Einst an der Seite von Vater Michael

Formel 1: Schumacher-Freund packt aus - und macht Mick direkt eine Ansage

Ferrari Präsident Luca Di Montezemolo (Italien, li.), Sieger Michael Schumacher (Deutschland, 2.v.li.) und Teamchef Jean Todt (Frankreich / alle Ferrari) freuen sich über den ersten Saisonsieg 2006
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Luca Di Montezemolo (l.) und Michael Schumacher feierten gemeinsam viele WM-Titel.

Mick Schumacher tritt ab 2021 in die großen Formel-1-Fußstapfen seines Vaters Michael. Nun äußerte sich ein Mann, der einst glorreiche Ferrari-Zeiten erlebte.

  • Ende März startet die neue Saison in der Formel 1 - mit Mick Schumacher im Fahrerfeld
  • Der Sohn von Michael Schumacher fährt für den US-Rennstall Haas
  • Ex-Ferrari-Boss und Schumi-Freund Luca Di Montezemolo ist sicher: „Der Name ist nicht genug.“

München/Maranello - In knapp acht Wochen ist es so weit. Zumindest Stand jetzt startet am 26. März die Formel-1-Saison 2021 mit dem Großen Preis von Bahrain. Dann wird aller Voraussicht nach auch Mick Schumacher sein Debüt in der Königslasse des Motorsports geben.

Der Sohn von F1-Legende Michael Schumacher wird für das Team Haas an den Start gehen und erste, wichtige Erfahrungen in der Formel 1 sammeln. Zwar gilt Schumi Junior als großes Talent und nicht wenige Experten trauen ihm eines Tages zu, für ein Top-Team zu fahren, doch seine Klasse muss der 21-Jährige nun erst einmal unter Beweis stellen.

Formel 1: Ex-Ferrari-Boss - Mick Schumacher soll ohne Druck erste Erfahrungen sammeln

Das sieht auch einer so, der die Familie Schumacher bestens kennt. Luca Di Montezemolo war von 1991 bis 2014 der Boss bei Ferrari und feierte in diesem Zeitraum 19 WM-Titel. Mit Michael Schumacher verbindet ihn eine enge Freundschaft.

„Michael war der Superheld bei Ferrari. Er war mit großem Abstand der beste Fahrer in Ferraris Geschichte“, sagt der 73-Jährige in einem Interview mit der Sport Bild: „Er war der Mittelpunkt unserer damaligen Familie mit Jean Todt, Ross Brawn, Rory Byrne, Stefano Domenicali. Die Atmosphäre, der Geist, es war einfach fantastisch mit ihm.“

Eine Gewisse Romantik hätte es schon, wenn Mick irgendwann einmal in Rot für die Scuderia um den WM-Titel fahren würde. Allerdings hat Di Montezemolo für die Zukunft nur einen Wunsch. „Als ich hörte, dass er Formel-2-Champion wurde und bei Haas in die Formel 1 einsteigt, war mein erster Gedanke natürlich: Michael“, verrät der Italiener: „Ich kann nur hoffen, dass Michael zu Hause am Erfolg seines Sohnes teilhaben kann und es für ihn eine große Zufriedenheit ist, was sein Sohn erreicht hat.“

Trotz der Erfolge von Michael Schumacher möchte er bei dessen Sohn Mick keinen Druck aufbauen. Allerdings seien an den Namen Schumacher „automatisch Erwartungen verknüpft“, so der heutige Alitalia-Chef: „Der Name ist nicht genug, um zu gewinnen, dazu gehört mehr.“

Formel 1: Mick Schumacher? Ex-Ferrari-Boss mit Knallhart-Ansage! „Name nicht genug, um zu gewinnen“

Die Entscheidung von Schumi Junior zu Haas zu gehen, begrüßt Di Montezemolo: „Es ist gut, dass man ihn bei Haas in einem Team aus der zweiten Reihe und ohne Druck fahren lässt. Es ist wichtig, dass er dort wächst, Erfahrungen und Fortschritte macht.“

Mit diesem Weg habe man in der Vergangenheit gute Erfahrungen gemacht. „Wir haben damals mit Kimi Räikkönen und Felipe Massa bei Sauber auch bei einem kleineren Team angefangen“, erklärt Di Montezemolo: „Die Entwicklung ist ja bekannt.“

Mick Schumacher wird an der Seite von Nikita Mazepin, der vor nicht allzu langer Zeit für negative Schlagzeilen sorgte, bei Haas in der Formel 1 starten. Damit geht der US-Rennstall mit zwei Rookies an den Start. (smk)

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