Verschuldung

Platini: "Es droht ein Desaster"

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Michel P latini

Warschau - UEFA-Boss Michel Platini sieht im Kampf gegen die Verschuldung der europäischen Profi-Klubs die größte Herausforderung.

 „Der Fußball ist in großer Gefahr“, sagte der französische Präsident der Europäischen Fußball-Union der Tageszeitung Die Welt, „er ist in Gefahr, seine Popularität aufs Spiel zu setzen. Wenn in den ersten Ligen Europas im Jahr 2010 insgesamt 1,6 Milliarden Euro Schulden gemacht wurden, hat der Fußball ein großes Problem. Vereine werden pleite gehen.“

In Deutschland sei das kein so gravierendes Problem, „weil die Bundesliga mit ihrem Lizenzierungsverfahren ein wirkungsvolles Instrument gegen diesen Wahnsinn hat. Aber außerhalb der deutschen Grenzen droht ein Desaster“. Abhilfe soll das Financial Fairplay, das ab 2013 eingeführt wird, schaffen. Platini: „Dafür haben wir dieses System entwickelt, ja. Wir wollen die Schulden damit drastisch reduzieren. Um die Klubs zu retten - und nicht, weil wir ihnen schaden wollen.“

Auch die Tatsache, dass immer wieder Milliardäre Klubs wie Spielzeuge kaufen und Unsummen in neue Spieler investieren, werde genau beobachtet. „Wir arbeiten daran und schauen uns die Bilanzen der Vereine genau an. Wir schaffen Regeln, die für alle gelten, und lassen diese durch ein unabhängiges Expertengremium überwachen“, betonte der 56 Jahre alte Europameister von 1984.

Platini traut bei der EM 2012 in Polen und der Ukraine (8. Juni bis 1. Juli) dem deutschen Team den großen Wurf zu: „Ich halte Deutschland derzeit für das beste Team Europas. Sehr jung, sehr kreativ. Kein Punktverlust in der Qualifikation. Ihr seid die großen Favoriten für die Europameisterschaft, zusammen mit Spanien. „ Aber das heiße nicht, dass eines der beiden Teams gewinne, es sei nur am wahrscheinlichsten. Es gebe mehrere Mannschaften, die schwer zu besiegen seien: Italien, England, Dänemark, Die Niederlande seien genauso in der Lage zu gewinnen.

Auf die Frage, ob er einen neuen Michel Platini im deutschen Team sehe, antwortete er: „Einen Platini? Spieler wie ich und Franz Beckenbauer gehören heute ins Museum. Spielgestalter wie wir damals sind doch heute gar nicht mehr gefragt. Zinedine Zidane war die letzte wahre Nummer zehn. Dort spielt heute ein Mesut Özil. Ein Spieler, der mehr läuft als ich damals in drei Spielen.“ Der Real-Star sei „ein sehr guter Spieler, aber er ist überall, nicht nur im Zentrum. Ich mag auch Spieler wie Thomas Müller. Und Manuel Neuer. Deutschland hat immer tolle Torhüter.“

Das ist Jogis EM-Kader!

