Formel-1-Saison 2019

Vettels neuer Ferrari ist da! Vorteil gegenüber Mercedes dank dieser Innovation?

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Ferraris Formel-1-Bolide 2019: der „SF90“.

Die Scuderia Ferrari hat ihr neues Auto für die Formel-1-Saison 2019 präsentiert. Hat Sebastian Vettel dank einer Innovation einen Vorteil gegenüber Mercedes?

Maranello - Mercedes und Red Bull haben vorgelegt, nun zog Ferrari nach. Am Freitag präsentierte die Scuderia ihren neuen Formel-1-Boliden für die Saison 2019. Mit seinem künftigen Dienstwagen will Sebastian Vettel im fünften Jahr bei Ferrari endlich zum ersten Mal mit dem italienischen Traditionsrennstall Weltmeister werden.

Der Blick auf die lange und erfolgreiche Motorsport-Karriere von Michael Schumacher soll dabei als gutes Omen gelten: Der heute 50-Jährige holte auch erst im fünften Versuch im Auto mit dem springenden Pferd den Titel. Es war damals sein insgesamt dritter. Vier weitere sollten noch folgen (2001, 2002, 2003, 2004).

Scuderia Ferrari: Neuer Teamchef, neue Fahrer-Paarung

In diesem Jahr ist bei der Scuderia Ferrari einiges neu. Nach der letzten Saison, in der die Italiener des Öfteren leichtfertig Punkte liegen gelassen haben, hat sich das Team neu aufgestellt. Teamchef ist nun der Schweizer Mattia Binotto, der den glücklosen Maurizio Arrivabene ablöste. Zuvor war der 49-Jährige Technikdirektor bei Ferrari. Schon in den Glanzzeiten von Michael Schumacher diente Binotto als Motoringenieur. Er gilt als ruhiger Zeitgenosse, der auch unter Druck Führungsstärke zeigt.

Der viermalige Weltmeister Sebastian Vettel muss sich 2019 nicht nur an seinen neuen Vorgesetzten gewöhnen. Der Heppenheimer bekommt nämlich auch einen neuen Teamkollegen - die entspannte Zeit mit Kumpel Kimi Räikkönen ist vorbei. Künftig sitzt der Monegasse Charles Leclerc im zweiten roten Renner. Der 21-Jährige fuhr im vergangenen Jahr noch für Sauber.

Ferrari präsentiert neues Formel-1-Auto: Endet die lange Durststrecke?

Mit der Vorstellung der neuen „roten Göttin“ soll die nächste Erfolgsära Ferraris beginnen. 2007 durfte die erfolgsverwöhnte Truppe aus Maranello (Region Emilia-Romagna) zum bislang letzten Mal einen Formel-1-Titel bejubeln. Damals wurde der Finne Kimi Räikkönen im letzten Saisonrennen in Brasilien Weltmeister.

Die lange Durststrecke soll nun enden. Ferrari wagt 2019 einen neuen Versuch mit dem Auto, das die interne Projektnummer 670 trägt. Den genauen Namen gab die Scuderia bei der Präsentation am Freitag, 15. Februar um 10.45 Uhr (live auf ferrari.com und Sky Sport News HD), bekannt. Er lautet „SF90“ und erinnert an die Gründung der Scuderia Ferrari vor 90 Jahren durch Enzo Ferrari.

Spätestens zum ersten WM-Lauf im März in Australien wird Sebastian Vettel dann auch wieder einen passenden Frauennamen für seinen Wagen gefunden haben. In den letzten Jahren taufte er seine Boliden auf die Namen Eva (2015), Margherita (2016), Gina (2017) und Loria (2018).

Vettel bei der Ferrari-Präsentation: „Ich bin extrem aufgeregt“

„Ich bin extrem aufgeregt, ich sehe das Auto zum ersten Mal komplett zusammengebaut“, sagte Vettel bei der Enthüllung des in mattem Rot gehaltenen „SF90“. „Leider bin ich nicht richtig angezogen und kann nicht einfach reinspringen und losfahren. Ich kann es kaum erwarten.“ Vettel und Leclerc trugen beide einen schwarzen Anzug mit einem Ferrari-Wappen.

Ferraris F1-Bolide 2019: Bringt Innovation am „SF90“ einen Vorteil gegenüber Mercedes?

Ferraris neuer Renner hat Mitte Januar bereits den Crashtest des Sportverbandes FIA (Fédération Internationale de l’Automobile) bestanden. Die ersten Leistungsdaten aus dem Windtunnel und dem Simulator sollen positiv gewesen sein. Angeblich wurden für das Chassis erstmals nicht ausschließlich Carbonteile, sondern auch Elemente aus dem 3D-Drucker verbaut.

Die Jungfernfahrt ist für Freitag (15. Februar) aus der Hausstrecke in Fiorano geplant. Am Montag beginnt dann die erste Kraftprobe bei den Tests in Barcelona. Der Start der Formel-1-Saison 2019 ist am 17. März im australischen Melbourne.

Können Sebastian Vettel und Charles Leclerc mit der roten Göttin Titelverteidiger Mercedes von der Spitze der Formel 1 verdrängen? Mit dem neuen Silberpfeil wird der deutsche Autobauer versuchen, den WM-Rivalen weiter auf Distanz zu halten.

Übrigens: 2019 bekommt RTL Konkurrenz bei der Ausstrahlung der Formel-1-Grand-Prix. Die Königsklasse des Motorsports wird künftig bei einem weiteren Sender gezeigt.

Video: Wird Sebastian Vettel noch einmal F1-Weltmeister?

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sk/dpa/SID

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