Furcht vor "Kannibale" - Schumi gegen junge Wilde

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Michael Schumacher will es noch einmal wissen

Hamburg - Nach dem ersten Riesenrummel brauste Michael Schumacher zum Weihnachtsurlaub mit Familie in den Schnee, die Formel 1 sehnt aber schon den bevorstehenden Kampf der Generationen auf dem Asphalt herbei.

“Das wird keine leichte Aufgabe. Da muss man sich schon mächtig anstrengen“, meinte Schumacher, dessen Bruder Ralf ebenfalls ein Angebot für eine Rückkehr gehabt, aber abgelehnt haben soll. Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug sieht für den bald 41- jährigen Schumacher im Duell mit teilweise fast halb so alten Rivalen keinen Nachteil. “Die Formel 1 ist kein Zehnkampf, sie ist ein Tausendkampf - und Michael hat all jene Faktoren, die man braucht, um erfolgreich zu sein“, sagte der Schwabe im Interview der Deutschen Presse-Agentur dpa und kündigte die Vorstellung des neuen Teams mit Superstar Schumacher für Januar an.

Angst vor Kratzern im Image-Lack hat Schumacher nicht. “Was auch immer dabei rauskommt, ich sehe es positiv. Wenn es dann vielleicht anders laufen sollte, dann muss man das auch hinnehmen.“ Dass die Konkurrenz doppelt motiviert sein dürfte, steht außer Frage. Jedes erfolgreiche Überholmanöver gegen “Schumi“, den siebenmaligen Weltmeister, wird ein Prestigeerfolg sein.

Formel-1-Geschäftsführer Bernie Ecclestone schwärmte bereits von einer “atemberaubenden“ Saison. “Michael Schumacher bedeutet für die Fahrer von Red Bull, McLaren und Ferrari eine besondere Motivation. Das Denkmal zu stürzen - dass sie dazu überhaupt die Gelegenheit bekommen würden -, haben die jungen Piloten doch nie erwartet“, schrieb Ex-Weltmeister Niki Lauda in der “Welt am Sonntag“.

Schenken wird dem reaktivierten “Formel-1-Rentner“ auf der Strecke keiner etwas. Das machte trotz Werbens um Verständnis in einem Offenen Brief an die Tifosi auch Ferrari deutlich. “Wir werden alles geben, um ihn wie alle anderen zu schlagen“, sagte ein Sprecher. Die italienischen Zeitungen formulierten es mitunter noch etwas drastischer. “Eiszeit in Maranello. Der Kannibale ist wieder da“, befand “La Gazzetta di Modena“. Für “Il Manifesto“ ist es “ein Comeback, das stinkt“. Die Furcht vor einer Niederlage gegen Schumacher, in dessen Herz “ein großes Stück Ferrari“ bleiben wird, ist groß. “Sollte Schumacher gegen Ferrari gewinnen, wäre es ein nationales Drama“, meinte “La Gazzetta dello Sport“.

Schumis Karriere in Bildern

Strecke

Dass “Schumi“ an seine einzigartige Karriere mit sieben WM-Titeln und 91 Siegen in 250 Grand Prix anschließen kann, davon ist auch er selbst mehr als überzeugt. “Jeder traut es mir zu und ich mir am allermeisten“, sagte Schumacher. In der Formel 1 zähle “nicht nur Jugend und Kraft wie beim 100 Meter-Sprint, sondern Erfahrung, Cleverness, Ausdauer, technischer Durchblick, Rennwitz“, betonte Haug. “Ich glaube nicht, dass viele seiner künftigen Rivalen annehmen, sie hätten Michael fitnesstechnisch im Sack“, meinte der Mercedes-Mann. “Warum sollte der um drei Jahre ältere Michael das nicht können - vorausgesetzt natürlich, wir bauen ihm ein Auto, das dazu in der Lage ist?“ Zumal der letzte Weltmeister in einem Mercedes-Werksteam, Juan Manuel Fangio, bei seinem Silberpfeil- Triumph 1955 auch schon 44 Jahre alt war.

Für Haug hätte das Jahr nicht glanzvoller enden können. Im Kreise der Familie feierte er Weihnachten, nachdem sich die Silbernen vor dem Schumacher-Coup auch schon das malaysische Öl- und Gasunternehmen Petronas als neuen Hauptsponsor geschnappt hatten. In Nico Rosberg und Schumacher schickt das Werksteam zudem erstmals zwei deutsche Piloten in der Formel-1-Geschichte an den Start.

Haug verteidigte erneut auch die Verpflichtung Schumachers, der nach Medienberichten sieben Millionen Euro pro Jahr bekommen soll. “Noch haben wir gar nichts bezahlt, der Vertrag beginnt im neuen Jahr“, betonte Haug. Der mediale Gegenwert weltweit betrage bereits jetzt “leicht ein Hundertfaches dessen, was Sie als Zahl nennen - die ich natürlich nicht kommentieren werde“. In den anderthalb Tagen der Comeback-Ankündigung habe man 90 Millionen TV-Kontakte gehabt, so Haug. “Das ist einmalig in der Geschichte des Sports und wird - vielleicht - erst dann überboten werden, wenn die deutsche Fußball- Nationalmannschaft nächstes Jahr in Südafrika Weltmeister werden sollte - was ich natürlich hoffe“, meinte er.

Ebenfalls keine Zweifel an den Qualitäten Schumachers hat Ecclestone. “Vergessen Sie Rennsiege - ich habe ihn auf der Rechnung für den Sieg in der Weltmeisterschaft“, sagte der 79-Jährige. “Auch ich habe vier Jahre pausiert und bin wieder Weltmeister geworden. Ich traue Schumi zu, ganz vorne mitzufahren“, meinte auch Box-Champion Vitali Klitschko in der “Bild“-Zeitung.

Volle Rückendeckung hat Schumacher durch Gattin Corinna. “Dass Michael nun wieder Formel-1-Rennen fährt, stellt zugegebenermaßen unser Familienleben sehr unerwartet auf den Kopf“, erklärte sie. Schumachers Leidenschaft für das Rennfahren sei nun mal riesig. “Ohne diese tiefe Leidenschaft wäre das alles nicht möglich gewesen; diese Leidenschaft hat ihn zu dem gemacht, der er ist“, meinte sie. “Er weiß genau, was er macht, und er weiß, dass ich immer hinter ihm stehe. Er braucht seine Herausforderungen, so ist Michael nun mal.“

Am 14. März 2010 wird die Motorsportwelt nun gebannt nach Bahrain und auf Schumacher blicken. “Ein für den Grand Prix historischer Moment“, befand Lauda angesichts des zweiten Formel-1-Lebens, in das Michael Schumacher dann durchstarte. Die Rückkehr des erfolgreichsten Piloten ist für den Österreicher, der selbst nach einer dreijährigen Pause 1982 zurückgekehrt war und zwei Jahre später den Titel geholt hatte, auch eine “Therapie für die krisengeschüttelte Formel 1“.

dpa

Boxenluder! So sexy ist die Formel 1

Heiße Grid Girls in der Formel 1

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Am Rande der Formel-1-Rennen geht es ganz schön sexy zu. Ob uniformierte Grid Girls von Veranstaltern und Sponsoren oder einzelne Boxenluder in knappen Outfits: Die Damen zeigen neben den Rennstrecken ihre heißen Profile. Klicken Sie sich hier durch die PS-Schönheiten der vergangenen Formel-1-Jahre. © dpa
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