Vettels neue Regeln: Die tz erklärt die Änderungen

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Sebastian Vettel will seinen Titel verteidigen

München - Der Countdown läuft, die Jungs sind heiß: Am Sonntag steigen Sebastian Vettel & Co. wieder in ihre Boliden. Vor dem WM-Start erklärt die tz die neuen Regeln.

Teamorder: Das Verbot wurde wieder abgeschafft. Das bedeutet: In Zukunft können die Teams entscheiden, welcher ihrer beiden Piloten die jeweils bessere Platzierung im Rennen belegen darf und im Notfall einen Platztausch vornehmen. KERS: Nach 2009 ist das Bremsenergie-Rückgewinnungssystem wieder erlaubt, aber nicht Pflicht. Batterien speichern die Hitze (bis 900 Grad), die beim Bremsen entsteht, und wandelt sie in Energie um. Per Knopfdruck kann ein Pilot einmal pro Runde für etwa sieben Sekunden zusätzlich 80 PS aktivieren. Das hilft beim Überholen, zum Abwehren von Gegnern sowie beim Start. Mercedes könnte einen Vorteil haben, da ihr System schon 2009 als das beste galt. Davon profitiert dann auch Ex-Partner McLaren.

Aerodynamik: Die Luftführung im F-Schacht sowie der doppelte Diffusor sind ab 2011 wieder verboten, dafür darf der Heckflügel verstellt werden. Die Piloten können den Flügel vom Cockpit aus kurzfristig flacher stellen, das vermindert den Luftwiderstand und erhöht die Geschwindigkeit. Das System ist noch unerforscht und birgt Risiken. Ein zum falschen Zeitpunkt flach gestellter Flügel kann zu einem Unfall in einer Kurve führen.

Reifen: Pirelli ersetzt Bridgestone als Reifenhersteller. Die Pirelli-Reifen nutzen sich etwas früher ab, es ist daher wahrscheinlich, dass es einen oder zwei Boxenstopps mehr geben wird.

Getriebe: Das Getriebe muss nicht mehr vier, sondern fünf Rennwochenenden aushalten. Muss ein Aggregat früher als vorgeschrieben ausgewechselt werden, wird der betroffene Pilot in der Startaufstellung fünf Plätze versetzt. Strafenkatalog: Man darf davon ausgehen, dass die Rennkommissare am Rennwochenende härtere Strafen aussprechen dürfen – und dies auch öfter tun werden.

Safety-Car: Die Regeln für Rennunterbrechungen und Sicherheitsphasen werden erneut verändert. Dem Renndirektor wird es ab dem kommenden Jahr erlaubt sein, die Boxengasse jederzeit aus Sicherheitsgründen vor­übergehend zu schließen. Die Konsequenzen: Clevere Rennstrategen können sich mit spontanen Entscheidungen große Vorteile verschaffen.

Ralf Bach

Quelle: tz

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