"Es gibt nur einen Vettel und nur einen Senna"

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Franz Tost, Teamchef bei Toro Rosso

München - Seit 2007 ist Franz Tost Teamchef bei Toro Rosso, dem „Schwesterteam“ von Red Bull, und feierte dort mit Sebastian Vettel die ersten Erfolge. Die tz sprach mit dem 55-jährigen Tiroler.

Franz Tost studierte Sportwissenschaften, war Rennfahrer und sehr guter Mittelstreckenläufer, bevor er beim Stuttgarter Sportvermarkter Willi Weber zuerst mit Michael Schumacher und später mit dessen Bruder Ralf arbeitete. Danach wurde er Logistik-Chef bei BMW in der Formel 1. Seit 2007 ist er Teamchef bei Toro Rosso, dem „Schwesterteam“ von Red Bull, und feierte dort mit Sebastian Vettel die ersten Erfolge. Tost gilt als eine der Personen, die am meisten Einfluss auf die Karriere von Weltmeister Vettel hatten. Die tz sprach mit dem 55-jährigen Tiroler.

Am Sonntag vor drei Jahren in Monza gewann Sebastian Vettel sein erstes Formel-1-Rennen mit Ihrem Toro-Rosso-Team. Vettel war da noch völlig unerfahren und gerade mal 21 Jahre alt…

Tost: Da widerspreche ich. Als Sebastian zu uns kam, hatte er schon relativ viel Erfahrung. Er war Testfahrer bei BMW-Sauber und war beim GP der USA in Indianapolis sogar schon ein Rennen gefahren. Für einen Toro-Rosso-Piloten hatte er damit schon viel Erfahrung. Das hat sich dann besonders im zweiten Jahr bemerkbar gemacht. Mit dem Höhepunkt Monza 2008, als wir das Rennen gewinnen konnten.

Feuchtfröhliche Fotos: Vettels irre Pool-Party!

