Fußball-EM der Frauen

DFB -Elf stürmt ins Halbfinale: 2:1 gegen Italien

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Inka Grings jubelt über ihr Tor zum 1:0 zusammen mit Mannschaftskameradin Melanie Behringer (l).

Lahti - Die deutschen Fußballerinnen sind bei der Europameisterschaft in Finnland ins Halbfinale eingezogen und nur noch zwei Schritte von der erfolgreichen Titelverteidigung entfernt.

Der zweimalige Weltmeister bezwang am Freitag im Viertelfinale Italien trotz großer Überlegenheit nur knapp mit 2:1 (1:0). Torjägerin Inka Grings vom UEFA -Cup-Sieger FCR Duisburg schoss die Auswahl von Trainerin Silvia Neid vor 2000 Zuschauern in Lahti mit ihren Turniertreffern drei und vier (4. Minute/47.) in die Vorschlussrunde. Patrizia Panico (63.) sorgte mit dem Anschlusstor noch einmal für Spannung, ehe der zwölfte Erfolg im 24. Duell mit den Italienerinnen vor den Augen des eigens angereisten DFB -Präsidenten Theo Zwanziger perfekt war.

Im Halbfinale am kommenden Montag (19.00 Uhr MESZ/ ARD und Eurosport) in Helsinki trifft der nunmehr seit 24 EM -Spielen in Serie ungeschlagene EM -Titelverteidiger auf Schweden oder Norwegen. Die skandinavischen Konkurrenten sollten am (heutigen) Abend in der Hauptstadt aufeinandertreffen.

Neid vertraute im ersten K.o.-Spiel wieder ihrer Stammelf, die in den ersten beiden Gruppenspielen gegen Norwegen (4:0) und Frankreich (5:1) überzeugt hatte. Auch das angeschlagene Sturmduo Grings (Knieprellung) und Birgit Prinz (Sprunggelenks-Blessur) konnte gegen die "Squadra Azzurra" mitwirken. Der Duisburger Angreiferin Grings merkte man von ihrer im Spiel gegen Island erlittenen Knieverletzung nichts mehr an. So gelang der von Neid gewünschte Blitzstart. Einen Pass von Melanie Behringer nahm die 30-jährige Stürmerin auf, drehte sich kurz im Strafraum und ließ Italiens Torhüterin Anna Picarelli mit einem Flachschuss aus zwölf Metern keine Chance.

Mit der frühen 1:0-Führung im Rücken kontrollierte der sechsmalige Europameister das Geschehen auf dem Rasen und blieb in der Defensive um die Weltmeisterinnen Annike Krahn und Ariane Hingst auch bei den gefürchteten Kontern der Italienerinnen sehr aufmerksam. Die Südeuropäerinnen spielten zwar im Mittelfeld recht gefällig, ließen aber nach vorn zunächst jegliche Durchschlagskraft vermissen. Kim Kulig (17.) hatte dagegen die Chance zum 2:0, doch Picarelli stürmte rechtzeitig aus ihrem Gehäuse und war etwas eher am Ball als die Hamburgerin. Weitere Schüsse von Grings (24.) und Prinz (37.) strichen knapp am Tor vorbei. So versäumte es die eigentlich überlegene DFB -Elf, mit dem zweiten Tor früh für Klarheit zu sorgen.

Zur zweiten Hälfte kamen Simone Laudehr und Sonja Fuss für Bianca Schmidt und Innenverteidigerin Hingst, die mit Verdacht auf Meniskus-Einriss passen musste. Allrounderin Linda Bresonik rückte nach rechts in die Abwehr, ihre Duisburger Teamkollegin Laudehr übernahm ihre Mittelfeldposition. Schon nach zwei Minuten zahlte sich die Umstellung aus. Nach einem schönen Flankenkauf von Laudehr brauchte Grings nur den Fuß hinzuhalten, um aus fünf Metern das zunächst beruhigende 2:0 zu erzielen. So schien der Rest Routine, doch Panico sorgte mit dem überraschenden 1:2 trotz drückender Überlegenheit der DFB -Auswahl in der Schlussphase noch einmal für besorgte Gesichter auf der DFB -Bank. Doch dank Torhüterin Angerer, die in der Nachspielzeit mit einer Glanzparade zur Stelle war, rettete die Neid-Elf den Sieg über die Zeit.

Von Ulli Brünger, dpa

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