Folgende Spieler stehen im EM-Kader: © dpa
TORHÜTER: Manuel Neuer (FC Bayern): Ultras, weder Gelsenkirchener, die ihn als abtrünnig verurteilen, noch Münchner, die ihn niemals zu akzeptieren bereit sind, interessieren sich für die Nationalmannschaft und die EM nicht. So hat Neuer die Chance, mal wieder uneingeschränkt gemocht zu werden. Seine Saison bei den Bayern schwankte zwischen Heldentaten (Elfmeterschießen in Madrid) und grotesken Fehlern in der Liga. © dpa
Tim Wiese (Werder Bremen): Auf Sardinien, im ersten Trainingslager, hielt der DFB einen Medientag ab, da musste auch der Muffel Tim Wiese eine ganze Stunde Interviews geben. Hinterher beschwerte er sich, immer nur gefragt zu werden, warum er denn von Bremen nach Hoffenheim gehe, wenn er dauerhaft Champions League spielen wolle. Die nächsten Wochen wird die Frage lauten: Wie wird er es schaffen, eine stille Nummer zwei zu sein? © dpa
Ron-Robert Zieler (Hannover 96): Mit 23 schon sagen zu können: Früher war ich bei Manchester United – beeindruckend. Allerdings: Ron-Robert Zieler hat sich in Sir Alex Fergusons Starauswahl nicht durchsetzen können, er war der dritte Torwart, den man nicht als Erben des großen Edwin van der Sar sah. Er durfte nach Hannover wechseln, wo er für die Mannschaft ähnlich wichtig wurde, wie der verstorbene Robert Enke es war. Große Stärke: Ruhe. © dpa
ABWEHR: Philipp Lahm (FC Bayern): Vor zwei Jahren war der Münchner noch der Aushilfskapitän, der Vertreter des verletzten Michael Ballack. Doch schon in Südafrika hat er sich gezielt als dauerhafter Nachfolger positioniert. Sogar eine Autobiografie hat er schon hinter sich, über deren überschaubaren Konfliktstoff wochenlang zu Gericht gesessen wurde. Das Image vom harmlosen „Fipsi“ ist seitdem Vergangenheit, Lahm blickt bei Pressekonferenzen und Interviews ein wenig grimmiger und entschlossener. Für den großen Titel wird es nach drei verlorenen Finals (EM 2008, zweimal Champions League-Finale) mit 28 Jahren Zeit. © dpa
Holger Badstuber (FC Bayern): Nicht so sehr Champions League-betroffen wie die anderen Bayern, weil er im Finale gesperrt fehlte. Zur WM 2010 rutschte er eben noch so in der Kader, spielte in der Vorrunde linker Verteidiger, das war nicht seins. Im Zentrum starke Entwicklung in den letzten zwei Jahren, nahm sich mit dem im Wintersport bekannten Münchner Thomas Baschab einen eigenen Mentaltrainer. In der DFB-Abwehr gesetzt.  © dpa
Jerome Boateng (FC Bayern): Der weltbeste Innenverteidiger, der aber noch nie Innenverteidiger gespielt hat – so wurde über Jerome Boateng, 23, mal geschrieben. Bei den Bayern ist er auf der von ihm favorisierten Position dauerhaft erst zum Zug gekommen, als kein anderer mehr da war. Durchwachsene Saison. Joachim Löw hat ihn für die EM als Außenverteidiger auf dem Zettel und lobt: „2010 auf links, das war sehr zufriedenstellend.“ © dpa
Marcel Schmelzer (Borussia Dortmund): Jürgen Klopp hat ihn auf der Reservebank der zweiten Mannschaft von Borussia Dortmund entdeckt – ab da hat Schmelzer eine Superkarriere gemacht. Kritiker sehen ihn international jedoch an die Grenzen gestoßen. Gut ist er, wenn er einen Gegenspieler zermürben und totlaufen kann (wie am liebsten Bayerns und Hollands Arjen Robben). Das Kopfballspiel dagegen ist nicht Marcel Schmelzers Kernkompetenz. © dpa
Mats Hummels (Borussia Dortmund) © dpa
