Vettel: Wir sollten uns nicht in die Kiste fahren

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Sebastian Vettel.

Istanbul - Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel spricht exklusiv in der tz-Expertenrunde über den anstehenden Großen Preis der Türkei in Istanbul. Die Erinnerung an den Crah im Vorjahr ist noch sehr präsent

Man ist immer wieder richtig froh, endlich auf der Piste frei fahren zu können, weil die normalen Straßen in Istanbul immer hoffnungslos verstopft sind. Der Kurs in Istanbul macht viel Spaß. Die Strecke ist sehr anstrengend für Körper und Geist.

Wir haben im Prinzip fünf Geraden und drei langsame Kurven und dabei eine gute Überholmöglichkeit. Der Topspeed beträgt 315 km/h. Die Kurve 1 ist erst unheimlich spät einzusehen, der Scheitelpunkt taucht erst sehr spät auf, man muss die Kurve praktisch erahnen. In Kurve 5 und 6 taucht man in ein Loch hinein, das Heck des Autos droht immer auszubrechen. Ein Highlight ist natürlich Kurve 8. Wir fahren sie im sechsten Gang fast mit Vollgas. Vor Kurve 13 musst du möglichst nah am Vordermann sein, denn in der Bremszone dort hast du die beste Überholmöglichkeit. Die letzten drei Kurven zu Start-und-Ziel sind extrem langsam, wichtig ist, dass du in der letzten Kurve früh aufs Gas gehen kannst, um entsprechenden Speed für die Zielgerade aufzubauen.

Vettel kurvt durch seine Heimatstadt Heppenheim

Vettel-Mania in Heppenheim: Der deutsche Formel-1-Star kurvte im Juli 2010 durch seinen Heimatort. Die Bundestraße 3 wurde kurzerhand zur Rennstrecke umfunktioniert. Nicht nur auf dem Quad, sondern auch im Red-Bull-Boliden brauste Sebastian Vettel über die Straße und wurde von rund 120.000 Fans begeistert gefeiert. © dpa
Vettel-Mania in Heppenheim: Der deutsche Formel-1-Star kurvte im Juli 2010 durch seinen Heimatort. Die Bundestraße 3 wurde kurzerhand zur Rennstrecke umfunktioniert. Nicht nur auf dem Quad, sondern auch im Red-Bull-Boliden brauste Sebastian Vettel über die Straße und wurde von rund 120.000 Fans begeistert gefeiert. © Getty
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Die Kollision mit meinem Teamkollegen im letzten Jahr hat wohl jeder noch im Kopf. Wir hätten viele Punkte fürs Team holen können. Mark wurde am Ende noch Dritter. Ich bin ausgefallen. Wenn es eine Lehre gab, dann die, dass wir uns nicht wieder in die Kiste fahren sollten. Ich weiß, was ich gemacht habe: Ich wurde nicht vorbei gewunken. Ich hab’s aus eigener Kraft geschafft ranzufahren und zu überholen. Leider war dann nicht genug Platz – und es hat gekracht. Das darf nicht mehr vorkommen. Mehr will ich nicht mehr dazu sagen.

Sebastian Vettel

Quelle: tz

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