Frauen-EM: DFB-Team im Endspiel

Holt euch den Titel! Die Final-Mädels im Porträt

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Die DFB-Mädels wollen auch am Sonntag wieder jubeln

Stockholm - Merkel, Niersbach, Löw und Co. wünschen den DFB-Damen Glück für den finalen Showdown. Die jungen Deutschen sind heiß auf den achten EM-Titel. Wir stellen die Final-Mädels vor.

Sogar Angela Merkel und Joachim Löw drücken Deutschlands jungen Titeljägerinnen die Daumen: Die Fußball-Frauen des DFB greifen am Sonntag im Finale gegen Norwegen bereits nach ihrer achten EM-Krone. Hochkonzentriert und motiviert geht das Team von Bundestrainerin Silvia Neid in die finale Vorbereitung. Beim EM-Showdown in der Friends Arena wird die Freundschaft mit dem Gegner auf jeden Fall ruhen. „Wir kennen die Norwegerinnen sehr gut, haben schon häufig gegen sie gespielt. Natürlich wollen wir jetzt den Titel gewinnen“, sagte Neid vor dem Endspiel der Europameisterschaft im schwedischen Solna. Das 0:1 gegen die Norwegerinnen zum Vorrundenabschluss vor zehn Tagen dient als Zusatzmotivation.

Wir stellen die Final-Mädels vor:

Holt euch den EM-Pokal! Die deutschen Final-Mädels im Porträt

Holt euch den EM-Pokal! Die deutschen Final-Mädels im Porträt

Sie wollen am Sonntag den EM-Titel bejubeln: Wir stellen die voraussichtliche Startelf für das Finale gegen Schweden vor © dpa
Nadine Angerer (34): Die Torhüterin und Spielführerin gibt den Takt fürs Finale vor: „Wir müssen total konzentriert sein. Mit Hacke, Spitze, eins, zwei, drei und noch ein bisschen mit dem Popo wackeln werden wir nicht gewinnen.“ © dpa
Leonie Maier (20): Kommt gebürtig aus Stuttgart und hat den gleichen Berater wie VfB-Profi Cacau. In der kommenden Saison spielt die Außenverteidigerin für den FC Bayern München. Wohnt in München in einer WG mit FCB-Kollegin Laura Feiersinger. © dpa
Nadine Keßler (25): Mittelfeld-Ass und Familienmensch. Auf ihrem Fußballschuh sind die Namen ihrer Patenkinder Emma und Lenard gestickt. Neben der sportlichen Karriere arbeitet sie bei einer Werbeagentur. © dpa
Jennifer Cramer (20): Die Linksverteidigerin musste für die EM ein großes Opfer bringen: Sie verpasste ihren eigenen Abi-Ball. War bei der ersten Partie gegen Norwegen nicht in der Startaufstellung, kann also unbekümmert ins größte Finale ihrer jungen Karriere gehen. © dpa
Saskia Bartusiak (30): Innenverteidigerin. Im Halbfinale zur Spielerin des Spiels gekührt. Trägt abseits des Platzes immer Hornbrille (wegen einer Hornhautverkrümmung). Im Spiel verzichtet sie auf Kontaktlinsen. © dpa
Annike Krahn (28, l., mit Silvia Neid): Sie bildet zusammen mit Saskia Bartusiak das Innenverteidigung-Paar. Spricht viel auf dem Platz und organisiert das Spiel mit ihrer Erfahrung. Spielt in Paris und spricht fließend Französisch. © dpa
Lena Goeßling (27): Glättet sich morgens die Haare und schminkt sich vor dem Spiel. Auf dem Platz räumt sie im Mittelfeld auf – ohne Rücksicht auf Verluste. Ist mit Fürth-Profi Kevin Schulze liiert. © dpa
Simone Laudehr (27): Spielt im Mittelfeld und hat die besten Fitnesswerte. Schoß ihr Team mit ihrem Tor gegen Italien ins Halbfinale. Gibt auf dem Platz immer Vollgas. Fährt privat ein 150-PS-Motorrad. © dpa
Dzsenifer Marozsan (21): Die Stürmerin hat ungarische Wurzeln. Ihr Vater Janosch spielte unter anderem in Saarbrücken. Ihr großes sportliches Vorbild ist Christiano Ronaldo © dpa
Celia Okoyino da Mbabi (25): Die Stürmerin war im Halbfinale verletzt, kehrt jetzt aber in die Stammelf zurück. Nach der EM heiratet sie Marko, den Sohn von Milan Sasic. © dpa
Lena Lotzen (19): Sie gab mit 16 Jahren ihr Bundesligadebüt für den FC Bayern. Entwickelt sich auch in der Nationalmannschaft zu einer festen Größe. Hat letztes Jahr ihr Fach-Abitur gemacht und will ein Sportstudium absolvieren. Wichtig für alle Jungs: Lena ist Single. © dpa

