DFB-Frauen-Nationalmannschaft

Das „kleine Püppchen“ als Werbe-Star der DFB-Mädels - und für Google am „interessantesten“

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Sara Däbritz ist der Werbe-Star der DFB-Mädels - und wird am meisten gegoogelt.

Mit drei Toren ist Sara Däbritz bisher die treffsicherste Deutsche bei der Frauen-WM. Sie verfolgt einen Rekord von Birgit Prinz und weckt Interesse. 

Rennes - In der Werbung ist Sara Däbritz fast so omnipräsent wie auf dem Feld in französischen WM-Stadien. Ob in den Spots von US-Sportartikelgigant Nike, Coca-Cola oder der Commerzbank: Sie mischt als einzige deutsche Fußball-Nationalspielerin in der obersten Liga mit.

Auch bei der Endrunde in ihrer zukünftigen Wahlheimat könnte es schlechter laufen für die Mittelfeldspielerin, die zur kommenden Saison von Bayern München zu Paris St. Germain wechselt. Mit ihren insgesamt drei Treffern in den Spielen gegen Spanien (1:0), Südafrika (4:0) sowie im Achtelfinale gegen Nigeria (3:0) ist sie nicht nur beste DFB-Torschützin, sondern wandelt auch auf den Spuren einer Ikone.

Sara Däbritz wandelt auf den Spuren von Birgit Prinz

Däbritz ist die erste Deutsche seit Birgit Prinz beim Turnier 2003, die in drei WM-Partien in Serie getroffen hat. "Ich versuche einfach weiterhin, mein Bestes zu geben - und in den nächsten Spielen noch einmal das eine oder andere Tor nachzulegen", sagte die Olympiasiegerin dazu im Interview mit der Funke Mediengruppe.

Sara Däbritz hat derzeit viele Gründe zu jubeln. 

Das Interesse der Zuschauer hat die 24-Jährige, von Kapitänin Alexandra Popp augenzwinkernd als "kleines Püppchen" tituliert, mit ihren vier Auftritten über die volle Distanz jedenfalls geweckt. 

Laut einer Auswertung des Serviceportals vergleich.org wird keine deutsche Nationalspielerin häufiger über die Suchmaschine Google gesucht. 24.430 Mal wird sie monatlich gegoogelt. Damit liegt sie deutlich vor Lena Goeßling, die auf Platz zwei landet. Die 33-jährige Wolfsburgerin wird monatlich 20.550 Mal gegoogelt. Mit 20.360 monatlichen Suchanfragen belegt Melanie Leupolz vom FC Bayern den dritten Platz. Noch vor Youngster Giulia Gwinn. 

Im Viertelfinale der Frauen-WM trifft Deutschland auf Schweden

Neben einem tollen linken Fuß die große Stärke von Sara Däbritz: ihre Vielseitigkeit. "Ich kann über außen spielen, ich kann auf der Sechs spielen, ich kann auch ein bisschen weiter nach vorne rücken. Das gehört schon zu meinen großen Stärken", sagte die Oberpfälzerin vor dem WM-Viertelfinale am Samstag (18.30 Uhr/ARD und DAZN) gegen Schweden. Eine Lieblingsposition hat sie angeblich nicht: "Es ist mir wurscht, wo ich spiele."

So ganz wurscht aber dann doch nicht, wie der Wechsel zu PSG beweist, dem ewigen französischen Vize hinter der Über-Mannschaft von Olympique Lyon. Dort will Däbritz in ihrer rasanten Entwicklung das nächste Level erreichen. "Ich war in Paris und hatte einen tollen Eindruck vom Trainer, den Trainingsanlagen, vom Konzept und von der Stadt - es war also ein stimmiges Gesamtpaket."

Sara Däbritz freut sich auf Paris

Außerdem freut sie sich auf Weltmeister Kylian Mbappe, wie die 64-malige Nationalspielerin der Bild sagte: "Was der in jungen Jahren schon leistet, wie weit er schon ist - das ist richtig gut." Sprachlich ist sie für das Abenteuer vorbereitet. "Ich hatte vier Jahre Französisch in der Schule, von daher kann ich die Basics für Small-Talk, der Rest kommt sicher von allein."

Auch von der französischen Hauptstadt aus kann Däbritz an ihrem zweiten Standbein für die Zeit nach dem Sport arbeiten, per Fernstudium im Fach Wirtschaftspsychologie. Derzeit allerdings kommen die Lernsachen nicht zum Einsatz. "Jetzt während der WM mache ich nichts, da bin ich ehrlich."

Trotz des sportlichen Erfolgs lief in Frankreich für die deutschen Frauen bisher nicht alles rund, denn sie wurden von der Fifa beim Training gestört. Hier im Ticker lesen Sie alle News zur Frauen-WM

pp/sid

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