Vettel erklärt uns Monaco

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Sebastian Vettel am Mittwoch in Monte Carlo in einem Red-Bull-Simulator.

Monte Carlo - Sebastian Vettel will am Sonntag beim Großen Preis von Monaco die anderen Fahrer in ihre Schranken weisen. In der tz erklärt der Weltmeister den Kurs:

Monaco: Das ist der Klassiker schlechthin – das hebt sich von allen anderen Kursen ab. Nicht nur, weil unsere Energy-Station, unser Motorhome, mitten ins Wasser gebaut ist. Dieser Kurs verzeiht nicht den geringsten Fahrfehler. Die Leitplanken stehen direkt an der Strecke.

Wir haben extrem kurze Geraden, sieben extrem langsame Kurven. Und: Es gibt eigentlich keine Überholmöglichkeit. Eigentlich… Der Topspeed beträgt Ende der Zielgeraden 286 km/h. Die erste Kurve ist schon extrem schwer. Der Scheitelpunkt ist nur schwer zu treffen, du darfst hier keinen Fehler machen. Es geht dann hoch zum Casino. Der Anstieg ist unheimlich steil, im Fernsehen sieht man das gar nicht so. Über eine Kuppe lenkt man in die Casinokurve ein, das Auto springt wie ein Geißbock; wegen extremer Bodenwellen. Eingangs der ­Mirabeau bleiben die Räder gern stehen, deshalb Vorsicht beim Bremsen! Die Loews-Kurve ist die langsamste Kurve in der ganzen Formel 1. Wir fahren hier schätzungsweise nur mit 60 km/h durch.

Faszinierend ist der Tunnel. Meistens fährst du von der Sonne in den Schatten und kommst dann aus dem Tunnel wieder voll in die Sonne. Der Tunnel-Rechts-Knick geht absolut voll. Bei der Hafenschikane musst du ganz exakt bremsen, um den Scheitelpunkt optimal zu treffen. Die Schwimmbad-Rechtskurve ist die schnellste Kurve der Strecke. Auf dem Weg zur Rascasse musst du sensibel beschleunigen, sonst haut es dir das Heck gegen die Leitschienen. In der letzten Rechtskurve kommen die Leitplanken extrem nah, deshalb musst du auch hier vorsichtig Gas geben.

Im letzten Jahr habe ich schon beim Start den Grundstein für meinen zweiten Platz gelegt, weil ich noch vor der ersten Kurve Robert Kubica überholen konnte, der in der Startaufstellung vor mir stand. Der Renault von Robert war aber das ganze Rennen mehr oder weniger mein Wegbegleiter. Robert hat nie locker gelassen. Ich bin aber ein kontrolliertes Rennen gefahren. Der zweite Platz brachte wertvolle Punkte. Es war das letzte Rennen mit dem alten Chassis, bei dem wir Fehler feststellten. Aber dieses Jahr gilt: Monaco will ich auf jeden Fall mal gewinnen.

tz

Quelle: tz

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