„Wir wissen, welches Potenzial in unserer Mannschaft steckt. Im Halbfinale gegen Schweden haben wir es gezeigt“, sagte Saskia Bartusiak. Und Lena Lotzen ist sicher, dass man sich diesmal ganz anders präsentieren wird als zuletzt bei der schmerzlichen Niederlage in Kalmar. Frech kündigte die 19-Jährige an: „Wir werden uns zerreißen. Wir spielen nicht im Finale, um dort zu verlieren.“

Nach dem grandiosen 1:0 gegen Gastgeber Schweden war der DFB-Tross mit dem Zug die 470 Kilometer von Göteborg in den Endspielort Solna (Stockholm) gereist. Nach dem Einzug ins Radisson Blu Royal Park Hotel durften die Spielerinnen am Freitagmorgen auf Shoppingtour in Stockholm gehen. Von dem Angebot wurde rege Gebrauch gemacht.

Dass unabhängig von Sieg oder Niederlage gefeiert wird, ist schon vor dem Highlight klar. „Es wird nach dem Spiel eine Party in unserem Hotel geben und auch einen Empfang am Montag in Frankfurt“, kündigte DFB-Teammanagerin Doris Fitschen am Freitag in Solna an. Nähere Details zu den Abläufen nannte Fitschen nicht. Sollte die DFB-Elf den achten EM-Titel holen, dürfte der Empfang am Römer nach der Rückkehr wohl etwas größer ausfallen.

Ob Celia Okoyino da Mbabi, die das Halbfinale gegen Schweden wegen einer Oberschenkelzerrung verpasst hatte, am Sonntag mitwirken kann, war dagegen weiter unsicher. Man wolle das Training am Nachmittag abwarten, sagte Co-Trainerin Ulrike Ballweg.

Auf große Unterstützung in der Heimat können die Frauen auf jeden Fall bauen. „Auf geht's Mädels, setzt euch wieder Europas Krone auf!“, sagte DFB-Kapitän Philipp Lahm und wünschte den Kolleginnen im Namen der Männer-Nationalelf viel Glück. Wie Millionen von Fans wird auch die Bundeskanzlerin am Sonntag (16.00 Uhr/ARD und Eurosport) im Sommerurlaub mitfiebern, wenn die DFB-Elf erneut Europameister werden will. Per Telegramm wünschte Merkel der Neid-Auswahl vorab „viel Glück, Erfolg sowie starke Nerven“. Vor Ort wird Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich als Regierungsvertreter das Team unterstützen.

Auch DFB-Präsident Wolfgang Niersbach und Generalsekretär Helmut Sandrock werden auf der Tribüne sitzen. Beide waren schon beim Viertel- und Halbfinal-Erfolg dabei. „Nun wünsche ich der Mannschaft, dass sie auch den letzten Schritt macht und sich selbst belohnt. Ich freue mich sehr auf das Endspiel“, meinte Niersbach, der in Solna bei UEFA-Präsident Michel Platini sitzen wird. Der Franzose wird dem Siegerteam den Pokal überreichen.

Den möchte dann Spielführerin Nadine Angerer als Erste in den Himmel recken. Die Chancen stehen gut, denn noch nie hat eine deutsche Frauen-Nationalmannschaft ein EM-Finale verloren. Sieben Endspiele, sieben Triumphe - und schon dreimal war Norwegen (1989, 1991 und 2005) der Unterlegene. „Es wäre natürlich schön, wenn meine junge Mannschaft den achten Titel holt“, sagte Neid und warnte vor dem Gegner, der sich am Donnerstagabend in Norrköping gegen Überraschungs-Halbfinalist Dänemark durch 120 Minuten (1:1, 1:1, 1:0) kämpfen musste und erst im Elfmeterschießen mit 4:2 das glücklichere Ende für sich hatte.

Dass die deutschen Frauen nicht traurig sind über diesen Kraftakt der Norwegerinnen, die ohnehin 24 Stunden weniger Erholungspause bis zum Finale haben, liegt auf der Hand. Zumal am Sonntagnachmittag wieder hochsommerliche Temperaturen erwartet werden. „Für uns war es gut, dass wir einen Tag länger zur Regeneration und Erholung hatten“, sagte Neid. Allerdings sei der Erfolg auf keinen Fall ein Selbstläufer. Wie stark die Norwegerinnen sind, „das haben wir ja schon in der Gruppenphase gesehen“, sagte Neid. „Sie sind robust, klar strukturiert und erzwingen immer wieder Torchancen.“

dpa

Wie Sie das Spiel im TV verfolgen können, lesen Sie hier bei merkur-online.de.

Sportlich und schön: Attraktive Anblicke bei der Frauen-EM

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Natürlich steht das Sportliche bei der Frauen-EM 2013 im Vordergrund. Aber so mancher Mann sieht wohl auch wegen der attraktiven Anblicke zu. Wir zeigen Ihnen hier attraktive Anblicke © AFP
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