Benedikt Höwedes (FC Schalke 04): Der Bundestrainer schwärmt von seinen drei Innenverteidigern Badstuber, Mertesacker und Hummels – was im Umkehrschluss bedeutet, dass er den Schalker Höwedes in einer anderen Rolle sieht. Der 24-Jährige kann auch linker oder rechter Verteidiger spielen, im Verein bewies er sich auch auf der Sechser-Position – doch überall gibt es bessere. Höwedes bleibt als Trost da wohl nur: Spieler wie ihn nennt man polyvalent.  © dpa
Per Mertesacker (Arsenal London): „Im Training macht er einen sehr guten Eindruck“, sagt Löw über den England-Legionär, der kraft der Erfahrung aus 80 Länderspielen der klare Abwehrchef sein müsste. Problem: Er hat drei Monate in Folge einer komplizierten Knöchelverletzung nicht gespielt. Vorteil: Der 27-Jährige mit der dank seiner Körpermaße enormen Reichweite hat Erfahrung mit Comebacks. Auch 2010 hat er sich „reingequält“, wie Löw weiß. © dpa
MITTELFELD: Sami Khedira (Real Madrid): Phänomenale Entwicklung: Vor zwei Jahren war er noch das (fast schon ewige) Talent vom VfB Stuttgart, nun spielt er, mit erst 25, in der Weltstarliga. Bei Real Madrid wurde er, obwohl ihn anfangs Skepsis begleitet hatte, Stammspieler und soeben spanischer Meister. Ist auch eine „Celebrity“, seit er mit Lena Gercke, Ex-„Germany’s Next Top Model“ zusammenlebt. Das Private wird öffentlich – stört ihn, „aber gehört dazu“. © dpa
Mario Götze (Borussia Dortmund): Das Supertalent des deutschen Fußballs hat, obwohl erst 19, dank eines Nike-Privatvertrags ausgesorgt, die Lebenshaltungskosten in der Pension Götze (eigene Wohnung im elterlichen Reihenhaus) sind wohl überschaubar. In sein erstes Turnier geht der mögliche deutsche Messi mit dem Handicap einer längeren Pause (Schambeinentzündung) und nur als Nummer zwei auf der Zehner-Position; da regiert noch Mesut Özil. © dpa
Toni Kroos (FC Bayern): Seine Saison beim FC Bayern war anfangs sehr stark, klang aber unspektakulär aus. Mal zur Aushilfe im defensiven Mittelfeld, dann wieder auf der Lieblingsposition zentral und offensiv – Toni Kroos, 22, spielte immer, ohne aber einen festen Platz zu haben. In der Nationalmannschaft wurde für ihn der Begriff des „Zwischenspielers“ geprägt – bei der EM wird sich Löw aber nicht auf dieses System stützen. © dpa
Bastian Schweinsteiger (FC Bayern): Der Pflegefall im Team: Was macht der Wadenmuskel? Und vor allem: Wie geht’s der Seele, verziehen sich die Schatten über ihr? Nach dem verlorenen Champions League-Finale und seinem verschossenen Elfmeter (Pfosten, Zentimeter-Pech) macht Schweinsteiger den Eindruck, als wolle er nur noch im Kapuzenpulli durch die Gegend laufen. Dabei hat man noch das Bild von der EM 2008 so klar vor Augen: Der Bastian, wie er mit schwarz-rot-goldenem Zylinder deutsche Siege feiert. Die Schweini-Unbeschwertheit ist dahin, seit der Oberaudorfer vor zwei Jahren die Verantwortungsrolle auf seine Schultern geladen hat. Für ihn gilt wie für Lahm: Einer aus der „goldenen Generation“, die langsam liefern muss. © dpa
Mesut Özil (Real Madrid): Nach der WM 2010 wechselte er zu Real Madrid, das ein paar Monate einen Ersatz brauchte für den brasilianischen Topstar Kaka. Die Vertretung Özil wurde zur Dauerlösung, in Spanien wird die Genialität und Schönheit seines Spiels besungen. Der immer noch schüchtern wirkende Deutsch-Türke erlebt aber auch die Schattenseiten: Paparazzi lauern – selbst wenn er in Italien zu einem Date auftaucht. © dpa
