So wird der Red Bull noch schneller gemacht

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Sebastian Vettel im Red Bull

Shanghai - Sebastian Vettel und Red Bull – sie nehmen die „Niederlage“ gegen McLaren und Lewis Hamilton gelassen. Aus zwei Gründen.

Erstens, weil sie sich mit falscher Taktik und Reifenwahl vor allem selbst geschlagen haben. Und, zweitens: Schon für den Europaauftakt in Istanbul in drei Wochen rüsten die Bullen nach.

Superhirn Adrian Newey hat schon neue Teile im Kopf, die in der Türkei fertig sein sollen. Ein überarbeiteter Front- und Heckflügel sollen den RB7 in den Kurven noch schneller machen. Ziel ist es, in der berüchtigten Kurve acht einenRiesenvorsprung herauszufahren. Die Doppellinkskurve gilt als eine der schnellsten Kurven in der Formel 1. Lewis Hamilton: „Gerade in schnellen Ecken liegt der Red Bull wie ein Brett, ist uns überlegen.“ 280 Stundenkilometer soll Vettel in der Türkei am Ausgang der Kurve hinbekommen. Gelingt das, kann er allein damit zwei Zehntelsekunden auf Hamilton gutmachen, weil der RB7 dann etwa 29 km/h schneller wäre als der McLaren.

Bis Istanbul will Newey auch das KERS-System verbessert haben. Bisher drückte Red Bull dort der Schuh, sie konnten nie ein ganzes Rennen lang die 80 Zusatz-PS nutzen, weil das System immer wieder rundenlang abgekühlt werden musste. Wobei: Abkühlung braucht wohl auch Mark Webber. Der stichelt schon wieder gegen Sebastian Vettel: „Es war ein guter Tag für den Rennsport. Es war gut, dass ihn jemand gestoppt hat.“

1/10 am Heckflügel: Die Endplatten lassen sich im Rennen flach stellen, um den Luftwiderstand zu verringern. Das bringt je nach ­Strecke zehn Km/h mehr auf der Gerade. Problem: Der Flügel muss vor der Kurve rechtzeitig ­zuklappen, ­damit das Auto in der Kurve auf die Straße ­gepresst wird. Bisher hat das System bei Red Bull zwar gut, aber noch nicht optimal ­funktioniert. In der ­Türkei soll das nochmal verbessert werden.

1/10 am Frontflügel: ­Newey hat an ihm ­besonders ­gefeilt: „Der Frontspoiler ­leitet die Luft ­weiter ins Auto. Wenn er nicht funktioniert, hat man keine Chance, die Kurven, ­besonders die ­schnellen, optimal zu fahren, weil durch die fehlgeleitete Luft der Abtrieb abreißt und das Auto zu rutschen ­beginnt. Der Fahrer muss dann vom Gas.“ In Istanbul kommt ein neuer Flügel.

1/10 am Unterboden: Das große Geheimnis von Red-Bull-Designer ­Adrian Newey. Hier holt er den größten Vorsprung zur Konkurrenz, weil es sonst keiner so gut wie der ­Brite ­versteht, die Luft unter dem Auto für Abtrieb zu nutzen – auch weil Newey die Luft aus dem Auspuff zum ­Unterboden leitet. In Istanbul kommt nochmal ein neuer ­Unterboden, der noch ­effizienter sein soll.

tz

Quelle: tz

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