Mesut Özil - einer für Jogi

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Super-Talent Mesut Özil.

Malmö - Seine beste Turnier-Leistung hat sich Mesut Özil für das Finale aufgehoben. Stolz und glücklich präsentierte der Jungstar nach seinem Spiel die EM -Trophäe.

 “Wir wollten diesen Pott und nun bin ich Europameister“, sagte der Matchwinner von Malmö nach dem beeindruckenden 4:0-Finalsieg der U21-Junioren gegen England. Wie schon im DFB-Pokalfinale, dass er mit seinem Siegtreffer für Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen entschied, war Özil auch diesmal der entscheidende Akteur.

“Er ist einfach ein überragender Spieler“, lobte Kapitän Sami Khedira seinen außergewöhnlichen Mitspieler. Doch sein Team musste bis zur letzten Partie auf die Leistungs-Explosion warten. Erst im fünften Turnierspiel, als Trainer Horst Hrubesch gezwungen war, sein System umzustellen und der Bremer endlich wieder auf seine gewohnte Position ins Mittelfeld rücken konnte, blühte Özil auf. Prompt erzielte er einen Freistoßtreffer und bereitete zwei weitere Tore zum 4:0-Erfolg vor.

Die besten Bilder vom EM-Finale

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Dass er zu den Besten im Team des neuen Junioren-Europameisters zählt, war seinem Coach lange bewusst. “Er ist einer der perfektesten Spieler, die ich dabei habe“, befand Hrubesch schon nach dem Auftaktspiel gegen Spanien. Doch in der Not musste Özil in der Elf ohne echten Stürmer in vorderster Front agieren, wurde so seiner eigentlichen Stärken beraubt und blieb in den meisten Partien hinter den Erwartungen. “Natürlich war das ungewohnt für mich, als Stürmer zu spielen“, sagte er nach der Auszeichnung für den besten Spieler im Finale. “Aber ich wollte der Mannschaft auch so gut es geht helfen. Und wenn das Team stark spielt, ist es auch für mich einfacher.“

Unsere Fußball-Zukunft! Die U21-Helden im Porträt

Die U21-Helden: Die Zukunft unseres Fußballs
Sie sind die Zukunft des deutschen Fußballs: Unsere U21-Europameister! Die Jung-Stars im Stenogramm. © dpa
Die U21-Helden: Die Zukunft unseres Fußballs
Manuel Neuer (Towart, Schalke): Ältester Spieler im Kader. Der Rückhalt im Team. Sorgt mit flotten Sprüchen für gute Stimmung. © dpa
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Andreas Beck (Verteidiger, Hoffenheim): Der „Intellektuelle“. Ist mit etlichen Büchern angereist. Sorgt rechts für gefährliche Vorstöße. Schoss das Team ins Finale. © dpa
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Benedikt Höwedes (Verteidiger, Schalke): Der Abwehrchef. Bildet mit Zimmernachbar Neuer den Schalker Riegel. Erzielte gegen Finnland das erste Turniertor. Löste mit seinem Treffer gegen Frankreich das EM-Ticket. © dpa
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Jerome Boateng (Verteidiger, HSV): Die Turnierentdeckung. Darf in der U 21 auf seinem Stammplatz spielen. Beim HSV zuletzt auf zu vielen unterschiedlichen Positionen. © dpa
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Sebastian Boenisch (Verteidiger, Bremen): Musste im ersten Spiel gegen Spanien passen. Pausierte wegen einer Bänderdehnung im Sprunggelenk. Hat sich zum Halbfinale wieder herangekämpft. © dpa
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Mats Hummels (Mittelfeld, Dortmund): Bayern lieh in zunächst nach Dortmund aus, verkaufte ihn im Februar ebdgültig nach Dortmund. Im Finale mit ganz starken Zweikampfwerten und großer Übersicht © dpa
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Fabian Johnson (Mittelfeld, 1860): Der Flügelspieler wurde von Hrubesch überraschend in den Kader berufen. Ohne Einsatz in der Qualifikation, rückte nach guter Leistung im Halbfinale in die Startelf fürs Finale. © AP
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Sami Khedira (Mittelfeld, VfB Stuttgart): Der Kapitän, Führungsspieler und ruhende Pol. Fiel im Halbfinale wegen eines Blutergusses im Knie aus. Bundestrainer Löw hat ihn auf seiner Liste. © dpa
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Gonzalo Castro (Mittelfeld, Leverkusen): Startete auf der rechten Seite ins Turnier, rutschte dann ins Mittelfeld. Schoss im Finale das 1:0. © dpa
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Mesut Özil (Mittelfeld, Bremen): Spielte ein überragendes Turnier. Allein im Finale bereitete er zwei Tore vor, schoss einen Treffer selber – und wurde so zum Matchwinner. © dpa
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Sandro Wagner (Sturm, Duisburg): Im Finale zum ersten Mal von Beginn an, fand zunächst jedoch überhaupt nicht ins Spiel. Dann erzielte er gleich zwei Tore. © dpa
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Hoffentlich sehen wir einige der Helden bald bei Jogi Löw, der das Finale - natürlich! - von der Tribüne aus ansah. © dpa

Die überragende Leistung des im Winter 2008 für fast fünf Millionen Euro vom FC Schalke 04 zu Werder Bremen gewechselten Youngster blieb auch dem Bundestrainer nicht verborgen. Joachim Löw, der die Partie im New Stadium Malmö von der Tribüne aus verfolgte, war begeistert von der Vorstellung des Mittelfeldakteur. “Wenn Mesut Özil sein Potenzial ausschöpft, ist er einfach genial. Er macht Dinge, die wenige Spieler beherrschen. Besser kann man die Pässe nicht spielen“, befand der Bundestrainer. Was fehlt, ist die Konstanz. “Dann kann er ein Top-Spieler auf hohem Niveau werden“, meinte Löw, der den in Gelsenkirchen geborenen Deutsch-Türken auch schon in die A-Mannschaft berief. Dort will Özil natürlich so schnell wie möglich wieder hin, auch wenn er noch zu den Spielern zählt, die weiterhin in der U 21 auftreten können. Doch nach dem EM -Titel und dem DFB -Pokalsieg hat der Bremer sogar schon die WM 2010 in Südafrika im Visier. “Ich werde mich in der Bundesliga mit guten Leistungen empfehlen, dann wird der Bundestrainer entscheiden, ob ich dabei bin oder nicht“, meinte Özil.

dpa

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