Nico hat den Kürzesten…

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Silberpfeilpilot Nico Rosberg

Monte Carlo - Er hat den Kürzesten – und deshalb wird er beim Glamour-GP in Monaco eine Hauptrolle spielen. Die Rede ist von Silberpfeilpilot Nico Rosberg.

Der Mercedes hat den kürzesten Radstand von allen Top­autos. Der Nachteil auf normalen Strecken ist auf dem Stadtkurs ein Vorteil. Kürzerer Radstand bedeutet größere Wendigkeit – das ist gut im Fürstentum. Schlag nach in der Ergebnislisten vom Donnerstag: Platz drei für Rosberg, hinter Alonso und Hamilton und vor Button und Vettel. Rosberg: „Für mich ist Monaco der Heim-GP. Die Strecke ist faszinierend, weil du normalerweise nicht mit einem Formel-1-Auto durch Straßen fährst und nur drei Zentimeter Platz ist.“

Was übrigens für die Fahrer von früher noch schwerer zu realisieren war – die bestritten den GP quasi einhändig, die rechte Hand wund von tausenden Gangwechseln. Heute hat’s Rosberg einfacher: Er kann beide Hände am Lenkrad lassen, dafür sind sie anderweitig beschäftigt. Ein F-1-Lenkrad erfüllt die Aufgaben des Armaturenbretts, des Schalthebels und der Kupplung – ganz zu schweigen von den bis zu 32 weiteren Funktionen. Die Hände sind also ständig in Bewegung, so Rosberg: „Egal ob bei einem großen Lenkeinschlag für enge Kurven oder bei winzigen Korrekturen. In der Haarnadel schlagen wir das Lenkrad um mehr als 180 Grad ein.“ Die Strecke besteht aus 19 nummerierten Kurven, die Fahrer nehmen jedoch rund 130 Mal pro Runde eine wesentliche Veränderung des Lenkeinschlags vor. Dazu kommen durchschnittlich 55 Gangwechsel pro Runde, was insgesamt über 4.300 Schaltvorgänge auf der Renndistanz von 78 Runden entspricht.

Rosberg hofft aber, dass er kurz nach dem Ziel, eine Hand vom Lenkrad nehmen kann. Zum Siegergruß… Eine große Überraschung wäre es nicht.

Ralf Bach

Quelle: tz

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