Löw: WM -Befürchtungen unbegründet - Schwierige Quartierfrage

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Bundestrainer Joachim Löw

Johannesburg - Joachim Löw hat bei seiner Stippvisite in Südafrika wichtige sportliche und organisatorische Erfahrungen für die Fußball-Weltmeisterschaft gewonnen.

"Die Befürchtungen, dass die Stadien nicht fertig sind oder die Infrastruktur Probleme bereitet, ist relativ unbegründet", sagte Löw der Deutschen Presse-Agentur dpa am Freitag in Johannesburg kurz vor dem Rückflug nach Deutschland.

Die Atmosphäre bei den von ihm besuchten Halbfinalspielen des Confederations Cups sei durchaus beeindruckend gewesen. "Die Geräuschkulisse ist ungewohnt. Bei uns in den Stadien sind es eher die Anfeuerungsrufe und Schlachtgesänge, hier sind es andere Töne", sagte Löw in Bezug auf den ohrenbetäubenden Lärm der Vuvuzelas. "Mit Dauer ist es auch etwas nervend", gestand der Bundestrainer.

Fußball-WM: 22 Fakten zum Durchklicken

22 Fakten zum Durchklicken: Ein Jahr vor dem Anpfiff zur Fußball-WM
Die Fußball-Weltmeisterschaft wird am Freitag, 11. Juni 2010 in Johannesburg angepfiffen. In 64 Spielen kämpfen 32 Mannschaften um den Titel. Das Finale am Sonntag, 11. Juli findet ebenfalls im Soccer City Stadion in Johannesburg statt. © dpa
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Ohne Holland fahren wir zur WM - das war einmal! Für das Turnier in Südafrika hat die „Elftal“ das Ticket bereits gelöst. © dpa
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Leopard Zakumi ist das offizielle Maskottchen der Fußball-Weltmeisterschaft 2010. © dpa
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Die WM wird im kommenden Jahr zum 19. Mal ausgetragen. Bislang dürfen sich nur sieben Nationen „Weltmeister“ nennen: Brasilien, Italien, Deutschland, Argentinien, Frankreich, Uruguay und England.  © dpa
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Bei der WM im eigenen Land ging es für die Kicker aus Südkorea bis ins Halbfinale. Im kommenden Jahr sind sie wieder dabei. Das Team hat sich in der Asien-Gruppe qualifiziert. © dpa
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Im Greenpoint-Stadion von Kapstadt wird am Dienstag, 6. Juli 2010 eine der Halbfinalpartien angepfiffen. © dpa
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Das Objekt der Begierde: der Fifa-World-Cup. Der Pokal besteht aus 18-karätigem Gold und Malachitsteinen, er ist 36,8 cm hoch und wiegt 6,175 kg. Entworfen hat ihn der Italiener Silvio Gazzaniga.   © dpa
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Für das Turnier stehen rund drei Millionen Tickets zur Verfügung. 480.000 Tickets sind für Fans in Südafrika reserviert. © dpa
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Für die DFB-Elf wäre das Turnier in Südafrika die 17. WM-Teilnahme. Nur 1930 und 1950 waren die Adlerträger nicht mit von der Partie. © dpa
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Die Vorrundengruppen werden am Freitag, 4. Dezember 2009 in Kapstadt ausgelost. © dpa
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Australien feiert: In Südafrika ist die Nationalelf aus Down Under nach 1974 und 2006 zum dritten Mal bei einer WM-Endrunde dabei  © dpa
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Das zweite Halbfinale steht am Mittwoch, 7. Juli 2010 im neuen Stadion von Durban auf dem Plan. © dpa
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Das Emblem für das Turnier in Südafrika ist am 7. Juli 2006 in Berlin vorgestellt worden. Es zeigt einen Kicker beim Fallrückzieher. © dpa
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Erstmals wird eine Fußball-Weltmeisterschaft auf dem afrikanischen Kontinent ausgespielt. 46 der 64 WM-Spiele werden von ARD und ZDF live übertragen. © dpa
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Die WM 2010 wird in zehn Stadien in neun verschiedenen Städten ausgetragen. Wie hier in Berlin, soll es auch dort wieder Fan-Feste mit Public Viewing geben. © dpa
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Japan kann für die WM planen. Das Team hat sich schon vorzeitig qualifiziert.  © dpa
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Die Entscheidung für Südafrika als Austragungsort fiel am 15. Mai 2004 in Zürich. Mitbewerber waren Ägyten und Marokko. © dpa
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Südafrika ist als Gastgeber bereits für das Turnier qualifiziert und somit zum dritten Mal bei einer WM-Endrunde dabei. © dpa
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Das Soccer City Stadion in Johannesburg wird bei der WM 96.000 Zuschauern Platz bieten. Seine Form soll an einen traditionellen südafrikanischen Korb erinnern. © dpa
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Gespielt wird in den Städten Johannesburg, Durban, Kapstadt, Tshwane/Pretoria, Nelson Mandela Bay/Port Elizabeth, Nelspruit, Mangaung/Bloemfontein, Polokwane und Rustenburg. © dpa
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Die Preise für die Eintrittskarten sind in vier Kategorien eingeteilt und reichen von 20 bis 900 Dollar. © dpa
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Das Investitionsvolumen des Gastgeberlandes für die Weltmeisterschaft beträgt rund 825 Millionen US-Dollar. © dpa

