Staubsauger und Raketen

Vettels Favoriten: Seine liebsten F1-Boliden

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Er ist der jüngste Dreifach-Champ der F1 – und liebt die Historie: ­Sebastian Vettel.

München - Die meisten seiner Lieblingsautos wurden gebaut, bevor Sebastian Vettel auf der Welt war. Es sind Legenden der Formel-1-Geschichte. Wir verraten, welches die Lieblingsautos des Weltmeisters sind:

So wie die Silberpfeile, mit denen Mercedes 1954 in den Grand-Prix-Sport zurückkehrte. „Damit landeten sie auf Anhieb in Frankreich einen Doppelsieg“, weiß Vettel, der am Sonntag (14.00 Uhr, MESZ) in Singapur startet. „Und Juan-Manuel Fangio wurde in diesem Jahr auch Weltmeister.“ Dass diese Autos zu seinen Favoriten gehören, ist klar, jeder Fan kennt sie. Aber Vettel, 26, kennt sich auch in der weiteren Geschichte der F1 aus. Der tz verrät er, welches seine Lieblingsautos sind:

McLaren MP4/8: Mein absolutes Lieblingsauto. Es war eines meiner ersten F1-Modelle, es hatte einen Ehrenplatz in meiner Vitrine. Der McLaren war nicht das beste Auto in der Saison 1993, trotzdem gewann Senna fünf Rennen damit. Besonders das Regenrennen in Donington war legendär. Senna startete im strömenden Regen als Vierter, kam als Erster mit großem Vorsprung aus der ersten Runde zurück, gewann überlegen.

Die Formel-1-Weltmeister seit 1969

Die Formel-1-Weltmeister seit 1969

Niki Lauda (Foto), Ayrton Senna und Michael Schumacher: Diese Motorsport-Legenden dominierten die Formel 1 über Jahre hinweg. Ein Überblick über die Weltmeister der vergangenen 41 Jahre. © Getty Images
1969: Jackie Stewart (Schottland), Matra-Ford © mm
1970: Jochen Rindt (Österreich), Lotus-Ford © Getty Images
1971: Jackie Stewart (Schottland), Tyrrell-Ford © Getty Images
1972:  Emerson Fittipaldi (rechts, Brasilien), Lotus-Ford © Getty Images
1973 Jackie Stewart (Schottland), Tyrrell-Ford © Getty Images
1974 Emerson Fittipaldi (Brasilien), McLaren-Ford © Getty Images
1975: Niki Lauda (Österreich), Ferrari © Getty Images
1976: James Hunt (England), McLaren-Ford © Getty Images
1977: Niki Lauda (Österreich), Ferrari © Getty Images
1978: Mario Andretti (USA), Lotus-Ford © Getty Images
1979: Jody Scheckter (Südafrika), Ferrari © Getty Images
1980: Alan Jones (Australien), Williams-Ford © Getty Images
1981: Nelson Piquet (Brasilien), Brabham-Ford © Getty Images
1982: Keke Rosberg (Finnland), Williams-Ford © Getty Images
1983: Nelson Piquet (Brasilien), Brabham-BMW © Getty Images
1984: Niki Lauda (Österreich), McLaren-Porsche Turbo © Getty Images
1985 Alain Prost (Frankreich) McLaren-Porsche Turbo © Getty Images
1986: Alain Prost (Frankreich), McLaren-Porsche © Getty Images
1987: Nelson Piquet (Brasilien), Williams-Honda Turbo © Getty Images
1988: Ayrton Senna (Brasilien), McLaren-Honda Turbo © Getty Images
1989: Alain Prost (Frankreich), McLaren-Honda © Getty Images
1990 Ayrton Senna (Brasilien), McLaren-Honda © Getty Images
1991 Ayrton Senna (Brasilien), McLaren-Honda © Getty Images
1992: Nigel Mansell (England), Williams-Renault © Getty Images
1993: Alain Prost (Frankreich), Williams-Renault © Getty Images
1994: Michael Schumacher (Kerpen), Benetton-Ford © Getty Images
1995: Michael Schumacher (Kerpen, auf dem Foto mit Benetton-Boss Flavio Briatore), Benetton-Renault © Getty Images
1996: Damon Hill (England), Williams-Renault © Getty Images
1997: Jacques Villeneuve (Kanada), Williams-Renault © Getty Images
1998: Mika Häkkinen (Finnland), McLaren-Mercedes © Getty Images
1999: Mika Häkkinen (Finnland), McLaren-Mercedes © Getty Images
2000: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2001: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2002: Michael Schumacher (Kerpen) Ferrari © Getty Images
2003: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2004: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2005: Fernando Alonso (Spanien), Renault © Getty Images
2006 Fernando Alonso (Spanien), Renault © Getty Images
2007: Kimi Räikkönen (Finnland), Ferrari © Getty Images
2008: Lewis Hamilton (Großbritannien), McLaren-Mercedes © Getty Images
2009: Jenson Button (Großbritannien), Brawn GP © Getty Images
2010: Sebastian Vettel (Deutschland), Red Bull © dapd

Red Bull RB6: Die Überwaffe, das beste Auto 2010. Alles andere als der Titel wäre für uns enttäuschend gewesen.

Brabham BT46B: Laudas Auto von 1978, mit dem Riesenpropeller hinten. Nach dem Sieg in Schweden wurde der Staubsauger verboten.

Lotus 72: Schön und tragisch zugleich. Mit ihm wurde Jochen Rindt 1970 Weltmeister, mit ihm verunglückte er beim Training in Monza tödlich. In Varianten eingesetzt bis 1975 – vielleicht das beste F1-Auto überhaupt.

Ferrari F2002: Der Hammer. Michael Schumacher schien mit der Konkurrenz zu spielen. Kein Wunder, dass er schon in Ungarn Weltmeister werden konnte.

McLaren MP4/13: Damals kamen die Rillenreifen, deshalb erinnere ich mich noch so gut. Es war eines der Wunderautos, das Adrian Newey baute. Es schien Mika Häkkinen wie auf den Leib geschnitten. Er gewann ja auch den Titel.

Williams FW14: Noch so ein fantastisches Auto aus der Feder von Adrian. Nigel Mansell wurde damit 1992 überlegen Weltmeister. Es hatte, glaube ich, eine aktive Radaufhängung. Das Auto schien wie auf Schienen zu fahren

Mercedes W196: Eine Legende. Mercedes kehrte in den Grand-Prix-Sport zurück und landete 1954 direkt einen Doppelsieg in Frankreich.

Brabham BT52B: Damit gewann BMW 1983 seinen letzten F1-Titel mit Nelson Piquet. Das Auto mit Turbomotor soll im Qualifying 1500 PS gehabt haben, war also mehr Rakete als Auto. Wahnsinn, besonders im Regen. Wäre ich gern mal gefahren.

Ralf Bach

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