Italien: Ciao und arrivederci, Luca Toni!

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Luca Toni droht der Rauswurf aus der italienischen Nationalmannschaft.

Johannesburg - Nach der Blamage beim Confederations Cup in Südafrika droht Luca Toni der Rauswurf aus der italienischen Nationalmannschaft.

Bayern Münchens Stürmerstar könnte zu den ersten Opfern der großen Neustrukturierung beim Weltmeister werden, spekulieren die Medien bereits. Neue Spieler und Taktikwechsel - Trainer Marcello Lippi greift ohne Rücksicht auf die Meriten der Weltmeister von 2006 durch. Noch nennt er keine Namen, die “La Gazzetta dello Sport“ titelte am Dienstag aber schon: “Ciao Toni!“

Seit der Bayern-Star bei der EM 2008 in Österreich und der Schweiz vom Bundesliga-Torschützenkönig zu “Toni torlos“ mutierte, steht er in Italien in der Kritik. “Toni ist raus, wenn er nicht noch aufwachen sollte“, schrieb die “Gazzetta“. Stark gefährdet seien auch Gianluca Zambrotta sowie Gennaro Gattuso. Dem als zu alt kritisierten Kapitän und Abwehrchef Fabio Cannavaro halte Lippi dagegen die Treue. Er und Torwart Gianluigi Buffon seien derzeit als einzige der Weltmeister-Truppe gesetzt.

Fußball-WM: 22 Fakten zum Durchklicken

22 Fakten zum Durchklicken: Ein Jahr vor dem Anpfiff zur Fußball-WM
Die Fußball-Weltmeisterschaft wird am Freitag, 11. Juni 2010 in Johannesburg angepfiffen. In 64 Spielen kämpfen 32 Mannschaften um den Titel. Das Finale am Sonntag, 11. Juli findet ebenfalls im Soccer City Stadion in Johannesburg statt. © dpa
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Ohne Holland fahren wir zur WM - das war einmal! Für das Turnier in Südafrika hat die „Elftal“ das Ticket bereits gelöst. © dpa
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Leopard Zakumi ist das offizielle Maskottchen der Fußball-Weltmeisterschaft 2010. © dpa
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Die WM wird im kommenden Jahr zum 19. Mal ausgetragen. Bislang dürfen sich nur sieben Nationen „Weltmeister“ nennen: Brasilien, Italien, Deutschland, Argentinien, Frankreich, Uruguay und England.  © dpa
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Bei der WM im eigenen Land ging es für die Kicker aus Südkorea bis ins Halbfinale. Im kommenden Jahr sind sie wieder dabei. Das Team hat sich in der Asien-Gruppe qualifiziert. © dpa
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Im Greenpoint-Stadion von Kapstadt wird am Dienstag, 6. Juli 2010 eine der Halbfinalpartien angepfiffen. © dpa
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Das Objekt der Begierde: der Fifa-World-Cup. Der Pokal besteht aus 18-karätigem Gold und Malachitsteinen, er ist 36,8 cm hoch und wiegt 6,175 kg. Entworfen hat ihn der Italiener Silvio Gazzaniga.   © dpa
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Für das Turnier stehen rund drei Millionen Tickets zur Verfügung. 480.000 Tickets sind für Fans in Südafrika reserviert. © dpa
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Für die DFB-Elf wäre das Turnier in Südafrika die 17. WM-Teilnahme. Nur 1930 und 1950 waren die Adlerträger nicht mit von der Partie. © dpa
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Die Vorrundengruppen werden am Freitag, 4. Dezember 2009 in Kapstadt ausgelost. © dpa
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Australien feiert: In Südafrika ist die Nationalelf aus Down Under nach 1974 und 2006 zum dritten Mal bei einer WM-Endrunde dabei  © dpa
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Das zweite Halbfinale steht am Mittwoch, 7. Juli 2010 im neuen Stadion von Durban auf dem Plan. © dpa
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Das Emblem für das Turnier in Südafrika ist am 7. Juli 2006 in Berlin vorgestellt worden. Es zeigt einen Kicker beim Fallrückzieher. © dpa
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Erstmals wird eine Fußball-Weltmeisterschaft auf dem afrikanischen Kontinent ausgespielt. 46 der 64 WM-Spiele werden von ARD und ZDF live übertragen. © dpa
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Die WM 2010 wird in zehn Stadien in neun verschiedenen Städten ausgetragen. Wie hier in Berlin, soll es auch dort wieder Fan-Feste mit Public Viewing geben. © dpa
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Japan kann für die WM planen. Das Team hat sich schon vorzeitig qualifiziert.  © dpa
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Die Entscheidung für Südafrika als Austragungsort fiel am 15. Mai 2004 in Zürich. Mitbewerber waren Ägyten und Marokko. © dpa
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Südafrika ist als Gastgeber bereits für das Turnier qualifiziert und somit zum dritten Mal bei einer WM-Endrunde dabei. © dpa
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Das Soccer City Stadion in Johannesburg wird bei der WM 96.000 Zuschauern Platz bieten. Seine Form soll an einen traditionellen südafrikanischen Korb erinnern. © dpa
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Gespielt wird in den Städten Johannesburg, Durban, Kapstadt, Tshwane/Pretoria, Nelson Mandela Bay/Port Elizabeth, Nelspruit, Mangaung/Bloemfontein, Polokwane und Rustenburg. © dpa
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Die Preise für die Eintrittskarten sind in vier Kategorien eingeteilt und reichen von 20 bis 900 Dollar. © dpa
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Das Investitionsvolumen des Gastgeberlandes für die Weltmeisterschaft beträgt rund 825 Millionen US-Dollar. © dpa

Nach der ersten Niederlage gegen Ägypten und der 0:3-Pleite gegen Brasilien ist Italiens Fußball am Boden. “Dies ist der schlimmste Moment meiner Amtszeit“, räumte Lippi unumwunden ein. Mit radikalen Maßnahmen will er den Titelverteidiger für die WM 2010 wieder auf Kurs bringen. “Jetzt denke ich auch daran, das Spielsystem zu verändern“, räumte Lippi ein. Vom offensiveren 4-3-3-System könnte er wieder zum 4-4-2 zurückkehren, das er bei der WM in Deutschland zeitweise sogar in noch defensiveres 4-2-3-1-System umgewandelt hatte.

Erstmals scheint Lippi zum großen Schnitt bereit. “Es war besser, die Ohrfeigen jetzt zu kassieren, als in einem Jahr“, betonte der Weltmeister-Coach. Schon am 12. August will er im Freundschaftsspiel in Basel gegen die Schweiz eine neue Squadra Azzurra präsentieren. Noch bleiben die Tifosi in Italien gelassen. Als die Confed-Cup- Versager am Montag in Italien landeten, wurden sie von den Fans wohlwollend empfangen.

dpa

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