"Ich kann Seb absolut vertrauen"

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Bernie Ecclestone

Budapest - In seiner tz-Experten-Kolumne singt Formel-1-Promoter Bernie Ecclestone ein Loblied auf Sebastian Vettel und erklärt, wieso dessen Dominanz so interessant für die Zuschauer ist.

Sebastian Vettel ist jetzt in der Position, in der Michael Schumacher einmal war. Das ist gut für ihn. Sebastian ist der Beste, deshalb ist er so dominant. Das macht die Sache für die Zuschauer aber nicht langweilig, sondern so interessant. Denn jetzt will plötzlich jeder wissen, welcher Fahrer fähig ist, den Dominator Sebastian Vettel zu schlagen. Das ist ein Teil der Spannung jedes Rennens. Sebastian hat den absoluten Siegeswillen hat und im Moment alles um sich herum, was man dazu braucht. Andere wie Alonso oder Hamilton haben vielleicht auch diesen Willen, aber ihnen fehlt das Gesamtpaket, das Sebastian sich selbst geschnürt hat. Ich denke, deshalb ist Sebastian besser als alle anderen.

Er ist ein bisschen wie Jochen Rindt. Beide sind auf ihre Art Lausbuben. Es gibt zwei grundlegende Dinge: Seb hat immer die Füße am Boden, kein Erfolg der Welt würde ihn abheben lassen. Und Seb ist immer entspannt, alles geht ihm leicht von der Hand. Dazu kommt: Wie einst bei Jochen, kann ich Sebastian absolut vertrauen. Wäre ich noch Teamchef, könnte ich mit ihm einen Vertrag aushandeln, der maximal zwei Seiten umfasst. Heutzutage braucht man Fahrerverträge mit 80 Seiten. Wozu? Doch nur, weil keiner dem anderen vertraut. Heute kommen Fahrer mit Sekretärin, Manager und Psychologen an die Strecke. Das ist alles Müll.

Bernie Ecclestone

Bernie Ecclestone: Seine besten Sprüche

“Ich denke, wenn die Leute 100 werden, dann sollten sie anfangen, über die Pension nachzudenken. Ich bin da aber nicht sicher.“ (Formel-1-Chef Bernie Ecclestone) © Getty
“Wenn ich mitten in einem Grand Prix sterben würde - kein Problem! Mir wäre aber lieber, wenn es erst nach dem Zieleinlauf passiert.“ (Ecclestone über den Tod) © Getty
“Am Morgen nach meinem Tod - und die ersten zwölf Exemplare gehen ans Finanzamt.“ (Ecclestone auf die Frage, wann seine Autobiographie erscheint) © Getty
“Ich würde versuchen, eine 18-jährige Freundin zu finden.“ (Ecclestone auf die Frage, was er machen würde, wenn er noch mal 22 Jahre alt wäre) © Getty
“Ich denke, mit Demokratie bringt man den Laden nicht zum Laufen.“ (Ecclestone über sein Geschäftsprinzip) © Getty
“Ich würde auch als Blumenhändler versuchen, so gut wie möglich abzukassieren. Doch mein Herz hängt am Motorsport.“ (Ecclestone zum selben Thema) © Getty
“Wir sind nicht so etwas wie die Mafia, sondern wir sind die Mafia.“ (Ecclestone über seine langjährige Zusammenarbeit mit dem damaligen Weltverbandschef Max Mosley) © Getty
“Warum sollte ich Bodyguards nehmen? Von der einzigen Person, die mich unter Druck setzt, bin ich jetzt geschieden.“ (Ecclestone in Anspielung auf die Trennung von seiner Frau Slavica) © Getty
“Ich liebe es, nach Japan zu fliegen! Dort sind alle so groß wie ich.“ (Ecclestone vor einer Reise zum Japan-Grand-Prix) © Getty
“Bei manchen Auslaufzonen geht einem das Benzin aus, bevor man in die Streckenbegrenzung kracht.“ (Ecclestone zur verbesserten Sicherheit auf Formel-1-Strecken) © Getty
“Das einzig Gute an Olympia ist die Eröffnungs- und die Schlussfeier. Das ist eine tolle Show. Ansonsten ist es völliger Quatsch.“ (Ecclestone am Dienstag zu den Olympischen Spielen 2012 in seiner Heimatstadt London) © Getty

Quelle: tz

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