Juve hofft auf Diego - Salihamidzic muss passen

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Juventus-Star Diego im Duell mit Roberto Guana (Bologna).

Turin/München - “Forza Diego!“ Im Champions-League- Spitzenspiel bei Bayern München hoffen die Tifosi von Juventus Turin auf das große Comeback ihres neuen Lieblings.

Am Mittwochabend will der von seiner Oberschenkelverletzung genesene Brasilianer in der ausverkauften Allianz Arena Italiens Rekordmeister zum Sieg schießen. Beim ersten Gastspiel in Deutschland nach seinem Wechsel von Werder Bremen nach Italien steht der 24-Jährige jedoch mächtig unter Druck.

Nach seinem grandiosen Saisonstart hat ihn die vor zwei Wochen erlittene Muskelblessur aus dem Tritt gebracht. Sein erster Test beim 1:1 gegen den FC Bologna am Sonntag in der Serie A fiel allenfalls mäßig aus. Trainer Ciro Ferrara überlegt gar, ob er Diego gegen Louis van Gaals Truppe überhaupt in der Startelf bringen soll. “Wir müssen sehen, wie schnell er aufholt“, meinte der Coach vor dem Duell mit dem deutschen Rekordmeister.

Hasan Salihamidzic (r.) fehlt wegen einer Sehnenverletzung

Die Münchner stellen sich trotzdem auch auf Diego ein. “Er war verletzt, aber wir haben ihn lange in der Bundesliga erlebt. Er kann ein Spiel alleine entscheiden. Er hat eine unglaubliche individuelle Klasse“, sagte Torhüter Jörg Butt. Auf ein Wiedersehen mit Hasan Salihamidzic, der 2008 zu Juventus gewechselt war, müssen die Münchner hingegen verzichten. Der 32-Jährige fehlt wegen einer Sehnenverletzung. “Die Enttäuschung ist riesig, das können sie sich vorstellen. Mir blutet das Herz, aber da kann man eben nichts machen“, sagte Salihamidzic dem TV-Sender “Eurosport“.

Champions-League: Das sind die erfolgreichsten Mannschaften

Champions-League Rekordhalter
Platz 6: Der FC Porto mit zwei Finalsiegen (1987, 2004). © dpa
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Ebenfalls Platz 6: Juventus Turin mit zwei Finalerfolgen (1985, 1996). © dpa
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Ebenfalls Platz 6: Nottingham Forest. Der Verein gewann den Titel „Europapokal der Landesmeister“ zweimal hintereinander (1979, 1980). Heute spielt Forest in der zweiten englischen Liga. Auf dem Bild ist Bayern-Spieler Jürgen Klinsmann zwischen Nottinghams Scot Gemmill (links) und Stuart Pearce. © dpa
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Ebenfalls Platz 6: Benfica Lissabon gewann den damaligen Europapokal zweimal hintereinander (1961, 1962) mit Portugals Fußball-Legende Eusebio.  © dpa
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Platz 5: Manchester United. Der aktuelle Titelhalter gewann den Europapokal der Landesmeister bzw. die Champions-League dreimal (1968, 1999, 2008). © dpa
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Ebenfalls Platz 5: Inter Mailand hat den „Europapokal der Landesmeister“ 1964 und 1965 gewonnen. 2010 folgte dann ein weiterer Triumph in der Champions League. © dpa
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Platz 4: Der FC Bayern München gewann den Europapokal der Landesmeister dreimal hintereinander (1974, 1975, 1976). Erst ein Vierteljahrhundert später (2001) gewannnen die Bayern wieder die spätere Champions-League. © dpa
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Ebenfalls Platz 4: Der FC Barcelona holte die Trophäe vier Mal (1992, 2006, 2009, 2011). © dpa
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Ebenfalls Platz 4: Ajax Amsterdam holte viermal die Trophäe (1971, 1972, 1973, 1995).    © dpa
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Platz 3: Der FC Liverpool mit 5 Titelgewinnen (1977, 1978, 1981, 1984, 2005). © dpa
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Platz 2: Der AC Mailand holte die Trophäe sieben Mal (1962, 1969, 1989, 1990, 1994, 2003, 2007). © dpa
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Platz 1: Real Madrid. Sensationelle neun Mal gewannen die „Galaktischen“ die wichtigste Trophäe im europäischen Vereinsfußball. (1956, 1957, 1958, 1959, 1960, 1966, 1998, 2000, 2002) © dpa

Die “La Gazzetta dello Sport“ zählte Diego am Montag zu den schwächsten Turinern auf dem Platz. “Zwei vermasselte Chancen und sonst nicht viel. Diego ist nicht wiederzuerkennen“, urteilte Italiens größte Sporttageszeitung. Nach den beiden überragenden Auftaktspielen mit zwei Toren hatten sich die Zeitungen mit Lobeshymnen auf den “Fantasista“ noch überschlagen: Der “Corriere dello Sport“ krönte den ehemaligen Werderaner zu “König Diego“ und “Tuttosport“ taufte ihn gar schon in “Maradiego“ um. Seit den glorreichen Zeiten von Diego Maradona beim SSC Neapel haben Italiens Gazzetten kaum einen Liga-Neuling so überschwänglich gefeiert.

Bis vor zwei Wochen war Diego regelmäßig Juves bester Mann auf dem Platz. Der Mittelfeldspieler war brandgefährlich, Dreh- und Angelpunkt im Spiel nach vorn und zudem stets torgefährlich. “Dabei bin ich längst noch nicht in Top-Form“, erklärte Diego damals. Nach seiner Verletzungspause müsse er aber erst wieder Anschluss finden, gab die Gazzetta Trainer Ferrara recht. Der nahm Diegos lauwarme Vorstellung gegen Bologna auf seine Kappe und machte dem Brasilianer keinerlei Vorwürfe. “Vielleicht wollte ich einige Spieler, die noch nicht wieder in Top-Form waren, zu früh bringen“, sagte Ferrara selbstkritisch. Gegen Bologna musste der Coach gleich mehrere Rekonvaleszenten auswechseln, was das Gleichgewicht im Team störte.

So ließ sich Juve (14 Punkte) den sicher glaubten Sieg noch abnehmen und musste sich hinter Spitzenreiter Sampdoria Genua (15) und vor Titelverteidiger Inter Mailand (13) einreihen. Der Rückschlag vor dem Spiel in München macht Trainer Ferrara aber keine Sorgen. “Die Mannschaft wird gegen die Bayern mit großem Enthusiasmus zurückkommen“, versprach er. Und Diego will unbedingt seinen Beitrag leisten.

dpa

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