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Pokalsieg für Ballack und Chelsea

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Michael Ballack beendet die Saison doch noch mit einem Titel

London - Mit dem eingewechselten Michael Ballack hat der FC Chelsea den englischen Verbandspokal gewonnen.

Die “Blues“ schlugen am Samstag den FC Everton vor 89 391 Zuschauern im Wembley-Stadion mit 2:1 (1:1) und sorgten nach 1970, 1997, 2000 und 2007 mit dem fünften Sieg im FA-Cup-Finale für einen versöhnlichen Saisonabschluss. Zugleich machten Ballack & Co Interimstrainer Guus Hiddink mit der traditionsreichen Trophäe ein verdientes Abschiedsgeschenk.

Der DFB-Kapitän, der bei Chelseas bis dato letztem FA-Cup-Sieg vor zwei Jahren wegen einer Fußverletzung zum Zuschauen verdammt war und vergangenes Jahr beim verlorenen Liga-Pokal-Finale ebenfalls erst später eingewechselt worden war, feierte seinen dritten Titelerfolg auf der Insel. Allerdings kam er erst in der 61. Minute in die Partie. Ballacks Clubkamerad, Nationalverteidiger Ashley Cole, gewann derweil als erster Spieler in über 100 Jahren den Pokal zum fünften Mal.

Das 128. FA-Cup-Finale begann mit einem Paukenschlag. Nach nur 25 Sekunden nutzte der Franzose Louis Saha die Unkonzentriertheit der Chelsea-Verteidigung und brachte Everton in Front. John Obi Mikel, der den Vorzug vor Ballack erhalten hatte, leitete den Treffer mit einem schwachen Abwehrkopfball ein. Während sich die “Toffees“ danach zurückzogen, drängten die “Blues“ auf den Ausgleich, der Didier Drogba in der 21. Minute mit einem kraftvollen Kopfball gelang (21.).

Auch im zweiten Durchgang blieb Chelsea in einer insgesamt mittelmäßigen Partie überlegen. Premier-League-Torschützenkönig Nicolas Anelka hatte in der 60. Minute mit einem gefühlvollen Heber Pech. Aber auch Everton blieb gefährlich. Saha verpasste auf der Gegenseite eine gute Kopfballchance (67.). Frank Lampard sorgte mit einem Schuss von der Strafraumgrenze schließlich für das 2:1 (72.). Florent Malouda gelang kurz darauf aus 32 Metern ein “Wembley-Tor“ (79.): Der Ball sprang von der Latte hinter die Linie, doch die Unparteiischen erkannten den Treffer nicht an.

dpa

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