Brasilien zaubert sich ins Halbfinale

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Brasilien besiegte die USA souverän.

Pretoria - Mit launigem Samba-Fußball hat sich Rekord-Weltmeister Brasilien beim Confederations Cup auf den Gipfel gegen Italien eingestimmt und kann fürs Halbfinale planen.

Nach dem mühsamen 4:3 zum Auftakt gegen Ägypten reichte dem Titelverteidiger am Donnerstag in Pretoria beim 3:0 (2:0) über das überforderte US-Team der Schongang. Vor 39 617 Zuschauern sorgten Felipe Melo (7.), Robinho (20.), Maicon (62.) für den fünften Sieg in Folge unter der Regie von Trainer Carlos Dunga. Am Sonntag geht es für die “Selecao“ gegen die Italiener um den Gruppensieg und den Vorteil, die starken Spanier im Halbfinale zu vermeiden.

Die USA, die zudem noch Sacha Kljestan (57.) durch Rote Karte verloren, stehen dagegen nach der zweiten Pleite in der Gruppe B vor dem Turnier-Aus. Dunga hatte auf die Defensivschwächen im ersten Spiel gleich mit vier Änderungen, davon drei in der Viererkette, reagiert - und diese Mini-Rotation machte sich bezahlt. Bereits in der siebten Minute wurde der neue Rechtsverteidiger Maicon, für Dani Alves in der Startelf, zum Wegbereiter der Führung. Seinen Freistoß köpfte Felipe Melo zum 1:0 ein.

Von den beklagten Ermüdungserscheinungen bei der “Selecao“ war auch danach wenig zu sehen. Brasiliens Mannschaftsarzt José Luiz Runco hatte nach den Dauerstrapazen der vergangenen Wochen “Pyjama-Training“ angeordnet, und die vorgeschriebene Schlafkur schien die Starkicker zu inspirieren. Selbst mit angezogener Handbremse ließen die Favoriten mit ihrem leichtfüßigen Pass-Spiel die verwirrte US-Defensive teilweise aussehen wie ein Panikorchester. Nach einem unnötigen Ballverlust von DaMarcus Beasley in der Nähe des brasilianischen Strafraums schloss Robinho einen Bilderbuchkonter über vier Stationen mit seinem ersten Turniertor ab (20) - und gab noch an der Bande fröhlich ein erstes Kurz-Interview.

