Vorteil für Aston Martin

Formel 1: Sonderregel hilft Vettels neuem Team - Ferrari-Teamchef Binotto stocksauer

Sebastian Vettel hat nur noch wenige Wochen als Ferrari-Pilot vor sich.
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Sebastian Vettel hat nur noch wenige Wochen als Ferrari-Pilot vor sich.

Formel 1: Sebastian Vettels neuer Arbeitgeber Aston Martin macht sich eine Regel zunutze, was Ferrari-Teamchef Mattia Binotto als „unfair“ empfindet.

  • Sebastian Vettel wechselt zu Aston Martin, bei seinem aktuellen Arbeitgeber gibt es derzeit Zoff.
  • Das neue Team des Deutschen nutzt eine Sonderregel, um ihr Chassis auszubauen.
  • Ferrari darf dies nicht, weshalb Teamchef Binotto die Regelung als „unfair“ bezeichnet.

Heppenheim - Sebastian Vettel schließt sich zum kommenden Jahr dem neuen Team Aston Martin an, das bisher als Racing Point an den Start ging. Angesichts einer Sonderregel, die für Vettels neuen Arbeitgeber durchaus von Vorteil sein kann, ist man bei Vettels aktuellem Rennstall Ferrari alles andere als erfreut.

Formel 1: Sonderregel bringt Aston Martin Mega-Vorteil - Mit Mercedes-Heck zum Erfolg?

Dank einer Sondersituation der Regeln kann Aston Martin im nächsten Jahr auf das diesjährige Heck von Mercedes zählen, andere Formel-1-Teams können hingegen keine großen Entwicklungen erwarten. Aston Martin wird also sowohl das Getriebe, die hintere Aufhängung und andere Teile verwenden können, gegenüber einigen Konkurrenten ist das ein klarer Pluspunkt.

Die Regeln definieren exakt, welche Chassis-Teile von anderen Teams akquiriert werden dürfen und welche nicht. Insofern ist es nicht ungewöhnlich, dass sich Aston Martin einen kleinen Baustein von Mercedes einkauft. Das Ferrari-Kundenteam Haas bezieht eine Vielzahl von Teilen von Ferrari, Alpha Tauri kooperiert diesbezüglich mit Red Bull und Racing Point mit Mercedes.

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Doch eine Sache stößt bei der Scuderia unangenehm auf, denn die Chassis-Entwicklung ist faktisch eingefroren, da während der Corona-Pandemie gespart werden sollte. Normalerweise dürfen Motor und Aerodynamik verbessert werden, beim Chassis sind Verbesserungen nur eingeschränkt möglich. Das in 77 Bestandteile eingeteilte Fahrwerk darf an 40 dieser Stellen nicht modifiziert werden, die übrigen 37 Bestandteile erhalten je einen Wert von in oder zwei Token. Die Erschwernis liegt darin, dass jedes Team den Wagen nur mit zwei Token aufbessern kann.

Formel 1: Regel erlaubt wenigen Teams Aufrüstung mit 2020-Teilen - Nachteil für Ferrari?

Einer Sonderregel ist nun zu verdanken, dass Teams, die 2019er-Teile von anderen Konstrukteuren eingekauft haben, im kommenden Jahr die 2020er-Teile verwenden dürfen. Dies betrifft Alpha Tauri und eben Aston Martin. Die beiden Ferrari-Kundenteams Alfa Romeo und Haas haben bereits 2020er-Teile von Ferrari, weshalb sie nicht weiter nachrüsten dürfen.

Für Aston Martin und Alpha Tauri ist ein größerer Schritt im Vergleich zu den restlichen Teams möglich, was Ferrari-Teamchef Mattia Binotto ganz und gar nicht gefällt. „Es ist unfair, denn die Token-Regelung sollte für alle gelten. Wir dürfen nur zwei Token verwenden, während es Teams gibt, die ihr komplettes Paket von 2019 auf 2020 aufrüsten können“, wie Sport1 zitiert.

Für Vettel sind dies also recht gute Zukunftsaussichten, zudem soll das Heck von Racing Point wesentlich stabiler als das von Ferrari sein. Der vierfache Weltmeister wird das erste Mal einen Mercedes-Motor im Heck haben. (ajr)

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