Auch ManU droht Transferärger - Club dementiert

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Droht nun auch dem englischen Meister Manchester United (Foto: Nani) eine Transferstrafe?

Manchester - Nach dem FC Chelsea könnte nun auch dem englischen Fußball-Meister Manchester United Ärger wegen des Transfers eines französischen Nachwuchsspielers drohen.

Der französische Erstligist Le Havre wirft "ManU" vor, der Premier-League-Club habe den erst 16 Jahre alten Paul Pogba unrechtmäßig abgeworben und unter Vertrag genommen. Dies berichteten verschiedene englische Medien am Freitag . „Das ist kompletter Nonsens", sagte ein Manchester-Sprecher. Alles sei nach den Regeln der Europäischen Fußball-Union UEFA abgelaufen.

Dies sieht Alain Belsoeur , Le Havres Sportdirektor, gänzlich anders und will den "ernsten Fall" vom Weltverband FIFA prüfen lassen. "Wir sind zuversichtlich, dass wir gewinnen werden, weil es im besten Interesse nicht nur unseres Vereins, sondern des ganzen Sports ist", sagte Belsoeur. Pogba habe erklärt, auch in der kommenden Saison für seinen Heimatverein Le Havre zu spielen.

Am Vortag hatte ein ähnlicher Fall rund um Michael Ballacks FC Chelsea die Gemüter erhitzt. Die FIFA belegte den Club mit einem einjährigen Transferverbot und einer Geldstrafe von rund 900 000 Euro, da Chelsea das französische Talent Gael Kakuta vom RC Lens 2007 zum Vertragsbruch ermuntert habe. Der Londoner Verein darf demnach in den kommenden Winter- und Sommer-Transferzeiten keine neuen Profis verpflichten. Sollte dieses Urteil Bestand haben, dürfte Ballack beste Chancen haben, dass sein Vertrag bis 2011 verlängert wird.

Chelsea hat bereits angekündigt, diese angeblich "willkürliche Entscheidung" der FIFA anfechten zu wollen, da die Sanktionen in "keinem Verhältnis zu dem angeblichen Vergehen und den Geldstrafen" stünden. Nun muss wohl der Internationale Sportgerichtshof CAS in Lausanne endgültig für Klarheit sorgen.

Im Fall Pogba droht Manchester United nun eine ähnliche Strafe. Die britische "Times" witterte am Freitag daher schon einen "anti-englischen Rachefeldzug". In Italien wurde der FIFA -Spruch gegen Chelsea, das unter dem italienischen Coach Carlo Ancelotti nach vier Spieltagen die Premier League anführt, mit Interesse verfolgt. "Der fulminant gestartete Ancelotti-Express droht wegen des Urteils zu entgleisen. Was für ein Ärger für Chelsea", kommentierte die "La Gazzetta dello Sport".

dpa

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