Meistertitel verspielt: Inter lässt Milan ziehen

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Parma jubelt, Wesley Sneijder (vorn) ist bedient

Mailand - Entzaubert, entkräftet, entmutigt: Inter Mailand ist nur noch ein Schatten seiner selbst. Die von Schalke 04 deklassierte Übermannschaft der vergangenen Saison verspielt einen Titel nach dem anderen.

Nach dem desaströsen K.o. in der Champions League gegen Schalke 04 hat Titelverteidiger Inter Mailand auch in der italienischen Fußball-Meisterschaft abgedankt. Der Triple-Gewinner verlor am Wochenende mit 0:2 beim abstiegsbedrohten FC Parma und hat damit fünf Spieltage vor Ende der Saison bereits acht Punkte Rückstand auf Spitzenreiter AC Mailand.

Während der Lokalrivale mit einem 3:0-Erfolg über Sampdoria Genua souverän auf Meisterkurs steuert, hat der Vorjahreschampion resigniert: “Das ist zu viel Rückstand“, gab Inter-Trainer Leonardo nach der vierten Niederlage in den letzten fünf Spielen zu. “Ciao, Ciao Meisterschaft - Inter bricht zusammen“, titelte die “Gazzetta dello Sport“ am Sonntag.

Die besten Fan-Choreographien in Europas Stadien

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Die besten Fan-Choreographien in Europas Stadien
Ein Traum in weiß-blau: Fans des TSV 1860 bei der Eröffnung der Münchner Allianz-Arena. © dpa
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Auch die Bayern Fans zeigen Flagge: Sie tauchten einen Tag später die Arena in Rot und Weiß. © ap
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Deutschland-Fans tauchen die Kurve des Wiener Ernst-Happel-Stadions beim EM-Finale 2008 in Weiß und Schwarz. © dpa
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Ein deutscher Anhänger hat sich im Schweizer Fan-Block verirrt. © dpa
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Sechzger-Fans im Grünwalder Stadion in Giesing. © sampics
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Deutsche Fans zeigen ihrem Team bei der Europameisterschaft, wo es hingehen soll: zum Finale nach Wien. © dpa
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Kroatische Fußball-Anhänger bei der Europameisterschaft im vergangenen Jahr. © wikipedia kawu
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Die Anhänger von 1860 sind für ihren Einfallsreichtum bei Fan-Choreographien bekannt. © sampics
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Noch acht Spiele im alten Tivoli-Stadion. Dann ziehen die Aachener-Kicker um. © dpa
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Deutsche Fans vor der Begegnung gegen Tschechien im Herbst 2007 in der Münchner WM-Arena. © Florian Weiß
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Kämpfen und Siegen lautet die Devise der Augsburger Zuschauer. © dpa
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Gigantische Blockfahne, erstellt in Eigenregie: Die Löwen-Fans entrollen vor dem Spiel gegen Kaiserslautern im April 2009 eine 50x20 m großes Transparent. © sampics
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Der FC Bayern und die Meisterschale - ein vertrautes Bild. © dpa
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"Der Betze brennt": Fans des 1.FC Kaiserslautern im Fritz-Walter-Stadion. © dpa
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Die Fans wollen einheitliche Anstoßzeiten in der Bundesliga. Und zwar samstags, um 15.30 Uhr. © dpa
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Für jeden Fan ein Fähnchen: Gleich spielen die deutschen Adlerträger. © dpa
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Löwen-Fans machen sich vor dem Derby gegen Nürnberg im Dezember 2008 für eine Rückkehr ins Grünwalder Stadion stark. © sampics
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BVB-Anhänger schwören ihrer geliebten Dortmunder Borussia ewige Treue. © dpa
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Tooor - so steht es auf den Plakaten der Dynamo Dresden Fans geschrieben. © dpa
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Für immer und ewig: Bochumer Supporter im Ruhrstadion. © dpa
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Der offizielle Fan-Club der deutschen Nationalmannschaft hat ein eigenes Groß-Transparent. © dpa
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Bayern-Fans sagen: Servus Mehmet Scholl. © dpa
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Ein überdimensionales Trikot der französischen "Equipe Tricolore", ausgebreitet auf den Rängen des Stade de France in Paris-St.Denis. © dpa
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Champions League 2006/2007: Eine Choreographie soll den Spielern des FC Bayern den Weg ins Finale nach Athen weisen. © dpa
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WM 2006: Finale oh oh, Finale oh oh oh oh!!! © dpa
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Freiburger Zuschauer setzten sich für den Verbleib von Volker Finke an der Dreisam ein. Geholfen hat es nichts: Der Coach musste trotzdem gehen. © dpa
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Die Bayern-Südkurve feiert die 20. Deutsche Meisterschaft. © dpa
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Bei der WM 2002 schreien fanatische Anhänger von Südkorea ihr Team bis ins Halbfinale. © dpa
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Eine Choreographie fast ganz ohne Fans: die Tribüne in der HSH Nordbank Arena in Hamburg. © dpa
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Bayern-Fans bedanken sich bei ihrem Kaiser Franz Beckenbauer. © dpa
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Russische Anhänger bei der Europameisterschaft im vergangenen Jahr. © dpa
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Sind bekannt für ihre stimmgewaltigen Gesänge: die Fans von Mainz 05. © dpa
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Ein Bild aus alten Tagen: Bayern-Anhänger präsentieren in der Südkurve des Olympia-Stadions ein Trikot mit der Nummer 12. © dpa
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"Nur gemeinsam sind wir stark" - Freiburger Anhänger demonstrieren Einheit. © dpa
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Russische Fans vor einem Spiel bei der Europameisterschaft in Innsbruck. Über allen thront auf der Anzeigentafel der Trainer des Teams, Guus Hiddink © dpa
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Schalker Legenden sterben nie: Die Fans lassen Ernst Kuzorra hochleben. © dpa
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1. FC Union Berlin © dpa
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St-Pauli-Fans im legendären Stadion am Millerntor in Hamburg. © dpa
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Gehören zu den treuesten Anhänger der Fußball Bundesliga: die Fans vom 1. FC Köln. © wikipedia Sebastian Ritter
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Im spanischen Block feiern begeisterte Zuschauer den Gewinn der Europameisterschaft. © dpa
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Schalke-Anhänger schwören ihrem Verein Treue bis zum Tod. © dpa
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Eintracht-Fans in der Commerzbank Arena in Frankfurt. © wikipedia Dirk Ingo Franke
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Ein aufwändige Choreographie im Karlsruher Wildparkstadion. © wikipedia firestar
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Sechs Spanierinnen, sechs Buchstaben: E-S-P-A-N-A! © dpa
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Bayern-Fans feiern 2001 auf dem Münchner Marienplatz den Sieg in der Champions League. © Kurzendörfer
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Die Fans von den Young Boys Bern sorgen in der Schweiz für mächtig Stimmung. © wikipedia amstutzmarco
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Schalke 04 - die Macht im Revier! © dpa
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Bayern-Anhänger in der Allianz Arena. © Westermann
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Die Fankurve im Bernabeu-Stadion vor dem Stadtderby Real gegen Atletico Madrid. © wikipedia elemaki
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Forca! Portugisische Fans präsentieren ihre Schals. © wikipedia Fritz Duras
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Köln-Fans im Rhein-Energie-Stadion. © wikipedia Sebastian Ritter
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Ein überdimensionales Kunstwerk: die Choreographie im Magdeburger Stadion. © wikipedia Sven Gebhard
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Bayern-Fans beim Derby gegen 1860 im Oktober 2001. © Bodmer

