„Vielleicht sieht es da schon besser aus“

Formel 1: Vettel reagiert nach Monza-Debakel zynisch vor Ferraris Heim-Rennen

Fährt mit Ferrari 2020 nur noch hinterher: Sebastian Vettel. Foto: Luca Bruno/AP Pool/dpa
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Fährt mit Ferrari 2020 nur noch hinterher: Sebastian Vettel.

Im italienischen Monza blamierte sich Ferrari am vergangenen Wochenende bis auf die Knochen. Beim Rennen in Mugello erwartet Sebastian Vettel zwar nicht viel, schöpft jedoch etwas Hoffnung.

  • Sebastian Vettel musste in der laufenden Formel-1-Saison einiges durchmachen.
  • Nach dem Desaster von Monza steht nun das zweite Heim-Rennen für Ferrari in Mugello an.
  • Vettel senkte zwar die Erwartungshaltung, versprühte jedoch ein bisschen Optimismus.

Mugelllo - Dem einstigen Superstar am Formel-1-Himmel Sebastian Vettel scheint in der laufenden Saison kein Rückschlag erspart zu bleiben. Der 33-Jährige hat nach dem Ferrari-Desaster von Monza am vergangenen Wochenende jedoch noch eine Chance, die Scuderia im eigenen Land ordentlich zu präsentieren. Im Hinblick auf das Rennen am Sonntag ist der vierfache Weltmeister alles andere als euphorisch gestimmt, zeigt sich jedoch nicht allzu pessimistisch.

Sebastian Vettel: Ferrari-Pilot mit Desaster-Abschied in Monza - in Mugello soll sich dies nicht wiederholen

Der ohnehin schon stark in die Kritik geratene Vettel musste am Sonntag aufgrund eines Defekts der Bremsleitung seines Wagens bereits nach sechs Runden beenden. Es war sein letztes Monza-Rennen als Pilot des italienischen Rennstalls, ein schmerzhafter Abschied. „Ich denke, in dieser Hinsicht ist es wahrscheinlich gut, dass es keine Fans gibt“, meinte der Heppenheimer zynisch.

Seit dem Monza-GP 1995 gab es keinen derart bitteres Abschieds-Rennen für scheidende Ferrari-Piloten. Vor 25 Jahren schieden die beiden Fahrer Jean Alesi und Gerhard Berger in ihrem jeweils letzten Auftritt für Ferrari aus. Ganz anders machte es Michael Schumacher, der seinen Abschied im Jahr 2006 mit einem Grand-Prix-Gewinn in Monza krönte.

Formel 1: Sebastian Vettel will nach Rückschlägen die „positiven Dinge sehen“

Mit den Rückschlägen der vergangenen Wochen und Monate versucht der Deutsche während seiner Seuchen-Saison möglichst locker umzugehen. „So ist das Leben. Es kommt immer darauf an, aus welcher Perspektive man es betrachtet. Ich denke, auch wenn es rein professionell derzeit nicht so viel Gutes gibt, sind da immer noch ein paar positive Dinge.“

Auch wenn es für Vettel aufgrund der miserablen Resultate schwierig ist, versucht er sich mit seinem Team auf die kommenden Aufgaben zu konzentrieren. „Wir müssen den Kopf hochhalten und uns auf die nächste Woche freuen, um die positiven Dinge zu sehen, auch wenn es nur sehr wenige gibt.“

Ferrari-Pilot Sebastian Vettel: Mugello als zweite Chance - „Wahrscheinlich die einzige Hoffnung“

In Mugello findet der Große Preis der Toskana statt, bei dem sich Vettel erneut wenig ausmalt. „Man sieht ja, wo wir stehen. Es ist nicht so, dass wir unheimlich viel erwarten können“, ordnete der Deutsche seine Erwartungshaltung ein. In den letzten Rennen waren die fehlerhaften Fahrzeuge oftmals an den Leistungen der Ferrari-Piloten schuld.

„Vielleicht sieht es da in Mugello schon etwas besser aus“, versprühte Vettel eine seltene und kleine Dosis Optimismus. „Das bedeutet aber nicht, dass wir dort um das Podium fahren werden. Man muss schon realistisch sein. Die Erwartungen sind sehr niedrig.“ Das Rennen wird der 1000. Grand Prix in der Geschichte der Scuderia.

Die Situation sei für die Scuderia „hart“, meinte Vettel. Er sei „nicht der einzige, der leidet“ und sieht sich als Teil der Mannschaft, weshalb er „genauso leidet wie jeder andere im Team“. Doch im nächsten seiner neun verbleibenden Rennen im Ferrari-Cockpit könnte es einen kleinen Lichtblick geben. „Es ist eine andere Strecke. Das ist wahrscheinlich die einzige Hoffnung“, so der kriselnde Pilot. (ajr)

Beim GP von Monza sagte ein Mann aus Finnland die überraschenden Podest-Plätze genau voraus und machte mit minimalem Wetteinsatz ein kleines Vermögen.

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