Kuriose These zu Ferrari-Piloten

Irre Verschwörungstheorie in der Formel 1: Vettel mit Klarstellung - „Muss glauben, dass es Unsinn ist“

Sebastian Vettel mit unzufriedenem Gesichtsausdruck im Ferrari-Overall.
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Sebastian Vettel wird seine Runden demnächst im Aston Martin drehen.

Ist Charles Leclerc schneller als Sebastian Vettel, weil die beiden Ferrari-Piloten in unterschiedlichen Autos sitzen? Diese Verschwörungstherorie sprach der Teamchef nun ganz offiziell an.

  • Sebastian Vettels letztes Jahr bei Ferrari läuft nicht rund.
  • Der ehemalige Weltmeister bleibt oftmals hinter Teamkollege Charles Leclerc zurück.
  • Eine Theorie, dass die beiden Autos nicht baugleich seien, wies Ferrari nun zurück.

Update vom 31. Oktober, 14.15 Uhr: Beim Großen Preis der Algarve landete Sebastian Vettel auf Platz zehn, sein Teamkollege Charles Leclerc beendete das Rennen auf dem vierten Rang. Der 33-Jährige gab im Nachgang an, es sei „offensichtlich“, dass „das andere Auto deutlich schneller“ sei. „Ich muss glauben, dass wir das gleiche Auto haben, und ich vertraue den Leuten in meiner Garage“, meinte der Heppenheimer. Dies heizte die Gerüchte an, die beiden Rennwägen der Ferrari-Fahrer seinen nicht identisch, was Teamchef Mattia Binotto prompt dementierte (siehe Erstmeldung).

Nun meldete sich Vettel vor dem Training in Imola erneut zu Wort. „Ich gehe auch davon aus, das fasst die Situation gut zusammen“, so der Deutsche auf die Frage, ob er Binotto beipflichte. „Ich fahre das Auto so, wie ich in meiner gesamten Karriere gefahren bin. Ich versuche alles, um so schnell wie möglich zu sein“, stellte der Hesse vor dem Großen Preis von San Marino klar, wie formel1.de berichtet.

Formel 1: Vettel äußert sich erneut zu Gerüchten - „Gefühl im Auto stimmt nicht“

Er könne derzeit nicht gleich viel Potenzial aus seinem SF1000 abrufen wie Charles Leclerc in seinem, dennoch versuche er „natürlich mit den Ingenieuren, das zu verstehen und daran zu arbeiten“. Er sei in seiner bisherigen Karriere „immer fähig dazu“ gewesen, „das Maximum aus einem Auto rauszuholen“. Doch in der laufenden Formel-1-Saison habe er „keine andere Wahl, außer an mir und am Auto zu arbeiten. Ich glaube nicht, dass es daran liegt, wie das Auto sich verhält. Man muss sich immer anpassen“, so der vierfache Weltmeister.

Gegenüber RTL meinte Vettel: „In diesem Jahr fehlt etwas. Das Gefühl im Auto stimmt nicht.“ Zudem stellte er klar, dass er nicht glaube, Leclerc bekomme mehr Unterstützung vom Rennstall. „Ich muss davon ausgehen und glauben, dass dies Unsinn ist“, so der kommende Aston-Martin-Pilot gegenüber dem Privatsender. „Ich vertraue meinem Team und würde ihnen niemals vorwerfen, dass sie etwas absichtlich tun“, betonte er abschließend.

Nach dem Rennen in Portugal steht Charles Leclerc mit 75 Punkten auf Platz fünf der Fahrerwertung, während bei Vettel mit 18 Zählern und Platz 13 noch viel Luft nach oben ist.

Ferrari-Teamchef stellt klar: Boliden von Vettel und Leclerc sind „identisch“

Erstmeldung vom 27. Oktober:
München - Wilde Verschwörungstheorie in der Formel 1: Es gab Spekulationen, ob die SF1000-Autos der beiden Piloten Sebastian Vettel und Charles Leclerc nicht baugleich sein könnten. Der Rennstall sah sich nun dazu genötigt, ein für allemal klar zu stellen: Dem ist nicht der Fall.

„Die Autos von Seb und Charles sind zweifellos identisch“, erklärte Teamchef Mattia Binotto gegenüber Sky Italia. Vettel selbst hatte die Spekulationen angeheizt, als er sich im Training beim Großen Preis von Portugal an Leclercs Zeit aufgerieben hatte: „Das ist alles, was im Auto steckt. Zumindest in diesem Auto“, gab er im Boxenfunk zu Protokoll.

Nach dem Rennen an der Algarve gab Vettel an, dass es „offensichtlich“ sei, dass „das andere Auto deutlich schneller“ sei. Vettel sprach vom Boliden, meinte aber wohl schlicht seinen Teamkollegen. Und, nochmal Vettel: „Ich muss glauben, dass wir das gleiche Auto haben, und ich vertraue den Leuten in meiner Garage.“

Weiter der Deutsche: „Die Stoppuhr ist das eine. Das andere ist mein Gefühl. Ich habe echt Schwierigkeiten damit, gute Runden zusammenzukriegen, konstant zu sein und den Grip zu spüren, den Charles offensichtlich spürt. Ich arbeite dran. Mir bleibt eh nichts anderes übrig als harte Arbeit, um mich da wieder rauszuziehen.“

Ferrari: Leclerc interessieren die Spekulationen nicht

Der Frust bei Vettel ist deutlich aus den Zeilen herauszulesen: „Irgendein Idiot kommt vielleicht nie dahinter, aber ob ich vielleicht ein kompletter Idiot bin? Das wage ich zu bezweifeln. Irgendwann sollte man ja auch Glück haben und die Kurve treffen.“

Von Leclerc dagegen kommen keine Giftpfeile zurück. „Ich fühle mich wohl im Auto. Wir haben ein paar Updates gebracht, und die scheinen in die Richtung meines Fahrstils zu gehen. Das hilft mir.“

Leclerc weiter: „Ich versuche, mich von Rennen zu Rennen zu steigern. Und das geht gerade ganz gut. Ich schaue nur auf mich“, sagt der Monegasse. Täte Vettel und etwaigen Verschwörungstheoretikern vielleicht auch ganz gut. Beim nächsten Rennen in Italien bekommt Vettel eine neue Chance.

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