Fußball-WM: 22 Fakten zum Durchklicken

22 Fakten zum Durchklicken: Ein Jahr vor dem Anpfiff zur Fußball-WM
Die Fußball-Weltmeisterschaft wird am Freitag, 11. Juni 2010 in Johannesburg angepfiffen. In 64 Spielen kämpfen 32 Mannschaften um den Titel. Das Finale am Sonntag, 11. Juli findet ebenfalls im Soccer City Stadion in Johannesburg statt. © dpa
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Ohne Holland fahren wir zur WM - das war einmal! Für das Turnier in Südafrika hat die „Elftal“ das Ticket bereits gelöst. © dpa
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Leopard Zakumi ist das offizielle Maskottchen der Fußball-Weltmeisterschaft 2010. © dpa
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Die WM wird im kommenden Jahr zum 19. Mal ausgetragen. Bislang dürfen sich nur sieben Nationen „Weltmeister“ nennen: Brasilien, Italien, Deutschland, Argentinien, Frankreich, Uruguay und England.  © dpa
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Bei der WM im eigenen Land ging es für die Kicker aus Südkorea bis ins Halbfinale. Im kommenden Jahr sind sie wieder dabei. Das Team hat sich in der Asien-Gruppe qualifiziert. © dpa
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Im Greenpoint-Stadion von Kapstadt wird am Dienstag, 6. Juli 2010 eine der Halbfinalpartien angepfiffen. © dpa
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Das Objekt der Begierde: der Fifa-World-Cup. Der Pokal besteht aus 18-karätigem Gold und Malachitsteinen, er ist 36,8 cm hoch und wiegt 6,175 kg. Entworfen hat ihn der Italiener Silvio Gazzaniga.   © dpa
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Für das Turnier stehen rund drei Millionen Tickets zur Verfügung. 480.000 Tickets sind für Fans in Südafrika reserviert. © dpa
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Für die DFB-Elf wäre das Turnier in Südafrika die 17. WM-Teilnahme. Nur 1930 und 1950 waren die Adlerträger nicht mit von der Partie. © dpa
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Die Vorrundengruppen werden am Freitag, 4. Dezember 2009 in Kapstadt ausgelost. © dpa
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Australien feiert: In Südafrika ist die Nationalelf aus Down Under nach 1974 und 2006 zum dritten Mal bei einer WM-Endrunde dabei  © dpa
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Das zweite Halbfinale steht am Mittwoch, 7. Juli 2010 im neuen Stadion von Durban auf dem Plan. © dpa
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Das Emblem für das Turnier in Südafrika ist am 7. Juli 2006 in Berlin vorgestellt worden. Es zeigt einen Kicker beim Fallrückzieher. © dpa
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Erstmals wird eine Fußball-Weltmeisterschaft auf dem afrikanischen Kontinent ausgespielt. 46 der 64 WM-Spiele werden von ARD und ZDF live übertragen. © dpa
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Die WM 2010 wird in zehn Stadien in neun verschiedenen Städten ausgetragen. Wie hier in Berlin, soll es auch dort wieder Fan-Feste mit Public Viewing geben. © dpa
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Japan kann für die WM planen. Das Team hat sich schon vorzeitig qualifiziert.  © dpa
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Die Entscheidung für Südafrika als Austragungsort fiel am 15. Mai 2004 in Zürich. Mitbewerber waren Ägyten und Marokko. © dpa
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Südafrika ist als Gastgeber bereits für das Turnier qualifiziert und somit zum dritten Mal bei einer WM-Endrunde dabei. © dpa
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Das Soccer City Stadion in Johannesburg wird bei der WM 96.000 Zuschauern Platz bieten. Seine Form soll an einen traditionellen südafrikanischen Korb erinnern. © dpa
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Gespielt wird in den Städten Johannesburg, Durban, Kapstadt, Tshwane/Pretoria, Nelson Mandela Bay/Port Elizabeth, Nelspruit, Mangaung/Bloemfontein, Polokwane und Rustenburg. © dpa
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Die Preise für die Eintrittskarten sind in vier Kategorien eingeteilt und reichen von 20 bis 900 Dollar. © dpa
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Das Investitionsvolumen des Gastgeberlandes für die Weltmeisterschaft beträgt rund 825 Millionen US-Dollar. © dpa

Wesentlich verschwenderischer gingen danach Kaka (23.), Luis Fabiano und Gilbero Silva (40.) mit ihren Großchancen um. Von den harmlosen US-Amerikanern, im ersten Turnierspiel Italien unglücklich mit 1:3 unterlegen, kam erst nach der Pause das erste Lebenszeichen. Jozy Altidore hämmerte den Ball knapp übers Tor (48.). Als Kljestan nach seiner rüden Attacke an Ramires dann auch noch vom Platz flog, wars mit der ohnehin spärlichen US-Gegenwehr endgültig vorbei.

US-Kapitän Landon Donovan , in München gescheitert, enttäuschte, und auch Gladbachs Michael Bradley, noch einer der Besten, konnten die 13. US-Niederlage im 14. Duell gegen Brasilien nicht verhindern. Der überragende Maicon vom italienischen Meister Inter Mailand veredelte schließlich ein traumhaftes Dreiecksspiel mit Kaka und Ramires zum entscheidenden 3:0, ehe die eingewechselten US- Profis Benny Feilhaber (83.) und der Ex-Karlsruher Conor Casey (88.) bei zwei Lattentreffern Pech hatten.

dpa

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