Die 0:3-Pleite im Derby gegen Milan und die beiden Demütigungen durch Schalke (2:5 und 1:2) haben Inters Star-Ensemble die Beine gelähmt. Sebastian Giovinco (35. Minute) und Amauri (85.) schossen die harmlosen Mailänder in Parma ab. “Am Einsatz hat es nicht gemangelt, uns fehlt die Kraft“, erklärte Leonardo. Immer mehr Kritiker suchen die Schuld aber bei ihm. Der noch wenig erfahrene Trainer mache zu viele taktische Fehler. Dass der 41-Jährige gegen Parma ausgerechnet Wesley Sneijder zunächst auf der Bank ließ, verstand keiner - auch nicht der verärgerte Niederländer.

Nach fünf Meistertiteln am Stück scheint Inters Erfolgsserie endgültig gerissen. Nun ist auch noch die letzte Titelchance im italienischen Pokal in Gefahr. In der jetzigen Verfassung ist Inter im Halbfinale gegen Vize-Meister AS Rom kein Favorit mehr, obwohl die Römer bei ihrer 2:3-Heimniederlage gegen US Palermo am Samstagabend ebenfalls einen Dämpfer erlitten und um den Einzug in die Champions League bangen müssen.

Milan dagegen schwimmt weiter auf der Erfolgswelle. Clarence Seedorf, der überragende Antonio Cassano (54./Elfmeter) und Robinho (61.) sicherten am Wochenende den ungefährdeten dritten Sieg in Serie. Trainer Massimiliano Allegri bleibt dennoch weiter vorsichtig. Sein Blick wendet sich aber immer mehr auf Verfolger SSC Neapel, der am Sonntagabend mit einem Sieg über Udinese Calcio wieder bis auf drei Zähler heranrücken konnte. Inter hat Allegri als Titelrivalen abgeschrieben: “Acht Punkte Rückstand sind schon eine Menge“, meinte der Milan-Coach.

Dessen Freude über den “wichtigen Sieg gegen Sampdoria“ und das Comeback von Regisseur Andrea Pirlo nach dreiwöchiger Verletzungspause wurde aber von zwei Verletzungen getrübt: Torwart Christian Abbiati musste gegen Genua bereits nach 19 Minuten mit einem Problem im rechten Knie vom Platz. In der 40. Minute folgte der Brasilianer Pato mit Schmerzen im rechten Oberschenkel.

dpa

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