Stotterstart in neue Saison

Formel 1: Ex-Pilot wettert gegen Vettel-Team Aston Martin - und sieht gnadenlosen Mercedes-Zusammenhang

Sebastian Vettel
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Fuhr auch in Barcelona in seinem Aston Martin wieder hinterher: Sebastian Vettel.

Sebastian Vettel legt einen schlechten Saisonstart bei Aston Martin hin. Formel-1-Experte Marc Surer übt Kritik an der Entwicklung vom Auto.

Barcelona - Sebastian Vettel erlebt schwere Zeiten in der Formel 1. Nach seinem Wechsel von Ferrari zu Aston Martin zur neuen Saison sollte eigentlich alles besser werden. Doch auch im neuen Auto kann der Ex-Weltmeister nicht an frühere Erfolge anknüpfen - im Gegenteil. (Mit unserem brandneuen, kostenlosen Formel-1-Newsletter sind Sie stets top informiert.)

Vettel blieb in den ersten vier Saisonrennen beim neuen Team ohne Punkt. Der Heppenheimer wartet mittlerweile seit sieben Grand Prix auf etwas Zählbares - noch nie erlebte der 33-Jährige eine so lange Durststrecke. In den letzten beiden Rennen landete Vettel auf Platz 13. Wird die Unglückszahl nun zu seinem Schicksal? Möglicherweise hat Vettel mit Aston Martin auf das falsche Pferd gesetzt. Der anerkannte Motorsport-Experte Marc Surer hält dagegen.

Formel-1-Experte Marc Surer kritisiert Vettel-Team Aston Martin: „Auto verschlimmbessert“

„Er hat sicherlich alles richtig gemacht. Das Problem ist die Historie des Teams. Die haben immer nur mittelmäßige Autos gebaut. Und letztes Jahr hatten sie plötzlich ein Top-Auto. Er dachte, da springe ich auf. Aber sie hatten eine 100-prozentige Mercedes-Kopie“, erklärt der ehemalige Rennfahrer bei Sport1. Nach den Regeländerungen hätten sie nun etwas Eigenes entwickeln müssen und das Auto „verschlimmbessert“, so der 69-Jährige. „Er hat wahrscheinlich gedacht, da komme ich weiter, weil Mercedes da irgendwie drinsteckt.“

Vettels Ziel mit Aston Martin war vor der Saison der dritte Platz in der Konstrukteurs-Wertung. Nach nur fünf Punkten von Teamkollege Lance Stroll beträgt der Rückstand auf McLaren bereits stattliche 60 Zähler. „Es ist schwierig, ein Ziel abzustecken. Aber Rang drei ist außer Reichweite“, gesteht Vettel ein. „Wir tun uns schwer, einen Schritt nach vorn zu machen, aber wir haben ja noch ein paar Rennen.“ Das klingt eher nach Durchhalteparolen.

Auto wurde verschlimmbessert

Marc Surer über Aston Martin

Formel-1-Experte Marc Surer sieht „rosige Zukunft“ für Vettel und Aston Martin

Surer hatte Vettel vor der Saison drei bis vier Rennen gegeben, um sich beim neuen Team zurechtzufinden, danach müsse er liefern. Der frühere Formel-1-Pilot hat aber auch eine Erklärung für Vettels schleppenden Start. „Alle tun sich schwer. Das liegt an den fehlenden Testfahrten. Außerdem fehlt die Zusammenarbeit mit dem Teamingenieur. Die müssen sich erst finden. Dieses Zusammenspiel braucht länger, als ich dachte“, analysiert Surer.

Dennoch glaubt Surer an einen baldigen Aufwärtstrend für Vettel, schon beim nächsten Grand Prix in Monaco sei Besserung in Sicht. „Monaco ist ein Rennen für sich. Da muss das Auto passen. Vettel hat gesagt, er fühlt sich etwas wohler im Auto. Das könnte ein gutes Zeichen sein für Monaco“, sagt Surer. Auch für Aston Martin erwartet er ein besseres Abschneiden. „Sie werden aus dem Tief herauskommen. Die Zukunft sieht rosig aus. Sie haben neue Leute eingestellt. Das Niveau wird steigen in diesem Team.“ Ob es tatsächlich so kommt, bleibt abzuwarten. Beim letzten Rennen in Barcelona hatte Vettel sogar in einem Vergleich gegen Neuling Mick Schumacher das Nachsehen. (ck)

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