Traditionsteam Williams F1 Racing

Williams in der Formel 1: Einst eine Macht - Geschichte, Erfolge, Titel und Fahrer 

Ein Williams auf dem Circuit de Catalunya.
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Ein Williams auf dem Circuit de Catalunya.

Williams F1 ist mit insgesamt 16 Weltmeistertiteln und 114 Rennsiegen in der Formel 1 einer der erfolgreichsten Rennställe der Serie.

  • Williams F1 hatte einen erfolgreichen Einstieg in die Formel 1
  • Williams wechselte mehrfach den Motorenlieferanten
  • Erster Titel beim Großen Preis von Großbritannien 1979 in Silverstone

Grove, Großbritannien - Sir Frank Williams leitete ursprünglich bereits ein eigenes Team in der Formel 1, für welches allerdings die Rennwagen und die Motoren eingekauft und anschließend modifiziert wurden. 1977 gründete er mit Williams einen neuen Rennstall, der nun auch als F1-Konstrukteur auftrat. Und dies mit Erfolg, denn nur zwei Jahre später gelang Clay Regazzoni 1979 der erste Sieg in Silverstone. Im folgenden Jahr war Williams zum ersten Mal Konstrukteursweltmeister und Alan Jones wurde Fahrerweltmeister. 1982 konnte sich Keke Rosberg diesen Titel sichern, zu dem Zeitpunkt wieder mit Motoren von Cosworth.

Williams siegt in seiner Formel-1-Geschichte mit verschiedenen Motoren

Es folgte eine Zeit der Umstellung und es dauerte eine Weile, bis sich nach dem Wechsel zu Honda-Turbomotoren die Erfolge wieder einstellten.

  • Mitte der 1980er Jahre, als Nelson Piquet und Nigel Mansell Fahrer waren, sorgten die Honda-Aggregate für zwei aufeinanderfolgende Titel als Konstrukteursweltmeister.
  • Mansell verpasste die Fahrerweltmeisterschaft von 1986 nur knapp, aber Piquet holte sie sich im folgenden Jahr.

Der Verlust von Honda-Motoren an McLaren im Jahr 1988 traf das Team hart. Bereits ein Jahr später wurden die Williams-Rennwagen in der Formel 1 mit Renault-Power angetrieben, was allerdings erhebliche Veränderungen am Wagen nach sich zog. Mansell kehrte 1991 zurück und im folgenden Jahr dominierte Williams erneut mit dem FW14B, der Pionierarbeit für Technologien wie das aktive Fahrwerk leistete. Alain Prost stieß im Jahr 1993 zum Team, das den Konstrukteurstitel gewann. Prost selbst errang seine vierte Fahrerweltmeisterschaft. In der Geschichte von Williams F1 war diese Zeit besonders erfolgreich.

Williams in der Formel 1: Tod von Senna und das Ende der großen Siege

Ayrton Senna kam 1994 als Ersatz für Prost zu Williams. Es wurde eine kurze und tragische Partnerschaft, denn Senna kam im dritten Rennen der Saison bei einem desaströsen Unfall um. Von da an führte Damon Hill das Team an. Hill errang den Titel 1996 und Jacques Villeneuve trat im nächsten Jahr in seine Fußstapfen.

Nach dem Abgang von Renault wechselte Williams zu Motoren von BMW, die zwar Siege ermöglichten, aber keine Titel. 2005 hatte Williams Probleme, aus dem Mittelfeld zu entkommen. Renault kehrte 2012 als Motorenlieferant zurück und bereits nach fünf Rennen gewann Pastor Maldonado in Spanien. Ende 2013 trennten sich Renault und Williams, woraufhin Mercedes-Motoren verwendet wurden. Damit landete Williams auf Anhieb auf dem dritten Platz in der Meisterschaft. Seither platziert sich der britische Rennstall aus Grove mit seinen Boliden eher im Mittelfeld der Tabelle für den Konstrukteursweltmeister.

Formel 1: Eigensinnigkeit ist typisch für Williams

Williams gilt in der Formel 1 als einer der einflussreichsten Rennställe überhaupt. Dies hat das Team seinem Gründer Sir Frank Williams zu verdanken, der nicht nur ein leidenschaftlicher Rennfahrer ist, sondern auch als geschickter Unternehmer gilt. Er scheute sich nie davor, ungewöhnliche Wege zu gehen, wenn diese einen Vorteil versprachen. 

So wurde beispielsweise 1982 mit dem Williams FW08B ein Rennwagen mit sechs Rädern gebaut, bei dem alle vier Hinterräder angetrieben waren. Die Tests verliefen erfolgreich, aber das Reglement schrieb ab 1983 vor, dass Formel-1-Rennwagen vier Räder haben müssen. So landete der Bolide im Williams Museum in Grove, ohne jemals ein Rennen bestritten zu haben. Neben dem Museum findet sich das Williams F1 Conference Centre. Frank Williams nutze die Berühmtheit seines Rennstalls und die große freie Fläche auf dem Firmengelände, um ein Konferenzzentrum zu errichten.

Quelle: tz

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