Kritik an Rehhagels Griechen - Hitzfelds Schweizer Favoriten

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Kopfballduell: Der Grieche Georgios Samaras (rechts) gegen den Moldawier Victor Bulat.

Hamburg  - Nach dem peinlichen 1:1 in Moldawien hat die griechische Presse den Europameister von 2004 und Trainer Otto Rehhagel heftig kritisiert.

Von einer “Tragödie der Nationalelf“ schrieb die Zeitung “Derby“ am Donnerstag. “Ta Nea“ hatte im WM-Qualifikationsspiel am Mittwoch in Chisinau eine “schwer kranke Nationalmannschaft“ gesehen und dem früheren Bundesliga-Coach “Überheblichkeit und Fehler“ vorgeworfen. Nach der Führung durch den Leverkusener Theofanis Gekas und zahlreichen Torchancen kassierten die Griechen in der 90. Minute den Ausgleich. “Zum Weinen“ fand die politische Zeitung “Eleftherotypia“ den Auftritt. “Rehhagel hat vergessen, die Mannschaft frischer zu machen!“, schrieb “Sportday“.

Obwohl die Schweiz mit Trainer Ottmar Hitzfeld zur gleichen Zeit nicht über ein 2:2 in Lettland hinauskam, haben die Eidgenossen nun in Gruppe 2 die besten Karten, sich als Erster direkt für die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika zu qualifizieren. Bei zwei noch ausstehenden Spielen in Luxemburg (10. Oktober) und zu Hause gegen Israel (14. Oktober) haben die Schweizer (17 Punkte) drei Zähler Vorsprung auf Griechenland und Lettland (beide 14).

Hitzfeld: Moldawien hat uns stark geholfen

“Erfreulich für uns ist natürlich, dass uns Moldawien so stark geholfen hat. Das half uns, die Griechen auf Distanz zu halten. Wir selber hatten es ja nicht geschafft“, sagte Hitzfeld. Die Tore der Gäste erzielten der frühere Dortmunder Alexander Frei und der Leverkusener Eren Derdiyok. “Es war enorm wichtig, hier noch einen Punkt mitzunehmen. Grad wenn ich höre, was die Griechen gemacht haben“, sagte der Bundesliga-Profi. Sein Vereinskollege Tranquillo Barnetta meinte: “Nun sind wir wieder einen Schritt näher an Südafrika, aber wir müssen weiter hart arbeiten.“

Die Griechen müssen sich jetzt wohl auf den Kampf um den zweiten Platz konzentrieren, der zur Teilnahme an den Relegationsspielen am 14. und 18. November berechtigt. “Drama! Jetzt um alles oder nichts gegen Lettland um Platz 2“, schrieb “To Fos“ mit Blick auf das Heimspiel am 10. Oktober.

dpa

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