Vettel wünscht Schumacher Platz zwei

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Sebastian Vettel (l.) und Michael Schumacher.

Köln - Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel traut seinem Freund Michael Schumacher trotz der Probleme in seiner Comeback-Saison in diesem Jahr viel zu.

 „Ich sehe ihn immer noch als Vorbild. Schon daher traue ich ihm einiges zu. Hoffentlich nicht zu viel. Wenn er am Ende Zweiter wird, ist das okay“, sagte Vettel der am Freitag erscheinenden März-Ausgabe der ADAC Motorwelt.

Rekordweltmeister Schumacher sieht sich auch selbst auf einem guten Weg, trotz seiner inzwischen 42 Jahre. „Sicher ist es nicht möglich, die biologische Uhr zurückzudrehen. Dass ich jetzt noch absolut der Gleiche bin, der ich vor 10 oder 15 Jahren war, kann nicht sein“, sagte Schumacher im Gespräch mit derselben Zeitung: „Aber bin ich immer noch gut genug? Ich würde sagen: Ja!“

Sebastian Vettel: Der Frauenschwarm ohne Helm

Sebastian Vettel: Der Weltmeister ohne Helm

Sebastian Vettel könnte auch als Model arbeiten. Doch der Sonnyboy ist einfach zu schnell - und hat sich daher für eine Rennfahrer-Karriere entschieden. Zum Leidwesen vieler Frauen, schließlich trägt er bei der Arbeit meist einen Helm. Zum Glück zeigt sich der Heppenheimer auch oft genug anders. Hier sehen Sie Bilder des flotten Fahrers - allesamt garantiert ohne Helm. © Getty
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Sebastian Vettel könnte auch als Model arbeiten. Doch der Sonnyboy ist einfach zu schnell - und hat sich daher für eine Rennfahrer-Karriere entschieden. Zum Leidwesen vieler Frauen, schließlich trägt er bei der Arbeit meist einen Helm. Zum Glück zeigt sich der Heppenheimer auch oft genug anders. Hier sehen Sie Bilder des flotten Fahrers - allesamt garantiert ohne Helm. © Getty
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Sebastian Vettel könnte auch als Model arbeiten. Doch der Sonnyboy ist einfach zu schnell - und hat sich daher für eine Rennfahrer-Karriere entschieden. Zum Leidwesen vieler Frauen, schließlich trägt er bei der Arbeit meist einen Helm. Zum Glück zeigt sich der Heppenheimer auch oft genug anders. Hier sehen Sie Bilder des flotten Fahrers - allesamt garantiert ohne Helm. © dpa

Seine Probleme 2010, als er nur Platz neun in der WM-Wertung erreichte und deutlich hinter seinem Mercedes-Teamkollegen Nico Rosberg lag, führt Schumacher neben gewissen Eingewöhnungsproblemen nach drei Jahren Pause vor allem auf den nicht wirklich zu ihm passenden Silberpfeil zurück. „Als ich im Dezember 2009 an Bord kam, wussten die Ingenieure, dass das Auto nicht zu mir passt. Aber es war natürlich fertig. Und wenn Sie ein krankes Kind haben, kriegen Sie es in der Kürze der Zeit nicht mehr geheilt“, sagte Schumacher, der jetzt mit „einem neuen Kind“ besser abschneiden will.

Den Traum, zum achten Mal Weltmeister zu werden, hat Schumacher immer noch. „Wir haben einen Dreijahresplan und liegen noch immer im Fahrplan“, sagte er. Zu hohe Erwartungen für 2011 bremst er allerdings. „Es wäre wahrscheinlich ein bisschen unrealistisch, im Moment von der WM zu reden. Dafür waren wir im letzten Jahr zu weit weg. Rückstände in dieser Größenordnung über einen Winter aufzuholen, ist optimistisch. Ich bin sehr angetan von dem, was entstanden ist“, sagte er mit Blick auf sein neues Auto: „Aber ich denke, es wird in diesem Jahr noch nicht ganz reichen. Es wird aber reichen, um aufs Podium zu fahren. Und ich hoffe auch, um dieses Jahr Siege einzufahren.“

Wo Schumacher mit seinem Mercedes gerne wieder hin möchte, da ist im Moment Vettel: ganz oben. Angst vor einem Rückschlag hat der 23 Jahre alte Red-Bull-Pilot nicht. „Nein. Man sagt ja, dass man erst verlieren lernen muss, bevor man gewinnen kann. Das stimmt. Ich glaube, wichtig ist, an einem guten Rennwochenende kritisch zu bleiben. Man kann immer was lernen. Fehler sind wichtig, dafür muss man sich nie schämen. Aber wer einen Fehler zweimal macht, ist nicht so schlau“, erklärte Vettel.

Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer

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Das Schläfchen vor dem Rennen - mal kürzer, mal länger - ist für Michael Schumacher zum Ritual geworden. © Getty
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“Ja, das habe ich immer gemacht“, erzählte der mittlerweile 41-Jährige einmal. “Manchmal war ich nur eine ganz kurze Phase eingeschlummert, aber das reichte dann schon." © Getty
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"Manchmal schlief ich auch tief und fest für eine halbe Stunde.“ Seit 1998 zelebrierte “Schumi“ sein Mittagsschläfchen. “Es war mir wichtig.“ © Getty
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Genau wie eine ungerade Startnummer. Eigentlich sollte die einstige Nummer Eins der Königsklasse mit der 4 auf dem neuen Silberpfeil ins Rennen gehen. Doch tauschte er mit Erlaubnis der Rennstall-Leitung die Startnummer mit Rivale Nico Rosberg. © Getty
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Teamchef Ross Brawn wisse eben, “dass ich ungerade Startnummern lieber mag“, erklärte Schumacher. © Getty
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Schließlich brachten sie ihm bislang Glück: Bei allen sieben WM-Titeln trug er eine ungerade Startnummer; fünfmal die 1 und je einmal die 3 und die 5. © Getty
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Ist doch auch schön, die Nummer 1 zu sein, oder? © Getty
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Schumacher steigt auch nie von rechts ins Rennauto ein. © Getty
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Sehen Sie... © Getty
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Chinesische Schriftzeichen mit den Namen seiner beiden Kinder auf seinem knallroten Helm,... © Getty
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...ein Armband von Gattin Corinna,... © Getty
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...ein Haifischzahn um den Hals, den er einst von einem Tauchlehrer geschenkt bekam: Ohne all das kann Schumi nicht. © Getty
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Rückblende: Bahrain 2004. Schumacher findet sein Amulett nicht. Vor der Rennpremiere des Wüstenkurses in Sachir stellt der damalige Ferrari-Pilot fest: Er hat den Glücksbringer im Hotel vergessen. © Getty
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Das Amulett muss herbei. Schumachers damaliger Masseur Balbir Singh eilte in die Unterkunft, holt es, Schumacher gewinnt das Rennen und am Ende zum bislang letzten Mal die Weltmeisterschaft. © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
Bis heute trägt er seinen geliebten Anhänger. © Getty
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Auch Schumachers Rivale, Vizeweltmeister Sebastian Vettel, hat für gewöhnlich einen an Bord. Sein Glückscent ist schon jetzt legendär. © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
“Ich habe sogar sehr viele Glücksbringer, auch wenn ich nicht allzu abergläubisch bin“, erklärte Vettel einmal. Sie entscheiden nicht über Sieg und Niederlage, geben ihrem Besitzer aber ein besseres Gefühl. So war es wohl auch mit Schumachers Schläfchen. “Es war einfach angenehmer, wenn ich es geschafft habe - ob ich es wirklich gebraucht habe, weiß ich selber nicht.“ © Getty

Nach seinem WM-Triumph in Abu Dhabi ist Vettel noch mehr ins Licht der Öffentlichkeit gerückt. „Es ist ein bisschen mehr los, die Aufmerksamkeit ist größer geworden“, sagte er: „Aber das Leben an sich hat sich nicht verändert. Und ich bin, wer ich bin, will weiter an mir arbeiten und besser werden. Aber sich als Mensch in einer schnellen Zeit zu sehr zu verändern, ist niemals gut.“

Im Winter habe er aber schon „zwei, drei Wochen Ruhe gebraucht, um von dem Ganzen ein bisschen wegzukommen und aufzutanken“. Die Terminhatz als Champion sei nach der ohnehin schon sehr, sehr anstrengenden Saison hart gewesen, sagte Vettel: „Da zieht und zerrt jeder an einem, das kostet Kraft. Aber ich bin lieber Weltmeister, als Zweiter zu sein und meine Ruhe zu haben.“

sid

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