Sebastian Vettel hat seinen Sieg in Monaco mit einer wilden Pool-Party gefeiert. Wir zeigen Ihnen die feuchtfröhlichen Fotos.
Sebastian Vettel hat seinen Sieg in Monaco mit einer wilden Pool-Party gefeiert. Wir zeigen Ihnen die feuchtfröhlichen Fotos. © AP
Sebastian Vettel hat seinen Sieg in Monaco mit einer wilden Pool-Party gefeiert. Wir zeigen Ihnen die feuchtfröhlichen Fotos.
Sebastian Vettel hat seinen Sieg in Monaco mit einer wilden Pool-Party gefeiert. Wir zeigen Ihnen die feuchtfröhlichen Fotos. © AP
Sebastian Vettel hat seinen Sieg in Monaco mit einer wilden Pool-Party gefeiert. Wir zeigen Ihnen die feuchtfröhlichen Fotos.
Sebastian Vettel hat seinen Sieg in Monaco mit einer wilden Pool-Party gefeiert. Wir zeigen Ihnen die feuchtfröhlichen Fotos. © AP
Sebastian Vettel hat seinen Sieg in Monaco mit einer wilden Pool-Party gefeiert. Wir zeigen Ihnen die feuchtfröhlichen Fotos.
Sebastian Vettel hat seinen Sieg in Monaco mit einer wilden Pool-Party gefeiert. Wir zeigen Ihnen die feuchtfröhlichen Fotos. © AP
Sebastian Vettel hat seinen Sieg in Monaco mit einer wilden Pool-Party gefeiert. Wir zeigen Ihnen die feuchtfröhlichen Fotos.
Sebastian Vettel hat seinen Sieg in Monaco mit einer wilden Pool-Party gefeiert. Wir zeigen Ihnen die feuchtfröhlichen Fotos. © AP
Sebastian Vettel hat seinen Sieg in Monaco mit einer wilden Pool-Party gefeiert. Wir zeigen Ihnen die feuchtfröhlichen Fotos.
Sebastian Vettel hat seinen Sieg in Monaco mit einer wilden Pool-Party gefeiert. Wir zeigen Ihnen die feuchtfröhlichen Fotos. © AP
Sebastian Vettel hat seinen Sieg in Monaco mit einer wilden Pool-Party gefeiert. Wir zeigen Ihnen die feuchtfröhlichen Fotos.
Sebastian Vettel hat seinen Sieg in Monaco mit einer wilden Pool-Party gefeiert. Wir zeigen Ihnen die feuchtfröhlichen Fotos. © AP
Sebastian Vettel hat seinen Sieg in Monaco mit einer wilden Pool-Party gefeiert. Wir zeigen Ihnen die feuchtfröhlichen Fotos.
Sebastian Vettel hat seinen Sieg in Monaco mit einer wilden Pool-Party gefeiert. Wir zeigen Ihnen die feuchtfröhlichen Fotos. © dpa
Sebastian Vettel hat seinen Sieg in Monaco mit einer wilden Pool-Party gefeiert. Wir zeigen Ihnen die feuchtfröhlichen Fotos.
Sebastian Vettel hat seinen Sieg in Monaco mit einer wilden Pool-Party gefeiert. Wir zeigen Ihnen die feuchtfröhlichen Fotos. © dpa
Sebastian Vettel hat seinen Sieg in Monaco mit einer wilden Pool-Party gefeiert. Wir zeigen Ihnen die feuchtfröhlichen Fotos.
Sebastian Vettel hat seinen Sieg in Monaco mit einer wilden Pool-Party gefeiert. Wir zeigen Ihnen die feuchtfröhlichen Fotos. © dpa
Sebastian Vettel hat seinen Sieg in Monaco mit einer wilden Pool-Party gefeiert. Wir zeigen Ihnen die feuchtfröhlichen Fotos.
Sebastian Vettel hat seinen Sieg in Monaco mit einer wilden Pool-Party gefeiert. Wir zeigen Ihnen die feuchtfröhlichen Fotos. © dpa
Sebastian Vettel hat seinen Sieg in Monaco mit einer wilden Pool-Party gefeiert. Wir zeigen Ihnen die feuchtfröhlichen Fotos.
Sebastian Vettel hat seinen Sieg in Monaco mit einer wilden Pool-Party gefeiert. Wir zeigen Ihnen die feuchtfröhlichen Fotos. © dpa
Sebastian Vettel hat seinen Sieg in Monaco mit einer wilden Pool-Party gefeiert. Wir zeigen Ihnen die feuchtfröhlichen Fotos.
Sebastian Vettel hat seinen Sieg in Monaco mit einer wilden Pool-Party gefeiert. Wir zeigen Ihnen die feuchtfröhlichen Fotos. © dpa
Sebastian Vettel hat seinen Sieg in Monaco mit einer wilden Pool-Party gefeiert. Wir zeigen Ihnen die feuchtfröhlichen Fotos.
Sebastian Vettel hat seinen Sieg in Monaco mit einer wilden Pool-Party gefeiert. Wir zeigen Ihnen die feuchtfröhlichen Fotos. © dpa
Sebastian Vettel hat seinen Sieg in Monaco mit einer wilden Pool-Party gefeiert. Wir zeigen Ihnen die feuchtfröhlichen Fotos.
Sebastian Vettel hat seinen Sieg in Monaco mit einer wilden Pool-Party gefeiert. Wir zeigen Ihnen die feuchtfröhlichen Fotos. © dpa
Sebastian Vettel hat seinen Sieg in Monaco mit einer wilden Pool-Party gefeiert. Wir zeigen Ihnen die feuchtfröhlichen Fotos.
Sebastian Vettel hat seinen Sieg in Monaco mit einer wilden Pool-Party gefeiert. Wir zeigen Ihnen die feuchtfröhlichen Fotos. © dpa
Sebastian Vettel hat seinen Sieg in Monaco mit einer wilden Pool-Party gefeiert. Wir zeigen Ihnen die feuchtfröhlichen Fotos.
Sebastian Vettel hat seinen Sieg in Monaco mit einer wilden Pool-Party gefeiert. Wir zeigen Ihnen die feuchtfröhlichen Fotos. © dpa
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Sebastian Vettel hat seinen Sieg in Monaco mit einer wilden Pool-Party gefeiert. Wir zeigen Ihnen die feuchtfröhlichen Fotos. © dpa
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Sebastian Vettel hat seinen Sieg in Monaco mit einer wilden Pool-Party gefeiert. Wir zeigen Ihnen die feuchtfröhlichen Fotos. © dpa
Sebastian Vettel hat seinen Sieg in Monaco mit einer wilden Pool-Party gefeiert. Wir zeigen Ihnen die feuchtfröhlichen Fotos.
Sebastian Vettel hat seinen Sieg in Monaco mit einer wilden Pool-Party gefeiert. Wir zeigen Ihnen die feuchtfröhlichen Fotos. © dpa
Sebastian Vettel hat seinen Sieg in Monaco mit einer wilden Pool-Party gefeiert. Wir zeigen Ihnen die feuchtfröhlichen Fotos.
Sebastian Vettel hat seinen Sieg in Monaco mit einer wilden Pool-Party gefeiert. Wir zeigen Ihnen die feuchtfröhlichen Fotos. © dpa