Thomas Müller (FC Bayern): Als er im Champions League-Finale gegen Chelsea das 1:0 köpfte, war er wieder da: ein Gänsehaut-Moment wie bei der WM 2010 in seinen großen Partien gegen England und Argentinien. Thomas Müller, der Mann für die historischen Tore. Rechtzeitig zur EM hat er damit ein Zeichen gesetzt – auch wenn seine Saison in der Bundesliga einige Dellen hatte (weniger Treffer als in den Jahren davor, ein paar Mal Ersatzbank). © dpa
Lukas Podolski (1. FC Köln): Der Kölner findet es eine Wahnsinnsvorstellung, „mit 28 Jahren mal 100 Länderspiele zu haben“. Er schafft es wohl schon mit 27, bei der EM könnte die Marke im dritten Vorrundenmatch erreicht werden. „Poldi“ ärgert sich nur, dass diese Spiele in der Ukraine sind und nicht in seinem Geburtsland Polen. „Ab dem Viertelfinale“, schätzt er, „werden die Kartenwünsche aus der Familie kommen“. © dpa
André Schürrle (hinten, Bayer Leverkusen): Versprühte in den Trainingslagern gute Laune. Das hatte zum einen damit zu tun, dass Spaßmacher Marco Reus sein bester Kumpel ist – doch ebenso beeindruckte Andre Schürrle den Bundestrainer mit Fleiß und steigender Form. Er sitzt im linken Mittelfeld Lukas Podolski im Nacken, im Training hinterließ der 21-Jährige auch auf der rechten Seite einen guten Eindruck. Stärke: funktioniert als Einwechselspieler. © dpa
Marco Reus (Borussia Mönchengladback): Wer ist der lustigste Spieler im Kader? „Definitiv am meisten Spaß haben wir mit Marco Reus“, verrät Ilkay Gündogan über seinen zukünftigen Kollegen in Dortmund. Reus erhielt soeben eine auch fachlich wertvolle Auszeichnung: In einer Umfrage unter den Bundesligaprofis wurde der Mönchengladbacher zum besten Spieler gewählt. Löw plant mit Marco Reus (18 Bundesliga-Tore) als Joker Nummer eins. © dpa
Lars Bender (Bayer Leverkusen): Ein Bender musste sein, entschied Jogi Löw. Man könne die Zwillinge auch als Spielertypen kaum unterscheiden. Aber er brauchte einen, „der sich von unseren anderen Mittelfeldspielern abhebt“. Er nahm Lars, den Leverkusener, den er vielleicht mal für einen Spezialauftrag braucht; „Wenn es gilt, in den letzten Minuten die Kreise eines bestimmten gegnerischen Spielers mit Zweikampfstärke einzuengen.“ © dpa
Ilkay Gündogan (Borussia Dortmund): Noch im Februar hat er eine Halbzeit in der Regionalliga spielen müssen – mit Dortmund II gegen Kaiserslautern II. Nun ist der 21-Jährige aber zumindest im Team Deutschland II angekommen. Löw sieht bei dem Ex-Nürnberger die Perspektive: „Ballsicherheit, gute Übersicht – und er sucht den Abschluss, weiß, wo das Tor steht.“ Der „kleine Schweinsteiger“ hat aber noch den großen Schweinsteiger vor sich. © dpa
STURM: Mario Gomez (FC Bayern): Nach Toren (26 in der Bundesliga, 12 in der Champions League) eine ertragreiche Saison – an deren Ende dennoch Zweifel stehen, ob der Knipser Gomez ein zeitgemäßer Mittelstürmer ist. Am Dauermitbewerber Klose ist Gomez noch nicht vorbei, er wird wohl als Reservist anfangen und auf seine Chance warten müssen. Seine bisherigen Turniere (EM ‘08, WM ‘10) verliefen unerfreulich für den 26-Jährigen. © dpa
Miroslav Klose (Lazio Rom): Wegen Rückenschmerzen ließ er ein paar Trainingseinheiten aus und witzelte: „Das hat wohl mit dem Alter zu tun.“ Klose hat sich in Italien neu erfunden, mit zwölf Toren für Lazio Rom spielte er seine abschlussstärkste Saison seit 2007. Joachim Löw vertraut seinem Routinier (115 Länderspiele) voll und ganz: „Miro kennt seinen Körper perfekt, keiner versteht es wie er, auf den Punkt fit zu werden.“ © dpa