Nach Ansicht von Teammanager Oliver Bierhoff gehört dies aber auch zur Besonderheit eines Turniers auf einem anderen Kontinent. "Es ist schön, verschiedene Arten der Anfeuerung mitzubekommen. Es wäre schade, wenn die Vuvuzelas verboten würden." Der Manager beschrieb seine Eindrücke als gut. "In den Stadien war die Stimmung sehr herzlich und es war alles gut organisiert. Man merkte aber noch nicht die Fußball-Begeisterung wie beim Confed Cup 2005 in Deutschland ."

Auch wenn Rekord-Weltmeister Brasilien und Außenseiter USA am Sonntag das Endspiel des WM -Testturniers bestreiten, war für Löw "Spanien die beste Mannschaft im Turnier". Der Europameister hatte gegen die Amerikaner überraschend im Halbfinale mit 0:2 verloren und spielt nun am Sonntag nur um Platz drei gegen Gastgeber Südafrika. "Spanien hatte die bessere Spielanlage als Brasilien. Die Brasilianer leben von vielen Individualisten, aber Spanien ist die spielerisch stärkste Mannschaft", analysierte Löw.

Zudem habe sich beim Confed Cup die Tendenz bestätigt, dass die Zeit der "großen Unterschiede" zwischen den Nationen vorbei sei. "Selbst die USA konnten mit einer motivierten Leistung und einer vielbeinigen Defensive einmal gegen eine Mannschaft wie Spanien gewinnen. Oder Südafrika bietet den Brasilianern Kaká oder Robinho Paroli. Ich glaube, dass im nächsten Jahr bei der WM alles sehr eng zusammenliegen wird", kommentierte der Bundestrainer.

Löw nahm während des dreitägigen Aufenthalts zusammen mit seinem Assistenten Hans-Dieter Flick sowie Bierhoff und DFB -Reisechef Wolfgang Wirthmann auch erstmals die möglichen WM -Quartiere der deutschen Nationalmannschaft in der Region Gauteng bei Johannesburg persönlich in Augenschein. Vier Hotels seien noch in der Endauswahl. Löw bereiten insbesondere die Trainingsbedingungen Sorge, im südafrikanischen Winter seien auch Flutlicht-Anlagen wichtig. "Da kann man nur hoffen, dass die FIFA sich dieses Themas annimmt", sagte Bierhoff vor der Rückreise am Freitagabend nach Deutschland.

Von Klaus Bergmann, dpa

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