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Englands Maguire im Zentrum der Kritik – sogar Uli Hoeneß setzt eine Spitze gegen den Verteidiger

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Von: Antonio José Riether

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Beim 3:3 zwischen England und Deutschland fiel jeweils ein Spieler aus jedem Team negativ auf. Englands Maguire verursachte gleich zwei Gegentreffer.

London - Das Nations-League-Spiel zwischen England und Deutschland legte bei beiden WM-Teilnehmern Schwachstellen offen. Beim 3:3-Remis führte zunächst das deutsche Team mit 2:0, ehe die Hausherren das Spiel drehten, um kurz vor Schluss den Ausgleich zu kassieren. Teilweise fielen die Treffer mithilfe des Gegners. Bei den Gastgebern machte sich vor allem ein Akteur unbeliebt, Harry Maguire von Manchester United leistete sich vor zwei Toren entscheidende Fehler und wurde nach dem Spiel sogar von Uli Hoeneß kritisiert.

England gegen Deutschland: Harry Maguire sorgt für zwei Gegentore - auch Hoeneß kritisiert ihn

Maguire, der bei den englischen Fans seit Monaten aufgrund fragwürdiger Leistungen in der Kritik steht, leistete sich vor dem 1:0-Führungstreffer der Deutschen einen kapitalen Bock. Erst spielte er im Aufbauspiel dem DFB-Youngster Jamal Musiala in den Fuß, ehe er ihn in der nächsten Aktion ungestüm im Strafraum von den Beinen holte. Die Folge war ein Strafstoß, den İlkay Gündoğan problemlos verwandelte.

Auch vor dem zweiten Tor der Gäste war Maguire, der auf der linken Seite in der Dreierkette spielte, der Ausgangspunkt. Der bockstarke Jamal Musiala stibitzte dem 29-Jährigen im eigenen Strafraum den Ball ab, dann ging es ganz schnell. Am Ende des Angriffs war es Kai Havertz, der den Ball aus der Distanz zum zwischenzeitlichen 2:0 in den Winkel schlenzte.

Harry Maguire verursachte auch das zweite Tor der Deutschen.
Harry Maguire verursachte auch das zweite Tor der Deutschen. © Shutterstock/imago

Uli Hoeneß, der bei RTL als Experte seine Meinung zum Besten gab, konnte nicht anders, als Maguire in seiner Spielkritik zu erwähnen. „Das Spiel war natürlich ein Spiel in verschiedenen Phasen. Die erste Halbzeit war ein Geplänkel von beiden Seiten, da hat man gemerkt, dass beide Mannschaften ihre Form suchen“, fasste er die ersten 45 Minuten zusammen. „Nach der Halbzeit hat unsere Mannschaft 20 Minuten hervorragend gespielt, 2:0 geführt, total überlegen gespielt - Maguire hat natürlich auch ein bisschen geholfen. Es ist schade, dass die Mannschaft dann ihren Rhythmus verloren hat. Denn ein Sieg hier hätte Selbstbewusstsein gegeben.“ 

Deutschland spielt Remis in England: Timo Werner enttäuscht auf Seiten des DFB-Teams

Aufseiten des DFB-Teams fiel besonders Timo Werner negativ auf. Der RB-Leipzig-Rückkehrer wurde zur Halbzeit für Jonas Hofmann eingewechselt und hatte nach einer Stunde das 2:0 auf dem Schlappen. Der 26-Jährige war von rechts in den Strafraum eingedrungen und profitierte sogar noch von einem Ausrutscher von Eric Dier. Werner suchte aus fünf Metern allerdings nicht den Abschluss, sondern entschied sich, querzulegen. Allerdings legte der Stürmer dabei nicht die nötige Präzision an den Tag und spielte dem Gegner ohne Not den Ball zurück.

Beim Treffer zum 2:0 durch seinen ehemaligen Chelsea-Kollegen Kai Havertz behielt er allerdings den Überblick und konnte letztlich zumindest als Vorbereiter hervortreten. Das Stürmer-Problem bleibt dennoch präsent, Flick allerdings vertraut wohl weiterhin dem gebürtigen Stuttgarter. Hier verzichtete Hoeneß, der erst kürzlich mit einem Wut-Anruf im Doppelpass die Schlagzeilen bestimmte, immerhin auf einen negativen Kommentar. (ajr)

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