Rigoroses Handeln

Ex-Schiedsrichter Rafati: Sofort Spielabbruch bei Rassismus

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Fordert bei Rassismus sofortigen Spielabbruch: Der ehemalige Schiedsrichter Babak Rafati. Foto: Roland Weihrauch/dpa

Düsseldorf (dpa) - Der frühere Bundesliga-Schiedsrichter Babak Rafati hat bei Rassismus und Diskriminierung einen sofortigen Spielabbruch gefordert.

Momentan sollen die Bundesliga-Schiedsrichter nach einem Drei-Punkte-Plan vorgehen und das Spiel zunächst unterbrechen und einen Ausruf machen. "So erzielt der Plan keine Wirkung. Dass zweimal Beleidigen praktisch frei ist, muss abgeschafft werden", sagte der 49-Jährige der Düsseldorfer "Rheinischen Post". "Wir müssen die ersten beiden Stufen komplett weglassen und das Spiel dann sofort abbrechen!"

Der ehemalige Bundesliga- und FIFA-Schiedsrichter verspricht sich von diesem rigorosen Handeln, dass die Täter noch mehr in die Verantwortung genommen werden. "Wenn sich ein Einzelner oder eine Gruppe diskriminierend oder rassistisch äußern und das Spiel dadurch abgebrochen wird, kommen nicht nur das Opfer, sondern auch die Teams und alle anderen Zuschauer im Stadion zu Schaden. Dann wird sich jeder dreimal überlegen, ob er sich dieser Mehrzahl und Wucht von mehreren tausend wütenden Menschen stellen will", sagte Rafati.

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