien erstaunt fragen. Denn die Chefingenieure der Rennteams von Mercedes-AMG und Ferrari stehen meist nicht so im Rampenlicht wie die Fahrer.

Hinter jedem Star und vor allem hinter jedem Auto verbirgt sich jedoch ein Tross an Ingenieuren, Designern und Mechanikern, die jedes Jahr an einem neuen Boliden basteln. Diese werden dann ausgiebig getestet und mit großem Pomp enthüllt, bevor es beim ersten Rennen am 15. März beim Großen Preis von Australien ernst wird.

In der 71. Saison des größten Motorsport-Events der Welt gehen zehn Teams mit je zwei Fahrern an den Start. Wir halten Sie auf dem Laufenden, wer die Konstrukteurswertung anführt (siehe Tabelle unten).

Formel 1 Konstrukteurswertung: Der Kampf um das schnellste Auto

Die Formel 1 ist wesentlich auch ein Kampf um das schnellste Auto - beziehungsweise die schnellsten Autos: da jedes Team mit zwei Fahrern an den Start geht, müssen sich die Renner doppelt beweisen. Aus den addierten Punkten beider Wagen und Fahrer wird die Konstrukteurswertung berechnet.

Sie sagt daher - noch mehr als die individuellen Ergebnisse - etwas über die Qualität des jeweiligen Autos. Deswegen pumpen die Hersteller jedes Jahr Abermillionen von Euro in die Entwicklung des schnellsten Boliden. Schließlich will jeder Rennstall das Prestige des schnellsten Autos für sich reklamieren.

Formel 1 Konstrukteurswertung: Mercedes lässt Ferrari deutlich hinter sich

Im vergangenen Jahr konnte sich Mercedes mit dem Titel schmücken. Die Silberpfeil-Piloten Lewis Hamilton und Valtteri Bottas dominierten die Saison schon früh und belegten am Ende die Plätze eins und zwei. Damit ließ man auch in der Konstrukteurswertung Vettel-Rennstall Ferrari deutlich hinter sich.

Historisch betrachtet liegen allerdings die Italiener vorn: 16 Titel gehen auf das Konto der legendären roten Flitzer, sechs davon holte Ferrari mit Michael Schumacher. Zuletzt blieb die „Scuderia Ferrari“ aber hinter Mercedes - und damit hinter dem eigenen Anspruch - zurück. 

Der letzte Formel-1-Sieger in einem Ferrari war 2007 der Finne Kimi Raikönnen - mit einem Punkt Vorsprung vor den Silberpfeilen Lewis Hamilton und Fernando Alonso (beide 109 Punkte). 2008 gewann man auch ohne Gesamtsieger nochmals die Konstrukteurswertung. In diesem Jahr sollen Vettel und Teamkollege Charles Leclerc mit dem neuen SF 1000 wieder ganz vorne angreifen.

Geschichte der Konstrukteurswertung: Private Teams und fremde Motoren

In der Vergangenheit waren auch private Teams zu den Rennen erlaubt. Die kauften sich dann das Chassis bei einem der Konstrukteure und gestalteten den Rest nach eigenem Gutdünken. Dadurch explodierte allerdings irgendwann Zahl der Teams, sodass die privaten Teilnehmer 1981 verboten wurden.

Aber auch heute benutzt der italienische Rennstall Alpha Tauri das Fahrgestell des Red Bull Racing Teams. Alpha Tauri (vormals Torro Rosso) ist allerdings auch ein Ableger von Red Bull Racing.

Etwas anderes ist es mit den Motoren: Red Bull etwa nutzt Honda-Motoren, Alfa Romeo und Haas werden von Ferrari-Motoren angetrieben. Das ist in der Formel 1 nicht ungewöhnlich: Sogar McLaren verbaut mit Renault eine andere Marke. Der Motorenhersteller wird dabei oft als Namenszusatz geführt.

Formel 1 Konstrukteure: McLaren-Mercedes und seine neuen Silberpfeile

In den 1990er-Jahren und den frühen Zweitausendern gab es sogar eine extrem erfolgreiche Partnerschaft zwischen McLaren und Mercedes. Der Finne Mika Häkkinen errang im McLaren-Mercedes zwei WM-Titel, jahrelang waren die „Silberpfeile“ die große Konkurrenz zu Ferrari mit Michael Schumacher.

Auch der amtierende Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton wurde bei McLaren-Mercedes groß. Kurz nach der Trennung der beiden Motorsport-Riesen entschied er sich für Mercedes, für die der Brite noch heute fährt. 

Formel 1 Konstrukteurswertung: Lewis Hamilton erneut Favorit für WM-Titel

Als zweiter Fahrer startet erneut Valtteri Bottas für Mercedes. Mit den beiden Piloten im neuen W11 gilt Mercedes erneut als Favorit für die Konstrukteurswertung. Um die Teilnahme von Mercedes im nächsten Jahr ranken sich allerdings Gerüchte.

Sebastian Vettel erteilte allen Gerüchten eine Absage: Der Deutsche bleibt Ferrari treu. Um den Titel „Fahrer Nummer eins“ eins bei den Italienern muss er sich allerdings mit Teamkollege Charles Leclerc streiten.

Mercedes auf der Erfolgsspur, Vettel nur noch die Nummer zwei bei Ferrari

Daneben sollte man noch das österreichische Team Red-Bull auf dem Zettel haben, die mit dem letztjährigen Drittplatzierten Max Verstappen und Alexander Albon um die Pole-Position kämpfen.

Eines der erfolgreichsten und traditionsreichsten Teams ist außerdem Williams, das neben Ferrari und McLaren als einzige ununterbrochen mit von der Partie ist. In der vergangenen Saison erreichte das von Mercedes motorisierte Team aber nur ein mageres Pünktchen - letzter Platz in der Konstrukteurswertung!

Ebenfalls sehr erfolgreich in der Vergangenheit warRenault - unter anderem während seiner Kooperation mit Williams. Mit Fernando Alonso erlebte die Partnerschaft in den 2010ern einen zweiten Frühling. 2019 fuhren die Franzosen allerdings meist eher im Mittelfeld.

Zuletzt bleibt noch Racing Point zu erwähnen. Der Newcomer von 2018 beerbte den insolventen Rennstall Force India. Am Ende beider bisherigen Rennverläufe stand der respektable siebte Platz in der Konstrukteurswertung.

Formel 1: Die Konstrukteurswertung in der Übersicht  

Pos.

Konstrukteur

Punkte

1.

Mercedes-AMG Petronas Formula One Team

0

2.

Scuderia Ferrari Mission Winnow

0

3.

Aston Martin Red Bull Racing

0

4

McLaren F1 Team

0

5

Renault F1 Team

0

6.

Scuderia Alpha Tauri Honda

0

7.

Racing Point F1 Team

0

8.

Alfa Romeo Racing Orlen

0

9.

Haas F1 Team

0

10.

ROKiT Williams Racing

0

Eigentlich sollte auch ein Großer Preis von China ausgetragen werden. Die FIA hat dieses Rennen wegen des Coronavirus aber bereits abgesagt.

pks

Quelle: tz

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