Pressekonferenz: Platini fordert lebenslange Sperren

Lebenslange Sperren für Manipulateure, Spielabbruch bei rassistischen Beschimpfungen, aber keine Einmischung in die Politik: Michel Platini hat zwei Tage vor dem EM-Eröffnungsspiel zwischen Co-Gastgeber Polen und Griechenland in Warschau während einer Pressekonferenz im Nationalstadion alle heißen Eisen angefasst, doch nur beim Thema Wettskandal wurde der Franzose wirklich konkret. „Wenn Spieler auf eine Niederlage ihrer eigenen Mannschaft wetten, werden sie nie wieder Fußball spielen. Dann können sie Tennis spielen“, sagte der Chef der Europäischen Fußball-Union.

Er habe schon seit langem vor Problemen wie Gewalt, Rassismus und Manipulation gewarnt. „Wer den Fußball verkauft, wird nie wieder Fußball spielen. Wir können zwar nicht alle Spieler, die das Herz des Sports sind, kontrollieren. Aber wir tun unser Bestes und hoffen, dass der Disziplinarausschuss der UEFA-Linie folgt“, sagte Platini.

Die Ankündigung von Italiens Nationaltrainer Cesare Prandelli, bei einer Eskalation des Wettskandals im Land des viermaligen Weltmeisters notfalls kurzfristig auf eine EM-Teilnahme zu verzichten, nimmt Platini nicht ernst: „Herr Prandelli macht gerne Scherze. Ich weiß das, wir haben fünf Jahre zusammengespielt.“

In Bezug auf mögliche rassistische Beschimpfungen gegen Spieler während der Endrunde wies Platini auf die Möglichkeit eines Spielabbruchs hin, vermied es aber, die Referees dazu zu ermutigen. „Ich hoffe, dass die Fans kommen werden, um das Spiel zu genießen. Aber natürlich würden wir den Schiedsrichter unterstützen, wenn er das Spiel im Falle solcher Beschimpfungen unter- oder abbrechen würde. Das wäre der worst case“, sagte Platini.

Er nahm die beiden Gastgeberländer gegen den Vorwurf in Schutz, besonders anfällig für rassistische Übergriffe gegen Spieler zu sein. „Überall gibt es aufkommenden Nationalismus. Es geht nicht darum, nun auf Polen und die Ukraine zu zeigen, das wäre zu leicht. Das Phänomen tritt auch in Frankreich, den USA und England auf. Es gibt überall gewissen Rassismus, und wir haben viel dagegen getan“, sagte Platini. Die schockierende BBC-Reportage, die zahlreiche Fälle rassistischer Übergriffe durch Fußball-Fans in beiden Gastgeber-Ländern dokumentierte, habe er nicht gesehen, sagte Platini.

Er wies erneut darauf hin, dass sich die UEFA aus allen politischen Diskussion während der EM heraushalten werde. „Wir haben keine politischen Ziele, werden zu politischen oder religiösen Themen keine Stellung beziehen. Wir äußern uns zum Fußball“, sagte Platini, der für diese Sichtweise in jüngster Vergangenheit europaweit Kritik einstecken musste.

In Bezug auf die in der Ukraine inhaftierte ehemalige Regierungschefin Julia Timoschenko sagte Platini, dass durch „die Ereignisse der letzten sechs Monate“ nicht alles infrage gestellt werden könne. „Frau Timoschenko ist in Haft, die Politiker müssen ihre Arbeit tun, und ich tue meine.“

Sichtlich erleichtert war der Europameister von 1984, als er über den Fußball und den Stand der EM-Vorbereitungen berichten durfte. Er habe „gute Laune“ und erwarte ein „großes Sportereignis“, sagte Platini: „Wir haben hart dafür gearbeitet, und es fehlt nur wenig bis zur Perfektion.“

In der Ukraine gebe es noch „gewisse Probleme mit den Flughäfen“, aber die würden bald gelöst sein. „Ich bin sehr zufrieden, wie sich die Dinge entwickelt haben, auch wenn es spannend war. Beide Länder haben alles in ihrer Macht stehende getan, und wir können uns auf ein großes Turnier freuen.“

Favoriten sind für ihn vor allem Titelverteidiger Spanien und Deutschland. „Wenn diese beiden Manschaften 100 Prozent ihres Potenzials abrufen, dann sind sie den anderen Teams überlegen. Wenn allerdings nicht, dann haben auch alle anderen Mannschaften eine Chance.“

Auch „seinen“ Franzosen, die er traditionell besonders kritisch begleitet, räumt er Chancen ein. Eine Spitze konnte er sich allerdings nicht verkneifen: „Frankreich ist seit 21 Spielen ungeschlagen. Man muss auf sie aufpassen, wenn sie es schaffen, aus dem Bus zu kommen.“

sid

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