Unfallskandal: Anhörung von Alonso und Renault

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Das Wrack des Reanult von Nelson Piquet jr. wird geborgen. Jetzt kam heraus, dass dieser Unfahl vom Team inszeniert wurde.

Paris - Im Unfall-Skandal der Formel 1 müssen sich der zweimalige Weltmeister Fernando Alonso und sein Renault-Team den Sportrichtern des Internationalen Automobilverbands FIA stellen.

Alonso erschien am Montagvormittag ebenso zu der Anhörung vor dem Motorsport-Weltrat in Paris wie Vertreter des französischen Autobauers. Der damalige Renault-Pilot Nelson Piquet Jr., der die Betrugsaffäre mit seinem inszenierten Crash beim Singapur-Rennen 2008 auslöste, trat bei der Verhandlung als Kronzeuge auf.

Teamchef Flavio Briatore und Chefingenieur Pat Symonds , die den Unfall angeordnet haben sollen und damit Alonso den Sieg ermöglichten, mussten ihre Posten in der Vorwoche räumen und wurden nicht in Paris erwartet.

Renault bestreitet die Vorwürfe nicht mehr. Dem Rennstall droht eine schwere Strafe bis hin zum Ausschluss aus der Formel 1. Piquet Jr. hingegen garantierte die FIA Straffreiheit. Der Brasilianer hatte nach seiner Entlassung im Juli die FIA über die Vorfälle in Singapur informiert. Offen ist, ob Alonso etwas von dem Komplott gewusst hat. Der Spanier bestreitet dies. Auch die bislang bekannten Indizien deuten nicht auf eine Verwicklung des 28-Jährigen hin.

Weder FIA-Präsident Max Mosley noch Formel-1-Chef Bernie Ecclestone wollten sich bei ihrer Ankunft in Paris zu einem möglichen Urteil äußern. Auch Renault-Motorsportchef Bernard Rey verweigerte zunächst einen Kommentar.

dpa

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