Webber: Deshalb war Vettel schneller als ich

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Mark Webber (r.) mit Sebastian Vettel

London - In seiner tz-Experten-Kolumne lobt Mark Webber seinen Teamkollegen Sebastian Vettel in höchsten Tönen. Der Brite sieht einen konkreten Grund, wieso er langsamer war als der Weltmeister.

Zunächst einmal: Sebastian hat das ganze Jahr einen großartigen Job gemacht, der WM-Titel ist hochverdient. Überhaupt: Das ganze Team macht seit Jahren einen hervorragenden Job. Eins muss ich aber klarstellen: Ich fahre nicht zu den Rennen und denke, ich muss nur Sebastian Vettel schlagen. Ich fahre zu den Rennen, um das Maximale aus mir herauszuholen. Aber klar: Im Moment ist es so, dass du, wenn du Seb schlägst, die besten Chancen hast, ein Rennen zu gewinnen. Das heißt aber nicht, dass du die Leistungsfähigkeit der anderen unterschätzen darfst: Fernando Alonso, Lewis Hamilton und Jenson Button musst du auch erst mal bezwingen. Der Teamkollege ist lediglich ein Konkurrent von vielen. Grundsätzlich war mein Tempo in dieser Saison nicht immer schnell genug. Aus vielen Gründen. Nur in der Türkei hatte ich ein problemloses Wochenende. Das soll aber nicht als Entschuldigung gelten. Ich war in Istanbul am Ende acht Sekunden hinter Seb, das konnte ich gerade noch so als normal akzeptieren. Grundsätzlich war ich bisher nicht schnell genug, und das will ich ändern. Der Wechsel von Bridgestone zu Pirelli war die markanteste Veränderung in dieser Saison. Damit kam Sebastian am Anfang einfach besser klar als ich. Ich habe jedenfalls nicht das Autofahren verlernt. Es ist nicht neu, dass sich mit dem Wechsel der Reifen Kräfteverhältnisse verschieben. Ich muss die Pirellis noch besser verstehen lernen, das ist klar. Ich freue mich schon jetzt auf das letzte Rennen in Brasilien und auf die nächste Saison. Dann beginnt das Spiel wieder von Neuem.

Mark Webber

Sebastian Vettel - Seine außergewöhnliche Karriere in Bildern

Sebastian Vettel
Sebastian Vettel holte am 27. Oktober 2013 seinen vierten Weltmeister-Titel in der Formel 1. © dpa
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Wir stellen ihn vor. © dpa
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Vettel ist seit seinem siebten Lebensjahr im Motorsport aktiv. Er startete als Kartfahrer und konnte im Jahr 2001 die deutsche und europäische Juniorenkartmeisterschaft gewinnen. © dpa
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Im Jahr 2004 gewann Vettel mit dem Team Mücke Motorsport die Meisterschaft in der Formel BMW und stellte dabei mit 18 Siegen in 20 Rennen einen neuen Rekord auf. © dpa
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Vettel blieb im folgenden Jahr bei Mücke Motorsport und wechselte in die Formel-3-Euroserie. © dpa
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Er erzielte in der Formel-3-Euroserie sechs Podestplätze und belegte am Ende den fünften Gesamtrang. © dpa
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Vettel ergatterte 2007 einen Platz als Freitagstestfahrer beim BMW Sauber F1 Team in der Formel 1. © dpa
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Beim renommierten Macau Grand Prix 2005 wurde er nach Lucas di Grassi und Robert Kubica Dritter. © dpa
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Nach Robert Kubicas Unfall beim Großen Preis von Kanada 2007 in Montreal meldete BMW Sauber Vettel als Einsatzfahrer für den Großen Preis der USA in Indianapolis. Somit gab er am 17. Juni 2007 sein Formel-1-Renndebüt. © dpa
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In seinem ersten Qualifikationsrennen belegte der Heppenheimer den siebten Platz. © dpa
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Im folgenden Rennen rettete sich Vettel nach anfänglichen Schwierigkeiten auf den achten Rang. Er fuhr damit einen WM-Punkt ein und ist mit 19 Jahren und 350 Tagen der bisher jüngste Fahrer, der je in einem Formel-1-Rennen in die Punkteverteilung kam. © dpa
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Vettel wechselte im Juli 2007 zum Rennstall Toro Rosso. © dpa
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Beim großen Preis von China in Shanghai 2007 startete Vettel von Position 17 und fuhr am Ende auf Platz vier. Dies war die beste Platzierung jemals für den Rennstall Toro Rosso. © dpa
Sebastian Vettel
Am 13. September 2008 eroberte Sebastian Vettel beim verregneten Qualifying für den Großen Preis von Italien in Monza seine erste Pole-Position. Er ist damit - im Alter von 21 Jahren und 73 Tagen - der jüngste Fahrer auf dem ersten Startplatz in der Geschichte der Formel 1. © dpa
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Am Tag darauf holte sich Vettel seinen ersten Sieg in einem Formel-1-Rennen. Damit wurde er zugleich auch der jüngste Grand-Prix-Sieger. © dpa
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Im Juli 2008 gab das Toro-Rosso-Schwesterteam Red Bull Racing bekannt, dass Vettel ab der Saison 2009 an der Seite von Mark Webber für den österreichischen Rennstall fahren wird. Der begeisterte Kicker nahm im gleichen Jahr an einem Benefiz-Fußballspiel teil. © dpa
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Für den WM-Titel reichte es in dieser Saison noch nicht. Durch seinen Sieg beim Saisonfinale in Abu Dhabi wurde Vettel Vizeweltmeister vor Rubens Barrichello.  © dpa
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In Jahr 2010 bildeten Vettel und Webber erneut das Renngespann von Red Bull. Nach dem Großen Preis von Korea übernahm Vettel erstmals die Führung der WM-Rangliste. © dpa
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Vor dem letzten Saisonrennen, dem Großen Preis von Abu Dhabi 2010 belegte Vettel den dritten Platz in der Fahrerwertung. Er startete aber dafür von der Pole-Position. © dpa
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Vettel gewann das Rennen und wurde mit vier Punkten Vorsprung auf Fernando Alonso, der in Abu Dhabi nur Siebter wurde, Weltmeister. © dpa
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Mit dem Titelgewinn wurde Vettel mit einem Alter von 23 Jahren und 134 Tagen zum bisher jüngsten Formel-1-Weltmeister der Geschichte. Vettel sammelte in der Saison zehn Pole-Positions. © dpa
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Nach der Saison 2010 wurde der Heppenheimer Vettel als deutscher und europäischer Sportler des Jahres ausgezeichnet. © dpa
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Vettel kam durch seinen Vater Norbert zum Motorsport. Dieser hatte ihn bereits mit dreieinhalb Jahren erste Runden im eigenen Kart drehen lassen. © dpa
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Als sein größtes Vorbild bezeichnet Vettel Michael Schumacher, dessen Ehrgeiz und stets vollen Einsatz er sehr bewundere. © dpa
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Während er bereits Formel-3-Euroserie fuhr, beendete Vettel seine schulische Laufbahn im April 2006 mit einem Abi-Schnitt von 2,8. Seine letzte Prüfung legte er nur vier Tage vor seinem ersten Sieg in der Formel 3 ab. © dpa
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Eine weitere Besonderheit des Heppenheimers: Im Gegensatz zu den meisten seiner Kollegen hat Sebastian Vettel keinen Manager, sondern regelt seine geschäftlichen und vertraglichen Angelegenheiten selbst. © dpa

Quelle: tz

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