Berger: "Alonso muss zu Red Bull!"

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Alonso mit Ferrari-Boss di Montezemolo.

München - Die Gerüchteküche kocht: Wird Fernando Alonso von Ferrari zu Red Bull wechseln und damit Teamkollege von Sebastian Vettel? Alt-Star Gerhard Berger fände das richtig gut.

Unbeteiligte Randgruppen und Formel-1-Laien bezeichneten die Story als „heiße Luft“. Insider dagegen, wie Ex-Ferrari-Pilot Gerhard Berger, nehmen die Geschichte sehr ernst. Die Rede ist von Fernandos Alonsos Annäherungsversuchen an Red Bull. Es sieht so aus, als wolle der Spanier 2014 das begehrte und vakante Cockpit neben Weltmeister Sebastian Vettel erwerben. Berger zur tz: „So wie ich das sehe, muss Alonso reagieren. Er hat den Glauben verloren, mit Ferrari noch einmal Weltmeister werden zu können. Also muss er alles versuchen, 2014 bei Red Bull zu fahren. Dieses Team mit dem genialen Chefdesigner Adrian Newey gibt ihm die Garantie, ein siegfähiges Auto zu haben.“

Berger sagt aber auch ganz klar: „Wenn Alonso einen wasserdichten Vertrag bei Ferrari bis 2016 hat, kann er alles vergessen. Aber vielleicht gibt es ja Ausstiegsklauseln, die ihm jetzt das Recht geben, sich bei Red Bull anzubieten.“ Ferrari jedenfalls nimmt die Sache ernst. Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo reagierte sofort auf die Alonso-Red-Bull-Story vom Wochenende. In einem Telefonat mit Alonso am Montag – der Spanier feierte da seinen 32. Geburtstag – erinnerte di Montezemolo Alonso heftig an die Werte, die einen Ferrari-Fahrer auszeichnen sollten. „Jeder muss einen Beitrag leisten und zum Team und seinen Mitarbeitern stehen – sowohl auf als auch neben der Strecke“, forderte Montezemolo Loyalität von seinen Mitarbeitern ein. Man müsse ruhig bleiben, Polemik vermeiden und stattdessen Demut und Entschlossenheit zeigen, um deutlich zu machen, dass man dem Team und seinen Mitgliedern die Stange halte. So wurde selten ein aktueller Fahrer vom Boss rasiert – schon gar nicht an seinem Geburtstag…

Fest steht: Alonso würde sich nicht bei Red Bull anbieten, wenn er nicht eine Chance sehen würde, aus seinem Vertrag herauszukommen. Es könnte zum Beispiel eine Klausel geben, die besagt, dass Ferrari Zweiter oder Dritter der Konstruktionswertung werden müsste, sonst könnte Alonso das Team verlassen. Im Moment ist Ferrari Dritter, aber die Tendenz bis Ende der Saison zeigt eher nach unten. Bis zum Großen Preis von Belgien am 25. August will sich Red Bull entscheiden, wer 2014 an der Seite von Sebastian Vettel fahren wird: Alonso, Kimi Räikkönen oder Red-Bull-Junior Daniel Ricciardo.

Ralf Bach

Quelle: tz

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