Petrow, der schnelle Bezahlfahrer

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Witali Petrow

Kuala Lumpur - Es stimmt schon: Die Herren Witali Petrow (26) und Sergio Perez (21) fahren vor allem deshalb in der Formel 1, weil ihre reichen Gönner viel Geld in die jeweiligen Teams stecken. Aber es können auch Erfolge herauskommen.

P wie Petrow. P wie Perez. Und P wie Paydriver…

Es stimmt schon: Die Herren Witali Petrow (26) und Sergio Perez (21) fahren vor allem deshalb in der Formel 1, weil ihre reichen Gönner viel Geld in die jeweiligen Teams stecken. Aber – und das ist eine neue Erkenntnis: Es können auch tatsächlich Erfolge dabei rauskommen. Wo frühere Bezahlfahrer noch vor allem durch meilenweite Rückstände auffielen, sind Petrow und Perez jetzt richtig bei der Musik. Geld gibt Gas!

Am Sonntag (10 Uhr vormittags, live bei RTL und Sky) beim Großen Preis von Malaysia wollen sie wieder zeigen, was sie draufhaben – wie schon beim Saisonauftakt in Melbourne. Da war Petrow mit seinem Lotus-Renault als Dritter aufs Podium gerast – und Perez hätte im Sauber als Siebter Punkte geholt. In seinem Formel-1-Debütrennen, eine Sensation. Dass er aufgrund eines technisches Versehens am Auto disqualifiziert wurde, schmälert nicht den tollen Eindruck, den er als Fahrer hinterlassen hat.

„Vielleicht ist er ja doch besser, als ihr alle dachtet“, grinste Teamchef Peter Sauber (67) in Richtung der vielen kritischen Journalisten, die seine Fahrerwahl bemängelt hatten…

Cooler Auftritt insgesamt – genau wie bei Petrow… Der wirkte bei der Siegerpressekonferenz nach seinem Stockerl-Rennen eisgekühlt wie russischer Wodka. Die Frage, ob er den verletzten Robert Kubica (26) als Nummer-eins-Fahrer im Team ersetzen könne, beantwortete er kurz und knapp mit „Ja“. Das Selbstbewusstsein hat alle erstaunt – einschließlich ihn selbst. Er musste grinsen wie ein Schulbub, der ohne großes Lernen eine Zwei in der Mathearbeit gekriegt hat und gar nicht so recht weiß, warum eigentlich. Auf diese lockere Art hat der sonst eher verschlossene St. Petersburger in Melbourne nicht nur was für sein Punktekonto getan, sondern auch für sein Image. Das dürfte dann wiederum den Geldgeber freuen…

Petrow bekommt die Kohle aus der russischen Heimat. Perez aus Mexiko, vom Telekommunikations-Riesen Telmex. Dahinter steht übrigens kein Geringerer als Carlos Slim (71), der mit 74 Milliarden US-Dollar vom ­Forbes-Magazin als reichster Mann der Welt geführt wird.

Ralf Bach

Quelle: tz

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