Vettel: Was mich in Monza so stark macht

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„Gänsehaut am ganzen Körper“ – Vettel feierte 2008 mit dem Team seinen Sieg in Monza

Monza - Hier schreibt Sebastian Vettel: Der deutsche Formel-1-Star erinnert sich an seinen ersten Rennsieg in Monza vergangenes Jahr - und verrät, was er sich fürs kommende Wochenende vorgenommen hat.

Monza! Beim Gedanken an diese Strecke geht es mir immer noch richtig gut. Denn Monza vor einem Jahr – das war ein besonderer Tag für mich. Es war der Tag, an dem mir mein erster Formel-1-Sieg gelang. Samstags holte ich im Regen die Pole. Als ich am Sonntagmorgen dann kurz nach dem Aufstehen aus dem Fenster schaute und sah, dass es immer noch regnete, musste ich grinsen. Ich wusste, dass es mir der Regen einfacher machen würde. Niemals werde ich den Augenblick vergessen, als ich über die Ziellinie fuhr. Ich wusste nicht, was ich denken oder fühlen sollte, oder was ich meinem Team per Funk sagen sollte. Ich hatte Gänsehaut am ganzen Körper. Dann die Blicke vom Siegerpodest hinunter, zusammen mit Gerhard Berger, die jubelnde und Freudentränen vergießende Crew von Toro Rosso, all das weckte unglaubliche Emotionen in mir. Es war ein wirklich perfektes Wochenende, an das ich mich immer erinnern werde, was auch immer meine Karriere mir noch bringen wird.

Und das entscheidet sich auch an diesem Wochenende. Wir haben dieses Jahr in Monza wieder sehr gute Chancen, auch ohne Regen… Man hat in Spa gesehen, dass unser Auto extrem schnell ist. Mehr oder weniger auf jeder Strecke – das macht uns so stark. Aber Monza ist keine einfache Strecke. Sie wird oft unterschätzt. Es geht nämlich nicht nur geradeaus und nicht nur die Leistung des Motors ist entscheidend. Monza ist viel mehr als das: Die Kerbs richtig zu treffen, ist eine schwierige Herausforderung. Unser Auto ist gut in diesem Bereich – deswegen haben wir gute Chancen, vorne mitzumischen, zumal die Randsteine in diesem Jahr nochmals erhöht wurden.

In Monza geht die Post ab, und man spürt förmlich die Geschichte dieser Anlage – zum Beispiel, wenn man sich aufmacht und die gewaltig überhöhten Kurven des alten Oval-Kurses anschaut. Auf der modernen Piste geht es allein darum, ein Auto zu haben, das mit den vielen Schikanen klarkommt. Aber trotzdem ist diese Bahn unverändert die schnellste des ganzen Jahres. Es ist immer wieder eine Herausforderung, das mit Blick auf eine hohe Topspeed auf wenig Abtrieb abgestimmte Auto unter Kontrolle zu halten. Mein Plan für Monza ist klar: Volle Attacke.

In den fünf ausstehenden Rennen kann ich maximal 50 Punkte erreichen. Genau das ist mein Ziel. Los geht’s in Monza – ich hoffe, Sie drücken mir die Daumen.

Sebastian Vettel

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