„Mister Boxengasse“

Abschied von Legende: „Boxengasse verliert eines ihrer wichtigsten Gesichter“ - Formel-1-Fans geschockt

Die Formel 1 verliert ein prägendes Gesicht. RTL-Reporter Kai Ebel hatte am Sonntag seinen letzten Einsatz in der Boxengasse.

  • Am Sonntag fand in der Formel 1 der Große Preis von Portugal statt.
  • Am Streckenrand stand zum letzten Mal Star-Reporter Kai Ebel.
  • Aufgrund der Corona-Pandemie verzichtet RTL bei den letzten fünf Rennen auf Mitarbeiter vor Ort.

Köln - Beim Großen Preis von Portugal in Portimao gewann erneut Weltmeister Lewis Hamilton im Mercedes und feierte seinen 92. Sieg in der Formel 1. Damit löste der Brite Rekord-Weltmeister Michael Schumacher mit den meisten Grand-Prix-Siegen ab und führt die WM-Wertung souverän an. Während das Rennen vor allem in der zweiten Hälfte eher unspektakulär verlief, gab es das große Highlight schon vor dem Start.

Formel 1: RTL-Reporter Kai Ebel war „Mister Boxengasse“

Eine Motorsport-Ära endet vorzeitig still und leise in Portugal. RTL-Reporter Kai Ebel stand in Portimao zum letzten Mal an der Strecke vor der Kamera und sammelte fleißig Interviews. Der 56-Jährige gehörte in den letzten 26 Jahren zum Inventar der Formel 1 und verdiente sich durch seine Auftritte den Spitznamen „Mister Boxengasse“. Obwohl noch fünf Rennen in dieser Saison ausstehen, hatte Ebel am Sonntag seinen letzten Einsatz.

Schuld ist die Corona-Pandemie, denn alle restlichen fünf Grand Prix finden in Corona-Risikogebieten statt. RTL hat sich dazu entschieden wegen des Corona-Risikos auf den Außeneinsatz seiner Mitarbeiter zu verzichten und sendet nur aus dem Studio in Köln. Für die nächste Saison verlor RTL die Rechte an der Königsklasse des Motorsports. Sky wird dann exklusiv berichten.

Sein Debüt hatte Ebel ausgerechnet beim San-Marino-GP ‚ 1994 in Imola - das Rennwochenende, bei dem zuerst der Österreicher Roland Ratzenberger und später Formel-1-Legende Ayrton Senna tödlich verunglückten. Insgesamt werden es 498 Einsätze von Ebel in der Formel 1 gewesen sein. Legendär machten ihn vor allem seine oftmals schrillen Outfits. Mit seiner ansteckend guten Laune und seinen bohrenden Fragen in den Interviews machte er sich bei den Formel-1-Fans beliebt.

Formel 1: Kai Ebel verabschiedet sich von seinen Fans

Kurz vor dem Rennstart in Portimao verabschiedete sich „Mister Boxengasse“ bereits. „Das war es jetzt, die letzte Startaufstellung für mich. Ein kurzes Winken von mir und los geht’s mit dem Großen Preis von Portugal“, sagte Ebel den TV-Zuschauern bei RTL. „Jetzt habt ihr ein bisschen mehr Ruhe“, scherzte Ebel. Und verabschiedete sich später sichtbar angefasst von seinem Publikum: „Ich habe es immer geliebt, was ich hier vor Ort gemacht habe. Ich glaube aber, ich werde es erst begreifen, wenn man mal eine Woche oder zwei oder drei Wochen Abstand hat und das Adrenalin nachlässt“, sagte Ebel nach seinem letzten F1-Einsatz. „Es war eine schöne Zeit. Danke, dass uns alle so lange die Stange gehalten haben.“ 

Ganz am Ende holte Ebel sein Team, das seine Arbeit möglich gemacht hatte, vor die Kamera. Er stellte vom Tonmann bis zum Redakteur jeden einzeln vor und bedankte sich bei ihnen. „Uns steckt hier ein Kloß im Hals“, sagte er gerührt: „Das ist unsere kleine Gruppe hier. Es hat immer viel Spaß gemacht, auch hier in Portimao.“

Viele Fans der Formel 1 waren nach dem letzten Einsatz von Ebel traurig. „Die Boxengasse der Formel 1 verliert Farbe, Stil und Charme. Sehr schade. Alles Gute für die Zukunft“, schrieb ein User auf Ebels Instagram-Account. „Die Boxengasse verliert eines ihrer wichtigsten Gesichter. Von klein auf kenne ich die Formel 1 nur mit dir. Es ist einfach nur schade. Danke für die unfassbar schöne Zeit!“, schließt sich ein anderer Follower an.

Rubriklistenbild: © Henning Kaiser/dpa

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