Sind Sie seitdem auf der Suche nach dem neuen Vettel?

Tost: Nein, weil jeder Pilot ein Individuum ist. Es gibt nur einen Senna, einen Schumacher und einen Vettel. Sebastian ist deshalb Weltmeister, weil er sich selbst entdeckt hat, seine Fähigkeiten und Eigenschaften. Wir haben ihm damals lediglich das entsprechende Umfeld gegeben.

Wie muss ein optimaler Pilot sein?

Tost: Ein Fahrer muss zuerst Leidenschaft haben. Er muss diszipliniert sein und auch innovativ sein. Ein Pilot sollte sich immer die Fragen stellen: „Was kann ich noch besser machen? Wie kann ich besser als die anderen sein?“

Hand aufs Herz: Welche beiden Piloten würden Sie am liebsten in Ihr Auto setzen?

Tost: Vettel, Alonso, Hamilton und Rosberg. Vettel ist einer der talentiertesten, der schnellsten, der intelligentesten. Er hat die Materie am vollkommensten intus. Bei Hamilton gefällt mir einfach, wie er fährt. Seine Kritiker sind mir wurscht. Ich kann ihn nur verteidigen in seinem aggressiven Fahrstil. So muss man fahren, er ist das Salz in der Suppe, auch wenn es kracht. Alonso ist der abgezockteste. Er ist schnell, kennt die politische Seite. Rosberg hat auch alles, um Weltmeisterschaften zu gewinnen – wenn er im richtigen Auto sitzt. Von den Nachwuchspiloten sehe ich Nico Hülkenberg, Paul di Resta und Romain Grosjean.

Verstehen Sie, dass man von einer „Vettel-Krise“ redete, weil er drei Rennen nicht gewonnen hat?

Tost: Natürlich nicht. Sebastian machte doch alles richtig. Am Nürburgring hat er sich zum Beispiel gedreht, das ist „Part of the Game“. Trotzdem wurde er noch Vierter und rang am Ende in der Box Massa nieder. Das war zum größten Teil sein Verdienst. Einem Spitzenfahrer gestehe ich pro Saison zwei Fehler zu, die machen alle. Vettel eher weniger. Wenn er nicht gewinnen kann, versucht er die bestmögliche Platzierung herauszuholen. Das macht er fast perfekt. Er denkt auch an die WM und wenn er die in der Tasche hat, denkt er wieder ans Raufen. So und nicht anders muss ein Weltklassepilot das machen.

Sie kennen auch Schumacher sehr gut: Würden Sie ihm bei der ganzen Kritik, die gerade auf ihn niederprasselt, raten, weiterzufahren oder nicht?

Tost: Zunächst einmal: Es geht für Michael nicht darum, ob Rosberg schneller ist als er. Michael hat sieben Titel, da musst du nichts mehr beweisen. Entscheidend für ihn ist: Macht es ihm noch Spaß? Die Frage kann nur er für sich beantworten. Die beantwortet er mit „Ja“, also ist es berechtigt, dass er weitermacht.

Kann man auch als Teamchef so denken?

Tost: Michael bringt so viel andere Vorteile, die überwiegen. Glauben Sie im Ernst, Mercedes würde ohne Schumacher so im Rampenlicht stehen? Das ist ein ganz entscheidender Faktor. Michael Schumacher zieht nach wie vor das Interesse auf sich – von daher sehe ich sein Comeback alles andere als negativ.

Interview: Ralf Bach

Quelle: tz

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