Wechsel innerhalb der Formel 1

Sebastian Vettel: Als es um Ferrari geht, wird er sentimental - und verrät, was er besser machen möchte

Auf zu neuen Ufern: Sebastian Vettel und Ferrari trennen sich am Ende der Saison 2020
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Auf zu neuen Ufern: Sebastian Vettel und Ferrari trennen sich am Ende der Saison 2020.

Die Formel-1-Ehe zwischen Sebastian Vettel und Ferrari ist bald zu Ende. Im Interview zeigt sich der Ex-Weltmeister wehmütig und verrät, wie er das Abenteuer Aston Martin angeht.

  • Sebastian Vettel befindet sich in der Endphase seiner Formel-1-Zeit bei Ferrari. Sie wird ohne Titel enden.
  • In einem Interview sprach der 33-Jährige über den anstehenden Wechsel und ob er sein jetziges Team vermissen wird.
  • Dabei hegt er (noch) keinen Groll, sondern zeigt eher Wehmut. Was traut er der Scuderia im nächsten Jahr zu?

Maranello/Istanbul - Mit dem Türkei-GP in Istanbul (ab Freitag, 13. November) absolviert Sebastian Vettel noch vier Formel-1-Rennen im Ferrari-Cockpit. Nach sechs erlebnisreichen, aber titellosen Jahren wird der vierfache Weltmeister der „Königsklasse“ ein neues Abenteuer bei Aston Martin angehen. Dort hofft der Heppenheimer, dass er in der Saison 2021 nach langer Zeit mal wieder im Kampf um die Weltmeisterschaft der F1 ein Wörtchen mitreden kann.

Sebastian Vettel: Trotz Formel-1-Problemen - Er möchte Ferrari immer verbunden bleiben

Obwohl die Partnerschaft mit der Scuderia letztlich unerfüllt blieb, gibt es Dinge, die der 33-Jährige an seinem aktuellen Arbeitgeber vermissen wird: „Die Menschen dort sowie den Geist und die Idee von Ferrari“, schlägt Vettel gegenüber formula1.com sentimentale Töne an. Der traditionsreiche Rennstall habe für ihn Legenden-Status und er sei von klein auf Fan gewesen - auch und besonders wegen Rekordweltmeister Michael Schumacher.

Den Abschied aus Maranello bewertet Sebastian Vettel ähnlich wie das Ende der Beziehung zu einem lieb gewonnenen Menschen. Jedoch freut sich der zweifache Familienvater, der seit 2015 im Ferrari-Cockpit saß, auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr: „Ich werde einige auch im nächsten Jahr regelmäßig sehen, wenn auch auf eine andere Art und Weise.“ Dass es zwischen Vettel und Ferrari aufgrund der sportlichen Krise jedoch knistert, zeigte sich kürzlich wieder:

In dem Interview äußerte sich Sebastian Vettel (derzeit Platz 14 in der Fahrerwertung) auch zu seinem neuen Team: „Im Januar, Februar werde ich mich in das Projekt stürzen und sicherstellen, dass ich bereits alles verstehen werde, was es zu verstehen gibt, bevor das Fahren, Testen und die Rennen beginnen“, so der Mann, der letztmals 2013 den WM-Titel gewinnen konnte.

Formel 1: Sebastian Vettel wechselt zu Aston Martin - Und was wird aus Ferrari?

Bei Aston Martin (aktuell noch Racing Point) wird er Sergio Perez ersetzen, der Mexikaner muss für den prominenten Neuzugang im Team kommende Saison 2021 den Platz freimachen. Vor einigen Wochen äußerte dieser sich zur Wachablösung:

Racing Point belegt in der Konstrukteurs-Wertung der Formel 1 aktuell Platz fünf und steht damit um eine Position besser da als Ferrari. Wie schätzt Vettel das Kräfteverhältnis der Teams im nächsten Jahr ein? Dazu sagte er: „Ich denke, dass sich die Autos in der kommenden F1-Saison ähnlich gestalten werden zu diesem Jahr.“ Klingt zumindest nicht danach, als traue er seinem Noch-Arbeitgeber zu, über die Saisonpause ein titelfähiges Fahrzeug auf die Räder zu stellen... (PF)

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